Doppeltes Flottchen mit Wasserspülung: Mammoth Edition 2011 für Gutbetuchte
Der aktuelle Mammoth Edition 2011 von HighEnd Computer Deutschland sprengt mit fast 13.000 Euro das Budget jedes Normalverdieners mit Nonchalance. Leistung satt mit 24 Threads, 3 Grafikkarten und Wasserkühlung. Neidisch gucken oder den Kopf schütteln?
Nachdem jeder die Neidfrage für sich selbst klären muss und so mancher ob des stolzen Preises sicher mit dem Kopf schütteln wird, betrachten wir das Objekt der Geizfreiheit mit etwas gesunder Neugier. Denn gucken kostet ja nichts.
Viel Preis viel Leistung?
Es gibt sie sicher, die Freunde edler Technik mit dem dicken Portemonnaie. Für diese beneidenswerte Minderheit präsentiert sich die Mammoth Edition 2011 im edlen Schwarz des V2120 Aluminiumgehäuses von Lian Li. Immerhin, dieses Gehäuse protzt nicht, aber man sieht ihm den Preis natürlich an. Und so kommt das teure Stück rein optisch zunächst als recht gesittetes und Respekt einflößendes Stück Technik daher. Man zeigt gern was man hat, aber man winkt nicht.
In der Mammoth Edition 2011 schlagen zwei Herzen. Die verbauten Xeon™ X5660 CPUs von Intel sorgen für nahezu unbegrenzte Leistungsreserven Mit zusammen 24 Threads und einer Übertaktung auf 4 GHz, wird diesem Doppelpack die Luft wohl nicht so schnell ausgehen, auch wenn wir hier, wie bei diversen Luxuskarossen auch, über den Verbrauch wohl besser schweigen. Man hats ja. Gleich drei übertraktete Geforce™ GTX 580 Grafikkarten von Nvidia werden im Triple-SLI Modus parallel angesteuert und sorgen so für recht angenehme 3D-Performance in höchsten Auflösungen. Als Hauptspeicher wurden insgesamt stolze 24 GB DDR3-2000 Ram verbaut, der dem System dank Triple-Channel Modus zudem eine enorme Bandbreite zur Verfügung stellt.
Für die Datenspeicherung sorgen insgesamt zwei SSDs der neuesten Generation mit SATA-3-Support. Im RAID 0 stehen somit 500GB Kapazität zur Verfügung, allerdings verrät der Hersteller nicht, wie er die fehlende TRIM-Funktionalität kompensieren will. Denn die Garbage Collection allein wird kaum auf Dauer das Lächeln glücklicher Millionärskinder sicherstellen. Komplettiert wird der Speicherplatz durch zwei Festplatten mit je 2 TB, die sowohl als RAID 0 als auch als RAID 1 konfiguriert werden können.
Kühlung de luxe
Die verbaute Wasserkühlung sorgt durch die vollständige Wasserkühlung von CPU, Mainboard und der Grafikkarten für eine recht effektive Wärmeableitung der heißesten Komponenten. Zwei von einem Mikroprozessor gesteuerte, redundante Pumpen in Industriequalität sorgen laut Hersteller zudem für ein extrem hohes Maß an Ausfallsicherheit. Über die kompletten Details schweigt sich der Anbieter leider aus, allerdings macht die verbaute Kühlung zumindest auf den Bildern einen soliden und wertigen Eindruck.
Fazit
Es ist quasi wie ein nachmittäglicher Schaufensterbummel auf Münchens Maximilianstraße. Man schaut, staunt und geht dann lieber doch nicht ins Kempinski zum Kaffeetrinken, sondern irgendwie erleichtert um die Ecke auf ein bodenständiges Bier. Schön ist er ja, teuer ist er auch und irgendwie doch nichts Greifbares. Bleiben wir bei dem, was wir haben. Wobei: ein wenig Träumen darf ja wohl erlaubt sein. Auch wenn der Sinn irgendwo auf der Strecke geblieben zu sein scheint.
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Im Prinzip soll das Teil ja nur zeigen, was maximal so geht...
Solche Rechner gab es schon immer. Sind halt Prestigeobjekte (vor allem für den Hersteller). Nennenwerte Stückzahlen wurden und werden von solchen Rechnern nicht verkauft.
Du gehst zum Kaffeetrinken um die Ecke auf ein Bier?
Satzbau meckersicher umgestellt
Ich frag mich warum das 13000€ kosten soll... Der Komponentenwert liegt bei maximal der Hälfte.
Ich bin auch bei ca. 7000€ gelandet. Nur bauen die, die sich so was leisten könnten, kaum noch selbst. Die lassen bauen. Oder wie hoch ist der Materialwert eines Maybach?
Naja, für den zusammenbau eines PC braucht es nicht 6000€. Das sind ein paar Teile die zusammengesteckt werden müssen. Ich hab keine Ahnung was ein Maybach kostet, aber der Preis setzt sich da aus WIRKLICH hochwertigen Komponenten zusammen. Dazu kommt dann die Wochenlange Handarbeit und das Know-How.
Und 50% Spanne, der Rest kommt aus dem Benz-Regal
Wenigstens mal die Kabel sleeven wäre dringewesen für den Preis...
Und die Schläuche ordentlich verlegen. Undundund...
Toll ist die Kiste nicht grade für den Preis.
Wie überall im Luxusbereich geht es nicht um die Ausstattung sonder um Exklusivität: "ich habe was, was die anderen nicht haben".
Kein normaler Mensch braucht so ein Rechner.
Frage an die erfahrene Leser:
Wie viel kostet ein Rechner um alle aktuelle Spiele flüssig zu spielen, mit allen möglichen Kantenglättungen?
Die Leute die Rechenpower brauchen, kaufen sich gleich ein Clusterchen für den selben Preis.
Ein aktueller kompletter Rechner mit "mehr als ausreichender" Leistung für aktuelle Spiele hat schon immer (zumindest seit 20 Jahren) ca. 1000€ (+/- ein paar €) bzw 2000DM gekostet und wird auf unabsehbare Zeit wohl auch so bleiben.
Man kann weniger ausgeben, wenn man kompromissbereit ist.
Als Enthusiast kann man, und konnte man auch schon immer, eben auch viel mehr ausgeben.
Nett ;-)
Dafür kaufen sich manche ein Auto ;.)
Ein aktueller kompletter Rechner mit "mehr als ausreichender" Leistung für aktuelle Spiele hat schon immer (zumindest seit 20 Jahren) ca. 1000€ (+/- ein paar €) bzw 2000DM gekostet.
Mit 2000DM bist Du in den 90ern für nen guten Spiele PC nicht weit gekommen.
vor 1994 mag das sein, da ich erst seit 94 selbst den Markt verfolge.
Zu der Zeit hat man aber auch für 2000DM einen guten Rechner bekommen...
(486DX2 mit 66MHz war z.B. meiner... für ziemlich genau 2000DM... hab die Rechnung sogar noch irgendwo...)
Es würde ein durchklickender Besuch hier reichen, um diese 20 Jahre-Aussage ad absurdum und darüber hinaus zu führen:
http://www.tomshardware.de/fotorep [...] klung.html
formatc, versteh das bitte als konstruktive Kritik, aber anstatt nur derjenige zu sein, der unter deinen Artikeln am öftesten postet, könntest du mal aussagekräftigere Artikelüberschriften wählen und auf die Hälfte der "Nonchalance" zugunsten der Sachlichkeit im Artikel verzichten.
Ich bin mir zwar sicher, dass du felsenfest davon überzeugt bist, auf diese Art und Weise locker flockig die harte Realität des Redaktionsalltags ein wenig unter den Tisch zu kehren, aber ob da nicht auch ein bischen Professionalität mitgefegt wird, steht meiner Ansicht nach zur Debatte. Nichts für ungut, nur ein paar ehrliche Worte eines Lesers deiner Artikel (und Kommentare darunter).
Hmm.. Mi DFI waer's noch besser geworden.. Aber wo ich das so lese - ich werd mal nachsehen, was ich fuer einen befreundeten Millionaer bauen kann..
Witziges Gerät. Ich würde selberbauen wenn ich sowas haben wollte, aber man muss halt auch sagen, dass es Menschen gibt die so eine Ausgabe tätigen ohne drüber nachzudenken. Die kaufen sowas während die Freundin in den Edelboutiquen ein mehrfaches davon ausgibt. Passt schon, billige Statussymbole wären ein Paradoxon (oder Oxymoron? Ich verwechsel das gerne...).
@borizb:


Du magst aus Deiner Sicht sogar Recht haben, wenn es um zur Schau gestellte Seriosität geht. Aber wir bedienen hier nun mal eine sehr vielschichtige Klientel, junge, alte, Laien, Fachleute, Chefs, Schüler, Bastler, Komiker... Deshalb mischen wir auch die Stile - ab und an wird eben auch ein etwas entkrampfterer Artikel dazwischen geschoben. Nicht alles eignet sich als leicht verdauliche Pausenlektüre, zugegeben. Aber ein wenig Boulevard ist nicht das Schlechteste für Leserzahlen. Denn von denen leben wir am Ende. Wenn man am Schluss alles zusammenzählt, sind es auch Dinge wie so ein Artikel oder die Fotostrecken, die haften bleiben. Ein wenig Entertainment zwischen all der furztrockenen Technik sei also gestattet
Was hingegen meine Kommentarpräsenz betrifft - ich empfinde es als Pflicht, auch auf das zu reagieren und das im Nachfeld zu betreuen, was man selbst in die Welt gesetzt hat. Das betrifft in gleichem Maße auch technische Artikel, die ich bei Bedarf sogar nach Jahren noch ergänze, falls einer den Thread wieder hoch holt. Das empfinde ich als Pflicht und es gibt sicher nicht wenige, denen ein einmal geschriebener Artikel am Arsch vorbei geht. So was ärgert einen selbst, also macht man es (aus seiner Sicht) eben besser. Natürlich lasse ich mir dann auch so ein Vergnügen wie dieses nicht entgehen. Zumal der betroffene Hersteller den Artikel kennt. Ich falle niemandem bösartig verbal in den Rücken, wenn er nicht gerade drum bettelt.
Redaktionsalltag ist gut. Ich bin (nur mal zur Info) ganz normal in der Wirtschaft tätig. Es ist ein Job, bei dem einem das Verlangen nach Kreativität, das Übertragen von Verantwortung und ein garantierter Stress vorab bereits zusammen mit dem Arbeitsvertrag kredenzt werden. Die Artikel schreibe ich nicht, weil ich zu wenig zu tun hätte, sondern weil ich in Ruhephasen nun mal nicht ruhig sitzen kann. Bei mir gibt es kaum "Alltag", jeder Tag bringt was anderes und manchmal weiß man abends nicht, was einen früh erwartet. Ich habe auch als Dozent eine Weile in der Erwachsenenbildung gearbeitet - unterm Strich zählt, was hängen bleibt, real an wieder anwendbarem Wissen vermittelt wird und natürlich auch der Spaß, den man als Konsument dabei hatte. Lieber lasse ich von 100% Inhalt mal 10% weg, bin mir aber sicher, die verbleibenden 90% hobbythekmäßig noch mit etwas Praxisbezug und Auflockerung rüber zu bringen, als stocksteif auf dem Elfenbeinturm des Wissens zu sitzen, SI-Einheiten herunter zu beten und auf Elite zu mimen. Mit der sehr realen Gefahr, dass es dann kaum noch jemand liest
Man kann es eben nicht jedem recht machen. Aber vielen. Und so lange die Leserzahlen genau das bestätigen, so lange mache ich das eben so. Wenn keiner mehr will, gehe ich eben angeln.
Ich finde die Kommentare sehr geil. Man fühlt sich wie mitten drin. Habe leider selber nicht viel Zeit für Kommentare in letzter Zeit, aber die Ergänzungen des Autors machen die Seite für mich um so spannender und attraktiver.
@Derfnam:
Heutzutage kostet ein PC offensichtlich auch 13.000€...
...zumindest würde man das in 15 Jahren vermuten können, wenn man das Teil in 'nem alten Prospekt findet