Grundlagen LCD-Monitore II: Blickwinkeltechnologien

IPS (In-Plane Switching bzw. Super-TFT)

Bild 2: Beim Anlegen einer Spannung richten sich die Moleküle horizontal zum Substrat aus.

IPS oder In-Plane Switching wurde von Hitachi entwickelt. Mittlerweile verbauen auch NEC und Nokia diese Panels.

Der Unterschied zu den Twisted-Nematic-Displays (TN oder TN+Film) besteht darin, daß sich die Moleküle der Flüssigkristalle parallel bzw. horizontal zum Substrat ausrichten.

Durch IPS bzw. Super-TFT werden hervorragende Blickwinkel erreicht, wie man sie von Röhrenmonitoren kennt. Diese können bis zu 170 Grad betragen. Leider hat dieses Verfahren auch einen technologischen Haken: Durch die horizontale Ausrichtung der Kristalle dürfen die Elektroden sich nicht wie bei Twisted Nematic auf beiden Glasplatten befinden. Stattdessen sind sie in Form eines Kammes nur auf der unteren Glasplatte angebracht. Dadurch wird natürlich zwangsläufig die Lichtübertragung reduziert. Diese Lösung erfordert eine stärkere Hintergrundbeleuchtung (Back Light), um die entsprechende Helligkeit wiederzugeben. Reaktionszeiten und Kontraste verbessern sich im Vergleich zum konventionellen TFT kaum.

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