LaCia CloudBox speichert lokal & in der Wolke
LaCie hat gestern ein 100 GByte fassendes Hybrid-Gerät vorgestellt, mit dem Daten wie bei einer normalen externen, allerdings per LAN-Kabel angebundenen Festplatte lokal, aber gleichzeitig auch automatisch in der Cloud gespeichert werden.
Das Konzept an sich ist ganz clever: Man packt einfach seine Daten auf die LaCie CloudBox und die sichert sie in Eigenregie in die Cloud. Man braucht allerdings eine seeeehr schnelle Web-Anbindung, denn sonst dauert der Upload von 100 GByte – selbst wenn er nicht auf einen Schlag, sondern kontinuierlich erfolgt – eine Ewigkeit.
Das Schöne an diesem Konzept: Die gespeicherten Daten sind selbst dann nicht verloren, wenn die Festplatte selbst entwendet, beschädigt oder komplett vernichtet wird – Brand, Überschwemmung, Einbruch und Diebstahl verlieren so ihren Schrecken. Die Wiederherstellung selbst soll sehr einfach sein; außerdem soll man über die Anwendung CloudBox Online Restore bis zu 10 vorherige Versionen von Dateien und Ordnern durchsuchen und wiederherstellen können.
Andererseits wirft das Ganze natürlich die Frage der Datensicherheit auf – denn immerhin sind sämtliche Daten als Duplikat außerhalb der Reichweite des Anwenders abgelegt. LaCie verspricht hier dank einer 128 Bit starken AES-Verschlüsselung, die die Daten im Gegensatz zu anderen Cloud-Storage-Lösungen bereits vor dem Ablegen in der Cloud verschlüsseln soll, "höchste Datensicherheit". Niemand – selbst LaCie nicht – käme an die so gespeicherten Daten heran.
Die LaCie CloudBox soll ab sofort für 199,90 Euro (inkl. MwSt.) im Handel erhältlich sein. Der Online-Backup-Vertrag ist im ersten Jahr kostenlos, muss dann aber jährlich erneuert werden. Eine Antwort auf unsere Rückfrage steht zwar noch aus, aber die Preisgestaltung dürfte sich vermutlich am Pricing der LaCie-Tochter Wuala – die wahrscheinlich auch den Online-Speicherplatz selbst bereitstellt – orientieren: Hier kosten 100 GByte Online-Speicher 99 Euro.
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