China setzt auf MIPS-Prozessoren für Smartphones
Der von Ingenic entwickelte Prozessor soll sich vor allem durch einen äußerst niedrigen Energiebedarf auszeichnen
China, das Land der Mitte, mit seiner manchmal skurril anmutenden Mischung aus Sozialismus und Kapitalismus, ist bekannt dafür gern eigene Wege zu gehen, wenn damit die Eigenständigkeit gegenüber anderen wahren kann.
Dies scheint wohl auch für die Prozessoren, die für Smartphones bestimmt sind, zu gelten. Denn man möchte einen eigenen SoC (System-on-a-Chip) für die mobile Zukunft des Landes, und der soll nicht wie in der Mehrheit der Fälle aus einer ARM-Architektur aufsetzen, sondern einen MIPS-Kern besitzen. Eine Architektur mit der man schon beim Loongson Erfahrungen gesammelt hat. Die von dem chinesischen Unternehmen Ingenic stammende Eigenentwicklung soll dabei vor allem auf einen niedrigen Stromverbrauch getrimmt worden sein. Die GPU stammt von Vivante, dem Hersteller, der auch die nächste Generation der Freescale-SoCs ausstattet.
Der MIPS-Kern, der in einer noch sehr konservativen Strukturbreite von 65 nm produziert werden soll, erreicht eine Taktgeschwindigkeit von 1 GHz und benötigt nach Angaben von Ingenic nur 80 mW – ein sehr niedriger Wert für einen SoC. Als Betriebssystem ist wohl Android vorgesehen, denn das Unternehmen arbeitet gleichzeitig daran Googles Betriebssystem auf die MIPS-Plattform zu portieren.
Bleibt noch abzuwarten, ob der Prozessor, der bei TSMC gefertigt werden soll, auch außerhalb Chinas verfügbar sein wird oder ob er ausschließlich in Geräten, die für den chinesischen Markt bestimmt sind, verbaut wird.
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Ist MIPS nicht ohnehin noch sehr weit in Routern und Mobilgeräten verbreitet?
Ein einfacheres Konzept als z.B. MIPS2000 dürfte es auch kaum geben. AMD 29000 vieleicht...