Dells erster Tablet-PC

Mut beweist Dell mit seinem vergleichsweise späten Einstig in den bislang wenig lukrativen Markt der Tablet-PCs. Der Latitude XT hat der Konkurrenz aber etwas voraus: Er lässt sich bedienen wie ein iPhone.

Convertibles wie Dells Latitude XT sind die Edel-Klasse der Tablet-PCs: Sie lassen sich wie herkömmliche Notebooks per Tastatur bedienen. Klappt man das Display um, werden sie zum eigentlichen Tablet-PC, zum »Slate«. Das Besondere beim Dell-Tablet ist der kapazitive 12,1 Zoll große Touchscreen, dessen Bedienung Dell als »Pen and Touch« getauft hat. Er reagiert auf Stifteingaben ebenso wie auf Fingerberührungen und wertet auch mehrere Berührungspunkte gleichzeitig aus. Damit soll es beispielsweise möglich sein, im Browser mit zwei Fingern zu Zoomen, ähnlich wie bei Apples iPhone und iTouch.

In unterschiedlichen Ausbau-Varianten bietet Dell seinen Tablet-PC an, grundsätzlich jedoch einmal als Indoor-Gerät mit einer Display-Helligkeit von 200 Candela pro Quadratmeter sowie als Outdoor-Version mit doppelt so hellem Monitor (400 Candela). Basis bildet ein Core-2-Duo-Prozessor mit 1,06 GHz von Intel. Als Grafikchip kommt ATis Radeon Xpress X1250 zum Einsatz. Der Arbeitsspeicher ist ein GByte groß, bis zu drei GByte DDR2-Speicher sind zu verbauen. Die Festplatte bietet 120 GByte Kapazität, beim Betriebssystem hat der Käufer die Wahl zwischen Windows Vista Business und der Windows-XP-Tablet-Edition.

Moderne Touchscreen-Technik und ein niedriges Gewicht von 1,6 Kilogramm haben ihren Preis: In der Grundausstattung kostet der Latitude XT bereits 1700 Euro. Extrawünsche wie beispielsweise eine SSD-Festplatte oder LED-Hintergrundbeleuchtung dürften den Endkundenpreis locker über die 2000-Euro-Grenze steigen lassen. Kein Wunder also, dass Tablet-PCs ein Nischendasein fristen und sich fast nur für Business-Kunden rechnen. Laut den Marktforschern von IDC liegt deren Anteil auf dem weltweiten Notebook-Markt bei gerade mal 2,4 Prozent — daran dürfte auch Dells Latitude XT so schnell nichts ändern.

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  • derGhostrider
    1700Euro für ein Business-NB? Wo ist das Problem?

    Mein IBM T42p hatte einen Listenpreis von rund 4400Euro. Bezahlt habe ich natürlich viel weniger, aber immernoch mehr als 1700Euro.
    Ist die Geiz-ist-geil-Mentalität denn wirklich soweit fortgeschritten, daß jeder meint, daß man immer alles für "699Euro" kaufen können muß?
    Zur Qualität von diesem NB kann ich nun nicht soviel sagen, da es nagelneu ist. Falls Dell aber endlich vernünftige Displays in die Notebooks einbaut, was vor kurzem noch nicht der Fall war, und die Verarbeitung stimmt, dann kann auch ein Preis von 2500Euro mit der passenden Ausstattung (SSD, 2GB RAM, gutes Display, etc) durchaus angemessen sein.
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