Fazit
SSDs mit SandForce-Controller sind im Testfeld am häufigsten vertreten und bleiben weiterhin die Leistungs-Referenz, die es für die Konkurrenz zu schlagen gilt. Vor diesem Hintergrund können wir speziell für die zweite Generation der SandForce-Controller eine Empfehlung aussprechen, welche die drei Testkandidaten ADATA S511, MemoRight FTM Plus und OCZ Vertex 3 einsetzen. Das Triumvirat bietet durchwegs gute Performance, belegt in der Gesamtwertung folgerichtig die vorderen Plätze und eignet sich gleichermaßen für Mainstream- wie Profi-Belange.
Ein SandForce-Etikett kommt jedoch nicht immer einer Kaufempfehlung gleich, weil nicht nur alleine der Controller über die Performance entscheidet, selbst wenn er die wichtigste Rolle dabei spielt. Der schnellste Controller bringt wenig, wenn ein Hersteller bei der Schnittstellen-Bandbreite, der Anzahl der Speicherkanäle, der Anzahl der Speicherchips pro Kanal, dem Speichertyp und dessen Speicherdichte spart. Besonders deutlich wird das bei der OCZ Agility 3, die zwar mit dem SF-2281 auf die zweite Generation der SandForce-Controller setzt, statt synchronen allerdings den langsameren asynchronen MLC-NAND-Flashspeicher einsetzt und damit nur einen Platz im hinteren Mittelfeld erreicht. Fairerweise muss man sagen, dass der Hersteller die Agility 3 ohnehin nicht als Highend-Laufwerk anpreist, sondern es selbst realistisch als Mittelklasse-SSD einstuft.
Die SandForce-SSDs kommen besonders durch ihre Datenkompression auf hohe Übertragungsgeschwindigkeiten, können aber nicht zu Topform auflaufen, wenn es wenig oder nichts zu komprimieren gibt. Wer großen Wert auf eine möglichst konstante Lese- und Schreibrate unabhängig vom Einsatzgebiet legt, wird bei der Controller-Konkurrenz schnell fündig. Hier sind die Crucial m4 und die Intel SSD 510 besonders interessant, denn sie liegen auf dem Leistungsniveau der schnellsten SandForce-Laufwerke.
Samsung landet mit seiner neuen SSD PM830 auf Anhieb einen Volltreffer und schiebt sich an der starken SandForce-Konkurrenz vorbei. In der Summe ist die PM830 ein sehr schnelles Laufwerk, doch der Test zeigt auch, dass die Performance nicht durchgängig für einen Spitzenplatz reicht. Besonders beim zufälligen Lesen und Schreiben mit hohen Queue-Tiefen fällt die SSD hinter die SandForce-Laufwerke zurück, kann dafür aber bei sequenziellem Datentransfer umso mehr glänzen.
Steht eine möglichst hohe Performance an vorderster Stelle, raten wir vom Kauf einer SSD wie der Sandisk Ultra ab, die einen SandForce-Controller der ersten Generation einsetzt. Diese Laufwerke verlieren nicht nur den Leistungsvergleich mit dem SandForce-Nachfolger, sondern auch mit anderen Controllertypen wie dem Marvell 88SS9174. Als Windows-Laufwerk einsetzt sind solche SSDs dennoch sehr schnell und für alle OS-Belange eine gute Wahl. Hinzu kommt der vergleichsweise niedrige Kaufpreis: Die Sandisk Ultra kostet trotz ihrer 240 GB Kapazität derzeit nur etwa 240 Euro.

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Hi, ich habe den kauf einer SSD ins Auge gefasst. Aufgrund der günstigen Preise habe ich mich auf die Produkte von OCZ eingeschossen die den Zusatz "Plus" tragen. Diese sollen eine Überarbeitete Version des Barefoot Controllers beinhalten. Leider findet man wenig Informationen über diese Platten. Werdet ihr sie in näherer Zukunft in eure Tests aufnehmen?
Die Platte soll bei mir zur System und Spiele Platte (240GB) werden und mir steht nur SATA II zur Verfügung.
Grüße
Cres
Ist die Crucial m4 mit 64GB genauso performant wie das 256GB Modell?
Ich frage, weil ich ein armer Student bin, der jeden Cent zweimal umdreht.
Zitat von mindkack:
"Ist die Crucial m4 mit 64GB genauso performant wie das 256GB Modell?
Ich frage, weil ich ein armer Student bin, der jeden Cent zweimal umdreht."
Hier findest du glaube ich genau wonach du suchst:
http://www.tomshardware.de/Crucial [...] 40849.html
Besten dank, jetzt haben sich viele Fragen geklärt.
Also das Fazit verstehe ich nicht ganz. Die Sandforce-Modelle sollen die Speerspitze sein und in dem Digramm der Gesamtperformance steht die Samsung vorne?
Dann schreibt ihr
http://www.ocztechnology.com/produ [...] a-iii.html
Sieht irgendwie nicht so aus. Vor allem da mit den maximal möglichen Transferraten bei maximaler Kompression geworben wird. Gerade mit dem billigen NAND liegt man real meist weit drunter, sowohl beim lesen als auch beim schreiben.
Dann schreibt ihr noch, dass der NAND bei der Agility langsam ist weil er asynchron arbeitet, das ist nicht ganz korrekt.
Richtig ist, dass es NAND mit konventionellem Legacy-Interface ist (mittlererweile SDR-NAND genannt, ähnlich wie beim DRAM)welcher asynchron arbeitet.
Aktueller schneller NAND nutzt hingegen ein DDR-Interface, welches bis zu 133 MB/s ermöglicht (statt 40 MB/s beim Legacy-NAND).
Nur arbeitet nicht jeder DDR-NAND taktsynchron. Es gibt hier 2 verschiedene Ansätze. Einmal der synchrone NAND nach ONFI 2.0 von Intel/Micron etc und einmal der Toggle-DDR-NAND von Toshiba/Samsung. Letzterer arbeitet asynchron und ist bekanntermaßen schnell. Wird ja zB in der Vertex3 MaxIOPS einegsetzt. man sollte also nicht von asynchron und synchron reden, sondern von SDR und DDR.
In den Chart tauchen die alle gar nicht so richtig auf, meinte so Platz 1 bis!
Wäre wegen der Übersicht angebracht, nur diese Benchmark Ergebnisse!