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Apple verspricht, sich um Mac-Malware zu kümmern

Von , Marcus Yam - Quelle: Tom's Hardware US | B 12 kommentare

Apple steigt in die Malware-Abwehr ein – zumindest was "Mac Defender" angeht.

Am Donnerstag berichteten wir, das Malware-Hersteller mittlerweile auch Macs ins Visier genommen haben, um die Kreditkartendaten unbedachter Anwender zu stehlen. Die Entfernung von Malware ist eigentlich nicht die Verantwortung des Geräteherstellers und Apple hat sogar in den Geschäftsbedingungen der Garantieerweiterung AppleCare eine Klausel drin, laut der das Unternehmen nicht mal eine Empfehlung für eine Antiviren-Software ausspricht, geschweige denn die Malware selbst entfernt oder entfernen hilft.

Etwas überraschend hat sich Apple nun doch dazu entschlossen, die Malware Mac Defender und all ihre Abkömmlinge mit einem Software-Update frontal anzugehen. Apple hat sogar ein Support-Dokument (engl.) veröffentlicht, das betroffenen Anwendern zeigt, wie sie die Malware von ihrem System entfernen können.

Apples Zusammenfassung lautet im englischen Original wie folgt:

A recent phishing scam has targeted Mac users by redirecting them from legitimate websites to fake websites which tell them that their computer is infected with a virus. The user is then offered Mac Defender "anti-virus" software to solve the issue.


This “anti-virus” software is malware (i.e. malicious software).  Its ultimate goal is to get the user's credit card information which may be used for fraudulent purposes.

The most common names for this malware are MacDefender, MacProtector and MacSecurity. 

In the coming days, Apple will deliver a Mac OS X software update that will automatically find and remove Mac Defender malware and its known variants.  The update will also help protect users by providing an explicit warning if they download this malware. 

In the meantime, the Resolution section below provides step-by-step instructions on how to avoid or manually remove this malware.

Es ist zwar nett, dass Apple seinen Kunden derart bei der Malware-Abwehr hilft, aber gleichzeitig schafft das Unternehmen so auch einen neuen Präzedenzfall, den man ja eigentlich vermeiden wollte. Denn dank der wachsenden Popularität der Macs wird auch die Anzahl von Malware-Infektionen zunehmen. Wird Apple auch dann mit Anleitungen und Software-Updates reagieren oder ist das jetzt eine einmalige Aktion? Das dürfte noch interessant werden...

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  • brosch-24 , 29. Mai 2011 12:04
    Hi,
    da zeigt sich mal wieder: Hochmut kommt vor dem Fall!
    Gruß
  • klomax , 29. Mai 2011 12:53
    Der kleine, vor Scham erötete Apfel wird das schon in den Griff kriegen...

  • metal_alf , 29. Mai 2011 13:02
    *freu* *freu* *freu* hab die Malware-News ausgedruckt eingerahmt und bei mir im Büro aufgehängt! Das nächste Mal wenn unser CEO wieder mit seinem MAC-Book Air vorbeikommt kriegt er ne volle Breitseite ap! Hat der doch gegen das "Gebot" seiner IT (mir) so eins gekauft! *freu* *freu* *freu*
  • Alle 12 Kommentare anzeigen.
  • KatSeiko , 29. Mai 2011 17:45
    Ich glaub, es muss sich noch jemand an Viren von der Art Blaster bzw. Lovsan machen, damit das Image der Macs endgültig zerstört wird. Die Trottel, die Mac benutzen, denken nämlich immer noch, ihr System sei "sicher"..

    Vielleicht mal ein Zitat von "Erdgeist" (CCC) dazu: "Vollkommene Sicherheit gibt es nicht. Aber man kann es einem Angreifer extrem schwer machen."
  • screwitfix@gmail.com@guest , 29. Mai 2011 19:34
    Ist schon interessant wie jetzt die Microsoft-Jünger sich freuen.
    ABER das Ganze ist doch genau umgekehrt.

    Nur wenn der Nutzer sich vom einer falschen Virusmeldung verarschen lässt, geht diese dem Hackern ins Netz.

    So was passiert nur Leuten die ihrem MAC nicht vertrauen und das sind wohl die Windows_Nutzer die umgestiegen sind. Denn nur die haben Angst vor Viren.

    Es gibt keinen funktionierenden (sich selbständig verbreitenden) Virus für den Mac! ad demonstratum est !!

    Selbst diese Mal-Ware muss vom unwissenden Nutzer installiert werden, so blöd kann doch keine sein - Antivirus MAC Defender - lol - wozu wenn es keine Vieren gibt.

    Bevor mich jetzt alle als Appel-Troll bezeichnen - ich nutze Ubuntu Linux !

  • brosch-24 , 29. Mai 2011 19:38
    Hi,
    HUI, da hat sich aber ein Linux User für die Apfel Männchen eingesetzt.
    Lass mir meine Schadenfreude aber nicht nehmen.^^
    Schon garnicht wenn ich das Verhalten der Jobs sehe.
    Gruß
  • derwolf92 , 29. Mai 2011 23:02
    Apple News sind immer eine wahre Freude.

    Da kommen alle trolle aus den Höhlen gekrochen :D 
  • ToXic , 30. Mai 2011 09:18
    Freuen oder nicht... hier geht es in erster Linie mal um simple Statistik...
    http://www.macnotes.de/2010/10/14/mac-os-x-marktanteile-tendenz-steigend/

    Zuerst war Firefox auch super toll und viel sicherer als der IE... nachdem die Nutzerzahl auf entsprechendem Niveau war, haben sich Angreifer intensiver mit dem System beschäftigt... Apple erreicht nunmal jetzt dieses Gebiet (Fluch und Seegen des nicht abzusprechenden Erfolges).
    OS-X hat definitiv Sicherheitslücken... und bisher ist Apple sehr langsam damit diese zu schließen... aber bei steigender Beliebtheit des Systems wird der Apfel die gleichen Probleme wie MS bekommen... und ob des Usern oder Apple selbst nun gefällt oder nicht... es wird wohl auch auf dem Mac ein Viren- bzw. Malwarescanner notwendig werden... zumindest auf absehbare Zeit...
  • joka388@guest , 30. Mai 2011 13:22
    Die Trottel, die Mac benutzen, denken nämlich immer noch, ihr System sei "sicher"..

    @KatSeiko
    Was veranlasst dich dazu mich einen Trottel zu nennen.
  • brosch-24 , 30. Mai 2011 23:39
    Hi,
    genauso ist das.
    Keiner kann mir was, ich bin Mac.
    Hatte am Wochenende wieder so ein Erfahrung.
    NaJa, nun ist soweit.
    Gruß
  • itemCH@guest , 1. Juni 2011 09:07
    http://www.youtube.com/watch?v=xAt8rB8WAkY

    Warum sollten MAC user Trottel sein?
  • Joboldo34@guest , 15. März 2012 19:22
    Nur mal so zur Info, Leute: http://nakedsecurity.sophos.com/2011/10/03/mac-malware-history/

    Die Sache gibt es schon seit längerem. Macs sind sind nicht einmal besser geschützt als ein aktualisiertes Vista/7 System. Das gleiche gilt auch für Ubuntu. Und falls es dich mal erwischt, dann behaupten die entsprechenden Fanboys, dass es am User lag, der sich von so etwas hat betrügen lassen etc. Die Geschichte hatte ich schon beim Mac UND bei Ubuntu. Das ist lächerlich. Dass das jedem passieren kann, selbst System Admins, das sollte jedem klar sein. Man bemühe Google für zwei große Beispiele.

    Beim Mac hatte ich zwei Malware letztes Jahr drauf. Da ich kein Antivirus verwendet habe, habe ich diese erst gemerkt, als es zu spät war (Monate danach). Bei Ubuntu ähnlich. Da hatte ich bis Dato insgesamt drei Malware Angriffe. Wobei zwei erst viel später von mir entdeckt wurden:


    Ubuntu:
    1) Ein als Screensaver getarnte Maleware von Gnomelook.org, der sechs Monate auf meinem PC war, den ich dann MÜHEVOLL und MANUELL hätte entfernen müssen (lmao, ich habe natürlich einfach formatiert: http://www.omgubuntu.co.uk/2009/12/malware-hidden-inside-screensaver-on-gnome-look/

    2) Eine Viren-Infektion durch Firefox (Java), den ich erst entdeckt habe, als mir der Browser öfters abgeschmiert ist und ich das Youtube Video gesehen habe: http://www.youtube.com/watch?v=94QsgdXnsmU

    Mac:
    1) http://www.appleinsider.com/articles/11/10/19/fake_adobe_flash_malware_seeks_to_disable_mac_os_x_anti_malware_protection/

    Also, mir egal, was die Liebhaber dieser Betriebssysteme sagen: Ich benutze immer eine Sicherheitslösung. 100% Sicherheit wird es nie geben, aber lieber etwas mehr Sicherheit, als komplett nackt für zig Angriffe zu sein. Auf dem Mac gibt es Sophos - als sehr gute und kostenlose Lösung. Auf Windows XP/Vista/7 gibt es Microsoft Security Essentials von Microsoft selbst - kostenlos und sehr gut. Ab Windows 8 ist MSE sogar ein Teil von Windows und erweitert den Defender - direkt "out of the box" sozusagen. Auf Ubuntu gibt es auch einige, die zwar mühevoll installiert werden müssen (und kommt mir nicht mit dem langsamen ClamAV an), die sich aber lohnen. Ob es da gute und kostenlose gibt, das weiß ich nicht.

    Joboldo