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Test: Lautstärke

Tom's Light-Mod: Lian Li PC-B25FWB - Strahlemann im Maßanzug
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Testaufbau und Messung

Uns interessiert nun die Lautstärke unseres Testkandidaten. Dabei betrachten wir drei aussagefähige Punkte, so dass der Schalldruckpegel im Abstand von jeweils 50 cm links vom Gehäuse, frontal und diagonal rechts oben gemessen wird. Letztere Messung kommt dem sitzenden Menschen am Schreibtisch am Nächsten, wenn sich der Computer links unterhalb der Tischplatte befindet.

Messergebnisse und subjektiver Eindruck - dazwischen klaffen oft Welten. Denn jedes Gehäuse erzeugt mit den verbauten Komponenten nicht nur einen Schalldruck als reinen Zahlenwert, sondern es existiert ein individueller Klangteppich, je nach verwendeten Lüftern, Resonanzfrequenz des Korpus und den restlichen Komponenten. Diesen Klang kann man nicht einfach in dB, dB(A) oder Sone (Lautheit) ausdrücken. Deshalb haben wir ein Kondensatormikrofon mit Kugelcharakteristik und weitgehend linearem Frequenzverlauf gewählt, welches zusammen mit der eingesetzten Aufnahmesoftware mit einem Schalldruckpegel-Messgerät (2238 Mediator, Firma Brüel & Kjaer) ohne Filtereinsatz (z.B. A) kalibriert wurde. Dieses Verfahren bietet uns genug Genauigkeit, um unsere subjektiven Eindrücke mit aussagefähigen Messwerten zu belegen.

Es sind in jedem Test alle Komponenten so verbaut, wie im Testsystem beschrieben. Kompliment auch an AMD für die leise Referenzkühlung der Radeon HD 6870, die in jedem Fall zu gefallen wusste.

Messergebnisse des Schalldruckpegels im  Idle

Seitenmessung
35 dB                             
Frontalmessung
36 dB
Diagonal, vorn oben rechts
35 dB



Messergebnisse des Schalldruckpegels im 2D-Desktopbetrieb (Corel Draw)

Seitenmessung
37 dB                             
Frontalmessung
39 dB
Diagonal, vorn oben rechts
36 dB



Messergebnisse des Schalldruckpegels im  einfachen 3D-Betrieb (Google Earth)

Seitenmessung
38 dB                             
Frontalmessung
40 dB
Diagonal, vorn oben rechts
39 dB

 

Messergebnisse des Schalldruckpegels im  Vollastbetrieb (Furmark + LinX)

Seitenmessung
45 dB                             
Frontalmessung
43 dB
Diagonal, vorn oben rechts
44 dB


Wie sind diese Zahlen nun zu bewerten? Bei 35 dB beginnt eigentlich die Wahrnehmungsgrenze, oberhalb derer wir in einem geschlossenen Raum differenziert Geräusche lokalisieren und wahrnehmen können. Das Gehäuse selbst produziert ein kaum hörbares Lüftergeräusch, auch das Netzteil ist faktisch kaum wahrnehmbar. Grund sind fantastisch leise Originallüfter und ein für die gewählte Preisklasse leises Netzteil. Unter Vollast hört man vor allem die Radiallüfter der Grafikkarten, deshalb liefert auch die Seitenmessung im Gegensatz zum Idle einen höheren Wert als die Frontalmessung. Trotz allem passen Temperaturen und erreichte Leistung noch gut ins Verhältnis. Der CPU-Kühler ist im Minderlastbetrieb trotz relativ hoher Umdrehungszahlen recht unaufdringlich und fast schon leise, bei voller Drehzahl jedoch recht dominant, aber nie brummig. Wir können somit den Akasa Venom durchaus für höhere Aufgaben empfehlen, denn die Kühlleistungen sind exzellent.

Klang und subjektiver Eindruck

Neben dem reinen Schalldruckpegel spielt natürlich das Frequenzgemisch sich überlagernder Geräuschquellen einen nicht unerheblichen Eindruck auf unser Wohlbefinden. Knurrige Rotationsgeräusche, Rauschen, Pfeifen - alles kann vertreten sein und wirkt unterschiedlich auf unser Empfinden ein und bildet einen individuellen Klangteppich.

Wir können bestätigen, dass das entstehende Geräusch sehr ausgewogen ist. Der Klang ist am ehesten noch als leichtes Rauschen zu bezeichnen, welches von alltäglichen Hintergrundgeräuschen im Raum jedoch bereits komplett überdeckt wird. Vorzüglich!

Körperschall

Der Körperschall wird durch die Festplattenentkopplung und die entkoppelten Gehäuselüfter vom Korpus und somit auch von der Umgebung ferngehalten. In diesem Bereich konnten wir jedoch leichte Geräusche messen, als deren Quelle das von uns verbaute Netzteil auszumachen war. Wir haben hier auf die Auflagefläche des Spanners am Netzteilgehäuse dünne Gummiteile (Fahradschlauch) geklebt. Das Gehäuse selbst blieb auf Grund seiner sehr stabilen Ausführung weitgehend frei von Resonanzen. Für ein leichtes Aluminiumgehäuse setzt Lian Li auf alle Fälle Maßstäbe.

Zwischenfazit

Angenehmer Leisetreter mit enormen Kraftreserven. Allerdings muss hier dann Leistung durch etwas mehr Lautstärke erkauft werden. Jedoch bleiben Leistung und resultierende Lautstärke stets im verträglichem Rahmen.

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