Dvico Tvix HD M-5100SH: Kleine Dose ganz groß

Player-Fütterung: Dateien auf das Tvix kopieren

Bilder, Filme oder Musik können entweder über eine LAN-Verbindung oder über USB 2.0 auf den Festplattenspieler kopiert werden. Wenn das Tvix HD M-5100SH per USB 2.0 an den Computer angeschlossen wird verhält es sich wie eine externe USB-Festplatte. Das Gerät wird im Gerätemanager als USB-Massenspeicher erkannt und im Windows-Explorer als normales Laufwerk eingebunden. So lassen sich Dateien wie gewohnt auf das Tvix kopieren. Während eine USB-Verbindung zwischen dem Tvix und dem Computer besteht sind alle weiteren Funktionen des Festplattenspielers derweil abgeschaltet. Um Medien abspielen zu können muss zuerst die USB-Verbindung zwischen dem Computer und der Media-Jukebox physisch getrennt werden.

Das Kopieren der Mediendateien auf das Tvix per LAN-Verbindung ist etwas unkomfortabler. Der in der Medien-Jukebox integrierte DHCP-Client verrichtet tadellos seinen Dienst, allerdings nur wenn im lokalen Netzwerk auch ein DHCP-Server betrieben wird - wie zum Beispiel auf einem DSL-Router. Sollte kein DHCP-Server im lokalen Netzwerk verfügbar sein, so muss man das Tvix an den Fernseher anschließen und über die Konfigurationsoberfläche die Netzwerkdaten wie IP-Adresse und Subnetzmaske über die Fernbedienung eingeben. Die direkte Verbindung zwischen Tvix HD M-5100SH und einem Computer erfolgt dann über ein sogenanntes Crossover LAN-Kabel, welches man im Fachhandel beziehen kann. Um eine direkte Verbindung zwischen zwei Netzwerkkarten herzustellen müssen im verwendeten Kabel an einem Stecker einzelne Adern gegenüber dem anderen Stecker gekreuzt werden. Diese Art LAN-Kabel nennt man deshalb Crossover LAN-Kabel.

Tvix M-5100SH

Hat man erfolgreich die Netzwerkeinrichtung hinter sich gebracht und das Tvix mit dem Computer per Crossover LAN-Kabel verbunden, kann man nun die Mediendaten auf die Multimedia-Dose kopieren – allerdings nur mit einem FTP-Clients. Die Einrichtung des FTP-Passworts erfolgt ebenfalls vorab am TV-Bildschirm. Hat man zuvor bei der Einrichtung des Netzwerks am Tvix nicht darauf geachtet, das FTP-Passwort zu notieren beziehungsweise ein neues einzugeben, muss man alles nochmals abbauen und am TV anschließen, um die FTP-Konfiguration durchzuführen. Im Grunde genommen eine sehr unkomfortable Art und Weise, das Tvix mit Dateien zu versorgen, die weniger versierten Benutzern ein Frust-Erlebnis bescheren könnte.

Durch die integrierte USB-Host-Funktionalität soll das Tvix HD M-5100SH auch gänzlich ohne umständliches Kabelverlegen betrieben werden können. Durch das Anschließen eines vom Hersteller Dvico zertifizierten USB-WLAN-Sticks wird im Menü des Tvix die WLAN-Konfiguration freigeschaltet. Zum kopieren von Dateien auf den Multimedia-Player ist eine WLAN-Verbindung noch ausreichend, wenn auch langsam gegenüber einer auf Kabel basierten Netzwerkschnittstelle mit 100 Mbit/s. Beim Streamen von Dateien über das WAN wird man aufgrund der hohen Datenraten des hochauflösendem Videomaterials allerdings bald an die Grenzen des derzeit technisch machbaren stoßen und somit keine allzu große Freude haben. Mangels verfügbarem zertifiziertem USB-Stick haben wir diese Funktion allerdings nicht testen können.

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3 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • weiss nich
    Ganz nett .... wenn man mit dem Teil auch aufnehmen
    könnte, erst recht bei dem Preis.
    Statt optionalen DVBT-Empfänger hätten sie mal besser DVB-S genommen.
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  • sixpack
    Was bedeutet den "geringe Geräuschentwicklung"?Meine derzeitige Lösung Me2 ME600s hat ungefähr den gleichen Lüfter,zumindest vom Durchmesser und der ist nicht grade Silent.
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  • Anonymous
    Im Allgemeinen einen schönes Gerät zu etwas hohem Preis. Ein Media-PC, der mittlerweile zu gleichem Preis realisierbar wäre, bietet wohl mehr, verbraucht zudem aber auch deutlich mehr Energie und bootet womöglich auch noch langsamer.

    Ich gebe dem Test-Team mit Ihrem Fazit recht: Es müsste ein UPnP-Streaming-Client integriert werden. Bezüglich der Passwort-Vergabe kann ich zur Zeit kein Urteil fällen, da das der Tvix noch nicht ins Netzwerk integriert wurde. Vielleicht wurde dieser "Mangel" bereits durch eine neue Firmware behoben.

    Ein großer Nachtteil, der mir unterkam, war das lange Schalten von zum Beispiel einem Song zu nächsten, besonders bei großen Datenbanken. Dies wäre eventuell durch das Vorentkodieren des nächsten Songs auszuhebeln.

    Bei der DVB-T-Funktion wird ein wenig gemogelt: Überall wird diese als HDTV angegeben, dabei ist HD via DVB-T auf Grund der Bandbreite gar nicht realisierbar. Dennoch überzeugt die gute Qualität der Empfangseinheit und die leichte Bedienung. - Ein Manko dabei ist jedoch, dass es nicht möglich ist die Sender nach Belieben zu sortieren oder gar umzubenennen. Aber auch das kann durch ein Upgrade geändert werden.

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    @"weiss nich": Es gibt - wohl eher gab (wird wohl nicht mehr angeboten) - auch einen optionalen DVB-S-Empfänger ...

    @"sixpack": Nur weil der Lüfter den gleichen Durchmesser hat, muss dieser nicht gleich laut sein ... Ich besitze nun auch einen Tvix M-4100SH, und dieser ist von der Lautstärke akzeptabel.
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