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Ion-Netbook: Lenovo Ideapad S12 angetestet

Von - Quelle: Tom's Hardware DE

Mit Spannung wird das erste Ion-Netbook von Lenovo erwartet. Ende Juli 2009 soll die Auslieferung beginnen. Nach einschlägigen Presseankündigungen Ende Mai konnte Tom's Hardware heute bei einer Nvidia-Veranstaltung in München kurz Hand anlegen.

Lauffähiger Prototyp des Lenovo Ideapad S12 im Nvidia-ShowroomDas Ion-Notebook-Motherboard ist beim Lenovo Ideapad S12 mit einem Intel Atom  N270 und dem GeForce 9400M ausgestattet. Besonders die Grafikengine macht es interessant, ist sie doch in der Lage, H.264/MP4/Blu-ray-Videos bis zu einer Auflösung von 1920 x 1080p ruckelfrei darzustellen. Daran mangelt es leider bei aktuellen Intel-Chipsätzen für den Atom-Prozessor.

Vorort im Showroom zeigte das Lenovo S12 Netbook ähnliche Eigenschaften wie der bereits von uns getestete Acer Aspire R3600 Revo Nettop-PC. Die Videodarstellung großer HD-Formate bereitete dem Gerät keine Probleme. Da das Display eine Auflösung von 1280 x 800 Pixeln besitzt, konnten wir 1080p nicht direkt überprüfen, da dafür ein externer Monitor erforderlich gewesen wäre. Immerhin überzeugte 720p auf dem Gerät. Obwohl dabei die Prozessorauslastung knapp unter 30 Prozent lag, meldete sich bei diesem Prototypen hin und wieder ein leiser Lüfter.  Die Hitze wird anscheinend durch die Grafikcore verursacht. Immerhin blieben die Geräusche subjektiv im erträglichen Maß.

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Stolz war Nvidia erwartungsgemäß auf den Badaboom Encoder, der durch CUDA-Programmierung die GeForce-Grafikcore anstatt die Intel Atom-CPU für die Videoumwandlung nutzt. Einige Demos zeigten, dass es selbst auf einem solchen kleinen Netbook 1080p-HD-Videos in andere kleinere Formate umrechnen lassen. Ein kleiner Vergleich: Für die Umwandlung in ein Smartphone-Format brauchte das Lenovo-Gerät 4 Minuten, der Intel-Pendant dagegen 15 Minuten. In einigen ausgewählten Fällen stimmt sogar Nvidias Statement, das die GPU bis zu 10 Mal schneller als die CPU sei.

Auch beim Thema Spiele schlägt sich das S12 wacker. Während andere Netbooks mit Intel-Grafik dafür nicht zu gebrauchen sind, kann man dem Ion ältere Titel wie World of Warcraft oder Call of Duty 4 einigermaßen spielen.

Mit diesen Eigenschaften könnte man sogar meinen, dass es sich hierbei weniger um ein Netbook handelt sondern vielmehr um ein vollwertiges Notebook. Doch der 12-Zoll-Bildschirm und die damit verbundene kleine Tastatur zeigen wiederum die Grenzen auf. Ausgestattet ist das Ideapad mit 2 GB Speicher und einer 320 GB fassenden Festplatte. Auch HSDPA für Mobilfunk-Networking wird angeboten.

Vorsicht ist bei den Versionen geboten! Vom S12 soll es auch Varianten mit Intel GMA945 oder Via Nano geben. Beim Kauf muss man deshalb genau hinschauen, welche Grafikengine unter der Haube steckt.

Lesen Sie diesbezüglich den Testbericht eines weiteren Konkurrenten: Samsung NC20 mit VIA Nano CPU: Attacke gegen Intels Atom?

Es gibt 6 Kommentare.
Weitere Kommentare
  • 1
    master snowman , 22. Juni 2009 06:52
    ich warte auf einen richtigen test: wie schlimm ist die verspiegelung, akkulaufzeit, verarbeitung, display-ausläuchtung/-blickwinkel etc...
  • 1
    anonymous@guest , 19. Juni 2009 17:09
    wenn das ding jetzt nen 10" netbook wäre würd ich dafür mein samsung nc10 in die ecke stellen... ich finde 12" macht mit ion kein sinn, da man da auch schon auf 13" gehen kann und sich nen notebook mit ner echten cpu kaufen kann...
  • 0
    anonymous@guest , 26. Juni 2009 21:15
    mir unverständlich, weshalb es auch Geräte mit dem Intel Chipsatz gibt, die früher verkauft werden, während man ION noch warten muss...
    und wieso die Kritik an das Tastatur? Soll doch Normalgröße haben heißt es überall?