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LibreOffice: Portierung auf Android macht Fortschritte

von - quelle: Arstechnica

Auf der FOSDEM-Konferenz wurden erste Screenshots von LibreOffice auf einem Android-System gezeigt

Eines der größten Mankos für den produktiven Einsatz von Android ist das Fehlen einer leistungsfähigen Office-Suite. Auch wenn es mit beispielsweise QuickOffice oder Polaris Office einige Vertreter gibt, die auch unter dem Google-Betriebssystem Office-Anwendungen bereitstellen, können diese jedoch im Umfang nicht mit den Möglichkeiten mithalten, die man als Nutzer sonst gewohnt ist.

Bereits im vergangenen Jahr hat The Document Foundation, die das aus der Office-Suite OpenOffice hervorgegangene LibreOffice betreut, angekündigt, für eine Portierung dieser für Android sorgen zu wollen. Nun folgen den Worten erste Taten. Auf der FOSDEM-Konferenz präsentierte der Linux-SUSE-Entwickler Michael Meeks erste Screenshots, die LibreOffice bereits lauffähig in einer emulierten Android-Umgebung zeigten. Selbst das Touch-Interface soll dabei schon nutzbar gewesen sein.

Dennoch befindet sich die Portierung insgesamt noch in einem sehr frühen Stadium, auch deshalb, weil die Entwickler möglichst wenige Teile der Office-Suite für ein jeweiliges System neuschreiben, sondern den größten Teil des vorhandenen Codes nutzen wollen. Denn zum einen gilt das Neuschreiben bei der Komplexität einer Office-Suite als wenig praktikabel und zum anderen führt eine gemeinsame Codebasis über alle Formate hinweg dazu, dass die gewohnten Features überall gleichermaßen zur Verfügung stehen.

Das bedeutet jedoch auch, dass zunächst grundsätzliche Probleme behoben werden müssen, die auf einem Mobile-Device schwerer ins Gewicht fallen als bisher. So werden den Ausführungen Meeks zufolge z.B. 15% der CPU-Kapazität nur durch das Parsen beim Start der Konfigurationsdateien von Libre Office in Beschlag genommen – wobei ein Großteil davon nur dazu genutzt wird, um die Textbausteine der Benutzeroberfläche zu laden. Die Portierung könnte also dazu beitragen, dass LibreOffice insgesamt Hardware-Ressourcen effizienter ausnutzt. So hat ein erstes Aufräumen des Codes bereits dazu geführt, dass zahlreiche, nicht mehr genutzte Funktionen beseitigt wurden.

Bis das endgültige Ergebnis sichtbar ist, wird es aber noch ein Weilchen dauern. Die LibreOffice-Variante für Android soll erst gegen Ende diesen bzw. Anfang nächsten Jahres erscheinen. 

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