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Media Player im Test - Teil I: Geräte bis 200 Euro

Media Player im Test - Teil I: Geräte bis 200 Euro
Von , Achim Roos

Media Player bilden die Schnittstelle zwischen PC-Hardware und Unterhaltungsgeräten: Sie spielen so gut wie alle relevanten Video- und Musikformate ab, schicken Fotos an den Fernseher und bringen sogar Internet-Dienste wie YouTube auf die Mattscheibe.

Schicke neue Flachbildfernseher, die weit mehr als nur das Standard-TV-Programm und Videos aus der VHS-, DVD- oder Blu-Ray-Konserve zeigen, dürften in vielen Haushalten eher Mangelware sein. Die Rede ist von solchen Geräten, die App-gesteuert eine Online-Verbindung aufbauen können und dann etwa Surfen in sozialen Netzwerken oder Videoportalen ermöglichen oder sich Filme, Musik und Bilder per Netzwerkanschluss oder WLAN-Übertragung von heimischer Hardware holen. Sind dagegen ein Composite-Video- oder gar ein HDMI-Anschluss das höchste der Gefühle, bleiben die spannenden Inhalte außen vor und sind dann auf den PC begrenzt. Es sei denn, man behilft sich mit einem Media Player.

Ein Media Player kann sowohl mit dem Fernseher als auch dem Rechner kommunizieren und so zwischen den beiden Produktklassen vermitteln. Dazu sind die Geräte einerseits mit gängigen Audio- und Video-Anschlüssen ausgestattet und stellen zum Datenenaustausch mit PCs oder PC-typischen Speichermedien wie USB-Sticks, Speicherkarten oder externe Festplatten entsprechende Anschlüsse bereit. Teilweise verfügen sie auch über eine interne Festplatte, auf der man die Multimediadaten direkt ablegen kann. Media Player mit Netzwerkanschluss können sich darüber hinaus ins Heimnetzwerk einbinden und dort als Speicher- und Abspielstation dienen.

Auf Komfort muss man bei einem Media Player nicht verzichten, denn so wie bei einem DVD-Player oder Festplatten-Videorekorder gehört eine Fernbedienung samt ansprechendem Bildschirm-Menü zur Standardausstattung. Zudem haben sie klassischen Abspielgeräten einiges voraus, weil sie mit allen möglichen Audio-, Video-, Bild- und Containerformaten zurechtkommen – von MPEG-2 über DivX/XviD, VOB und WMV bis hin zu H.264, MPEG-4 AVC und VC1 ist so ziemlich alles wichtige mit dabei.

Reicht der Funktionsumfang der Media Player aus, um Multimedia-Hürden wie Kompatibilität, Übertragungsgeschwindigkeit und Bedienung auch in der Praxis zu nehmen? Um das herauszufinden, haben wir aktuelle Media Player ins Testlabor geschickt und sie eingehend auf ihre Alltagstauglichkeit hin untersucht. Insgesamt neun Geräte kamen so zusammen, die sich teilweise deutlich hinsichtlich Preis, Ausstattung und Leistung voneinander unterscheiden. Daher haben wir die Geräte in zwei Klassen unterteilt, um sie besser miteinander vergleichen zu können – den Anfang machen fünf Testkandidaten, die zwischen 150 und 200 Euro kosten. Lediglich der doppelt so teure Media Player von Iomega fällt etwas aus dem Rahmen. Trotzdem haben wir ihn in die erste Gruppe mit aufgenommen, da die gleiche Software einsetzt wie das LaCie-Gerät:

Der erste Schwung der Media Player im Test:

  • A.C. Ryan Veolo ACR-VE91200
  • D-Link Boxee Box DSM-380
  • Iomega TV Boxee + Network Storage
  • LaCie LaCinema PlayHD
  • Seagate GoFlex Cinema

Im zweiten Teil schauen wir uns in Durchschnitt etwas höherpreise Geräte an, die durchwegs über eine interne Festplatte verfügen und haben dafür folgende Gruppe rekrutiert:

  • Asus O!Play Gallery
  • Dune HD Max
  • Fantec 3DFHDL
  • Popcorn Hour C300

Alle 21 Kommentare anzeigen.
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  • Nessy , 6. März 2012 09:23
    Auf genau so einen Test habe ich gewartet, super! :-)
  • Nessy , 6. März 2012 09:26
    Ich noch mal ^^

    Wäre super wenn Ihr auch darauf eingehen könntet welche Formate die Kisten wirklich via SMB wiedergeben können. Das fehlt leider in sehr vielen Berichten und ist grade für NAS Benutzer sehr interessant ;-)

    Schönen Gruß & Dank
    Nessy
  • Nessy , 6. März 2012 09:33
    Mhhh, vielleicht sollte ich in Zukunft erst den Bericht ganz lesen, und dann kommentieren x) Mein Fehler ;-)

    Was mich von der Boxee abhält ist das diese nur einen 10/100Mbit/s Fast Ethernet Anschluss bietet, das ist in eurem Bericht falsch wiedergegeben, ihr gebt an das die Boxee einen Gigabit Anschluss bietet.
    Habe mich gerade eben noch einmal auf der Herstellerseite vergewissert.

    Schönen Gruß & Dank
    Nessy
  • oXe , 6. März 2012 12:07
    @Nessy
    Du kannst hier auch auf "Kommentare alternativ im Forum lesen" klicken und dann editieren ;) 
    Alter Spamer.
  • impaled , 6. März 2012 12:07
    Schön wäre auch gewesen, die Produkte von Popcorn Hour miteinzubeziehen, z.B die A-300, die in einer ähnlichen Preisklasse liegt.Sonst schöner Test und mal was anderes.
  • oXe , 6. März 2012 12:34
    Der Popcorn Hour C300 wird im zweiten Teil getestet.
  • tomnase@guest , 6. März 2012 12:39
    ich verstehe den nutzen eines media players bis heute nicht. wenn ich über diese geräte daten wiedergeben möchte brauche ich immer noch ein nas oder min einen usb stick. wenn ich einfach den pc via hdmi an meinen tv anschliesse kann ich ohne extra gerät ALLE formate wiedergeben die ich will (ohne kopieren, evtl netzwerkprobs mit nas usw). sogar in richtig schön aufgemacht mit zb dem win media center. umsonst den der pc exestiert ja eh schon.
  • weiterDenken1^@guest , 6. März 2012 13:13
    tomnase@Guestich verstehe den nutzen eines media players bis heute nicht.

    Der Geiz iss Geil Nutzer der illegale Mediadateien aus dem Netz, zieht braucht einen kostengünstigen Player der Ihm das ermöglicht ! Dazu kommt, das so ein schnuckeliger AIO-Player auch noch wenig an Energie verbraucht. Ein PC der die Ganze Zeit löppt, braucht teilweise 2/3 mehr an Energie.

    Okay man könnte sich auch einen kleinen sparsamen HTPC zusammen frimmeln, der kostet dann aber einiges mehr an Knete und muss ja ständig mit Festplatten erweitert werden bei einen Jäger und Sammler - Okay die Media-Palyer auch mit Externen ^^

    HDMI ist zwar auch eine nette Alternative, nur blöd wenn man einiges an Meter verlegen muss damit der heimische TV damit gefüttert werden kann - Kosten/Nutzen ^^

    Ein Gerät was ich mir vorstellen könnte zu Kaufen, ein BD mit 3D + Unterstützung aller gängigen Formate via ExterneHDD - Ergo eines welches den Namen A.I.O dann auch verdient ;) 

  • Frankdfgdfg@guest , 6. März 2012 13:24
    Ich dachte der WD HTDV Live wär auch ein gängiger Player auf dem Markt... den vermisse ich hier.
  • Malcom Reynolds , 6. März 2012 13:27
    die kisten haben scheinbar mechanismen zur bildaufbereitung die ein softwareplayer nicht hat. das bild wirkt auf dem TV besser über solch einen player, als wenn der TV direkt am pc hängt.
  • LG_Fan@guest , 6. März 2012 20:40
    @Malcom Reynolds

    Das kann ich bestätigen! PC direkt an den Flat-TV schockt nicht wirklich, aber den LG DP1 z.B. am TV und über den irgendeinen gerippten Film, das fetzt!
  • Kimbos , 6. März 2012 20:51
    Wie schaut das denn eigentlich mit den Playern von LG aus? Die können ja auch alle möglichen Dateiformate vom Netzwerk streamen und zusätzlich noch Blurays abspielen.
  • Mojojojo@guest , 7. März 2012 10:36
    Interessant wäre ob die USB-Anschlüsse auf ein Gerät begrenzt sind, oder sich mit einem USB-Hub erweitern lassen. Beispielsweise hat das (hier leider nicht erwähnte) WDTV live ja nur 2 USB-Anschlüsse, welche mit der Original-Firmware keine Hub-Unterstützung haben. So bleibt, nutzt man die Möglichkeit das Geräte mit einer Tastatur zu bestücken nur ein USB-Port für ein externes Medium.
    Mit Drittanbieterfirmware wie z.B. HDLXTV-Live steht einem jedoch die Hub-Unterstützung zur Verfügung ... und noch viel mehr.
  • -Iwan- , 7. März 2012 16:03
    ich nutze einen Sony Blueray-Player (ca. 90€), der über LAN diverse Videos und Musik abspielen kann
    zum streamen habe ich ein älteres Laptop mit PS3 Media Streamer und das funktioniert wunderbar
    warum soll ich erst Filme & Co. auf eine USB-HDD packen?

    und wieso verbraucht ein ausgeschaltetes Gerät 0,2W (siehe Tabelle vom D-Link)?
    entweder aus = 0W oder Standy > 0W

    PS: können die hier genannten Media-Player überhaupt mit NTFS-Partitionen umgehen oder habe ich die Info nur überlesen?
  • Nessy , 8. März 2012 09:32
    Hi,

    wann soll eigentlich Teil II kommen?

    Schönen Gruß
    Nessy
  • av2001 , 8. März 2012 10:59
    Hallo,

    den Test finde ich nicht schlecht.

    Ein Kommentar zu den Leuten hier, die den Einsatz eines Media-Players immer gleich damit in Verbindung bringen, das darüber etwas illegales abgespielt werden soll. Es gibt auch Leute die haben eine umfangreiche Sammlung an DVD’s und CD’s, so wie ich und mich nervt es unheimlich ab, wenn ich in meiner einige hundert CD’s und mittlerweile auch über 100 DVD’s umfassenden Sammlung etwas suche. Da ich auch nicht zu denen gehöre die damit protzen, das ihre Schrankwand voll mit DVD’s und CD’s steht, finde ich es angenehm, wenn man das ganze Zeug geordnet auf einem Server oder einer Festplatte lagern und vernünftig darauf zugreifen kann. Und das ganze ohne jedes Mal erst einen PC, der auch noch im Wohnzimmer stehen muss, hochzufahren. Von der Geräuschkulisse die der PC verursacht und das umständliche Handling, was den Rest der Familie nur Kopfzerbrechen bereitet mal abgesehen.

    Wie gesagt, den Test finde ich nicht schlecht, allerdings fehlt mir ein wenig Tiefgang zum Thema 3D Wiedergabe. Gerade bei dem 3D Thema gibt es ja einiges zu beachten (SbS, TaB, Frame-Packing (wie von einer 3D Blu-Ray), HDMI 1.4a, Blu-Ray 3D ISO Wiedergabe). Auch wenn es vielleicht für die Meisten im Moment noch nicht interessant ist, aber ein solches Gerät möchte man ja nicht wegschmeißen, wenn man seine HiFi und TV Ausstattung aufrüstet. Deshalb noch der Hinweis an die Redaktion sich vielleicht noch die Geräte von HiMedia, den HD900B und von Egreat den R200S mal anzuschauen, beide sind mit dem Realtek 1186 Chip ausgestattet und liegen beim Preis bei ca. 150 Euro.

    Hier einige Links zu den Geräten :
    http://www.futeko.com/products/MP00031.php
    http://www.detna.com/shop/hi-media/HIMEDIA-HD900B-3D-Full-HD-Media-Player
    http://www.himedia-tech.cn/en/product_show.php?id=27
    http://www.himedia.com.au/
    http://www.w2comp.com/detail.asp?catid=51479&subcatid=51474&pdtid=554269&private
    http://www.singingegg.com/electronics/index.php/real-3d-movie-decode-and-playback-egreat-new-3d-hd-media-player-r200s.html

  • tricipitinus , 9. März 2012 19:10
    stimme av2001 vollkommen zu.
    bei der gelegenheit auch den Fantec 3DS4600 Media Player beachten:
    http://www.fantec.de/html/de/3/artId/__1550/gid/__230090234090/searchStr/__3DS4600+/article.html
  • redmord@guest , 10. März 2012 14:50
    Bin vor genau einem Monat dieses Thema angegangen. Auch ich empfand die Boxees sehr interessant. Habe aber auch die Xbox als MediaCenter Extender probiert, was leider hinsichtlich Unterstützung und Bildqualität eine Totalkatastrophe darstellt. Am Ende lief es bei mir auf ein Lenovo Q180 mit Atom D2700, 4GB RAM, 500GB HDD, HD6450 und Win7 x64 hinaus. Kostenpunkt: 350 €
    Die HD 6450 des Q180 untersützt außerdem entspechend Bildwiederholraten wie 1080p24, 1080p25, 1080p30, 1080p50 und 1080p60.

    Aus meiner Sicht haben die Streamboxen wie die D-Link Boxe Box ein sehr gutes P/L. Doch wer etwas mehr will kommt sehr schnell in eine Preisregion (LaCie Boxee) in der ein aktueller Nettop eindeutig die bessere Wahl darstellt.

    Somit habe ich einen top Mediaplayer via XBMC, auf das Boxee basiert, und dennoch eien vollwertigen PC am TV. Man merkt es kaum, dass im winzigen Q180 ein Atom steckt. Einziges Manko: Flash-Video ist aufgrund mangelhafter Hardware-Unterstützung nicht sonderlich berauschend. Ansonsten lassen sich bis BlueRay-Images alles mit dem Gerät sauber abspielen. Für Leute, die noch mehr Fliegen mit einer Klappe schlagen wollen, gibt es den z.B. den Q180 auch mit integriertem BueRay-Laufwerk. Dann ist er allerdings nicht mehr so schön klein. :) 

    Die Lautstärke des Q180 ist für den Einsatz im Wohnzimmer erträglich. Der Lärmpegel bewegt sich ungefähre auf dem meines ThinkPads. Man hört also ein leichtes Lüftersummen.

    Größtes Manko stellt aus meiner Sicht die Bedienung bei allen Optionen dar. Ich habe für mich noch keine passende Lösung gefunden. Touchpads mag ich nicht, Trackballs ebensowenig. Mein Traum ist eine Fernbedienung ähnlich der der D-Link Boxee Box nur mit Trackpoint oder als gut funktionierende "Air Mouse" ähnlich der Wii-Remote. Außerdem ist das Durchschleifen der Fernbedienung über HDMI insgesamt noch recht mager umgesetzt, was jedoch alle Produkte betrifft, wenn man sich nicht gerade alles von einem Hersteller wie Philips holt.
  • Nessy , 12. März 2012 08:57
    Mhh, leider liest wohl keiner von TomsHardware die Kommentare.
    Der Fehler mit dem Gbit Netzwerk der Boxee ist immernoch drin, und auf die Frage nach Teil 2 wurde auch nicht reagiert.

    Schade...

  • JoergHB@guest , 31. März 2012 00:05
    Ich kann das Gerät von WD auch nur empfehlen.
    Ist klein, kostet wenig, hat ein sehr gutes Bild und mit einer Funktastatur als Ergänzung (selbst ne 20 EUR Tastatur von Lidl funktioniert wunderbar) ist auch die Suche nach Medien sekundenschnell wenn man ein NAS angeschlossen hat.
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