Schnäppchencheck: Medion Akoya P8301 D
In Medions AKOYA P8301 D steckt die bislang kleinste Variante von AMDs Sechskern-CPU Phenom II X6 mit der Modellnummer 1035T. Er ist nominell mit 2,6 GHz getaktet, erhöht seine Taktrate bei Bedarf aber automatisch auf bis zu 3,1 GHz, wenn sich mindestens drei seiner sechs Kerne im Leerlauf befinden. Mehr dazu in unserem Launch-Artikel zum Phenom II X6 1090T. Das System verfügt über 4 GB DDR3-Speicher. Als Grafiklösung dient eine ATI Radeon HD 5670, die in diesem System wohl das schwächste Glied darstellen dürfte. Sie ist DirectX-11-kompatibel, kann auf 1 GB GDDR5-Speicher zugreifen und gibt Signale per VGA, DVI-I oder HDMI aus.
Die Festplatte ist mit 1 Terabyte großzügig ausgelegt. Gigabit Ethernet bringt der Medion-PC mit, auf WLAN muss man allerdings verzichten. Insgesamt finden sich 6 USB-2.0-Ports, ein FireWire-Anschluss und zwei PS/2-Ports am Rechner. Das Gehäuse ist, typisch Medion, im Hochglanz-Look mit Chrom-Highlights gehalten. Für das Komplettsystem veranschlagt Medion 730 Euro. Spitzen wir also den Bleistift und rechnen wir nach:
Die Kernkomponenten des Systems:
| Prozessor | |
|---|---|
| Hersteller/Modell | AMD Phenom II X6 1035T |
| CPU-Takt | 2,6 - 3,1 GHz |
| Cache | Level 3 Cache 6 MB |
| Sockel | AM3 |
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| Grafikkarte/-Chip | |
|---|---|
| GPU | AMD Radeon HD 5670 |
| Speicher | 1024 MByte GDDR5 |
| Interface | PCI Express |
| Anschlüsse | VGA, DVI-I, HDMI |
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| Festplatte | |
|---|---|
| Hersteller/Modell | k.A. |
| Kapazität | 1000 GByte |
| U/Min | k.A. |
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| weitere genannte PC-Komponenten | |
|---|---|
| Arbeitsspeicher | 4 GByte DDR3 |
| optisches Laufwerk | DL-DVD-Brenner |
| Kartenleser | Multi-in-1 |
| Zubehör | Wireless Tastatur & Maus |
| Software | |
|---|---|
| Betriebssystem | Windows 7 Home Premium (OEM), 64-bit-Version |
| Office | Microsoft Works Office (60 Tage Testversion) |
| Sicherheit | McAfee Internet Security Suite |
| Sonstige | CyberLink Power2Go |
| Preisvergleich zu den Einzelkomponenten | Preis in Euro (ohne Versandkosten) | |
|---|---|---|
| Prozessor | AMD Phenom II X6 1035T | ??? (160 geschätzt) |
| Motherboard | Gigabyte GA-MA770T-UD3 | 68 |
| Grafikkarte | Radeon HD 5670 | 90 |
| Arbeitsspeicher | 4 GByte | 85 |
| Festplatte | 1000 GByte | 60 |
| Brenner | Multinorm | 17 |
| Kartenleser | 5 | |
| Gehäuse / Netzteil | Codegen Q3343-A11 silber, 460W ATX | 24 |
| Betriebssystem | Windows 7 Home Premium | 80 |
| Tastatur und Maus | Logitech OEM Deluxe 660 Cordless Desktop | 20 |
| Software | 20 | |
| SUMME | 629 |
Preise vom 19.05.2010, ermittelt durch Pricerunner und andere Preisvergleichsdienste. Ausweisung ohne Versandkosten; Software-Pakete entsprechen OEM-Produkten.
Medions Angebot scheint nicht wirklich preiswert zu sein. Das große Fragezeichen in unserer Rechnung ist natürlich der Prozessor selbst, der noch nicht gelistet ist. Da der Phenom II X6 1055T aber schon für 175 Euro zu finden ist, darf man von einem geringeren Preis ausgehen - wir haben 160 Euro angesetzt. Im Eigenbau unterbietet man das Komplettsystem bei cleverer Komponentenauswahl um etwa 100 Euro. Das ließe auch Luft für eine bessere Grafikkarte wie eine Radeon HD 5770, denn die HD 5670 will nicht so recht zum Hexa-Core passen.
Selbst wenn man die Versandkosten für die Einzelteile, die Arbeitszeit für den Zusammenbau, und die beigelegte Software berücksichtigt, kommt man im Selbstbau besser weg. Allein die 2-jährige Garantie könnte für das Medion-Produkt sprechen. Außerdem ist der Fertig-PC nach dem Auspacken sofort einsatzbereit. Als Schnäppchen kann man den Medion AKOYA P8301 D aber nicht gelten lassen.
- Pro
- Contra
- CPU mit 6 Kernen
- noch ausreichend schnelle DX-11-Grafikkarte
- kein Blu-Ray-Laufwerk
- kein WLAN
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Wenn man ein qualitativ gleichwertiges Produkt haben möchte, kommt man vermutlich mit weniger aus. Das von dir gewählte Board ist um ein vielfaches besser als das verbaute OEM Teil. Nur beim Gehäuse + NT werde vermutlich alle und auch ich wieder zu meckern haben..Es ist klar, dass Medion nicht die besten Materialien verbaut aber das einzige Medion Gehäuse was ich bisher auseinandergenommen hatte war qualitativ mindestens auf dem Stand meines Lancool K58. Kein Alu, dafür aber stabiler Stahl und insgesamt eine robuste Bauweise.
Und Netzteiltechnisch verbaut Medion bestimmt Forton oder? Fotn ist zwar für den Endkunden kein Begriff aber sie sind meines Wissens nach ein sehr Großer Hersteller für OEM Netzteile. Und die Teile sind wohl nicht schlecht.
Es ist klar, dass Medion die Teile billig einkauft, aber wenn ihr nach dem Prinzip arbeitet, müsstet ihr es für alles anwenden. Medion bekommt wohl kaum die CPU für 160, 100 wären da eher angebracht. Also entweder oder, aber so taugt der Vergleich leider nicht allzuviel. Rehcnet doch einfach mal ein gutes Forton NT kostet bestimmt an die 40 Euro + 30-40 Euro Gehäuse dürfte ungefär hinkommen.
Was für mich auf jeden Fall gegen den Medion spricht ist das Board! Ich habe bei meiner Freundin den Prozessor tauschen wollen (Sockel 775) und das Board war ein ASUS. Bei ASUS gab es problemlos ein BIOS Update. Da würde der Prozessor laufen, das ASUS-MEDION Board war nicht zu flashen. Bei Medion nachgefragt hiess es nur lapidar: Der Rechner ist so ausgeliefert worden und er läuft ja, kein BIOS Update... Mehr wurde mir nicht gesagt.
Das alleine reicht mir schon um MEDION den Rücken zu kehren. Wir haben das Board dann rausgeschmissen und gegen ein neues getauscht. Nun läuft alles wie es soll... Auch mit zukünftigen BIOS-Updates...
Was die Frage aufwirft: Wie verhält sich das jetzt bei MEDION? Die 6-Cores sind ja noch jung und da wird mit Sicherheit noch drann gewerkelt. Was passiert dann? "Der Rechner läuft ja so" wäre eine tolle Aussage...
Ist Siggy krank?
@bigreval: Medion will schliesslich, dass nach Ablauf der 2-3jährigen Garantie die Kiste kaputt geht, bzw. eine neue gekauft werden muss. Da wird kein Prozessornachrüsten betrieben :-)
Schade, dass die Kiste recht unausgewogen ist:
- Für Filme und Co fehlen BluRay und TV-Karte
- Fürs Spielen ist die Grafikkarte unterdimensioniert...eine stärkere wird wohl nicht passen, weil das NT vermutlich schon an der Grenze ist
- Für reines Offices sind 6 Kerne noch unsinn...
- Für Videobearbeitung und so wäre das Ding vielleicht ok, aber da schaut der Benutzer eher nach Workstations oder baut die Kiste gleich selber.
Fazit: Die Kiste hat keine Zielgruppe und genau darum wird sie gekauft! Oder so ähnlich:-)
Ansonsten: Schön, dass auch mal AMD verbaut wird...
@ bigreval: das gilt ja für alle diese Fertigkisten, nicht nur für Medions.

@ crazymath: Die Zielgruppe wird ja mit einer Schrotflinte ermittelt, da trifft man schon irgendwen irgendwie irgendwo. Irgendwann, um Nenas Songtitel zu vervollständigen
Kann euch nur zustimmen, wie üblich, ist auch diese Kiste für keinen Einsatzzweck optimiert.
Schön zu sehen ist aber, dass immer mehr AMD Prozessoren in Fertig-PCs verbaut werden.
Seit Intel wegen der Verträge mit Hänldern, die den Verkauf von AMD Produkten verbieten angeklagt wurde und sich mit AMD geeinigt hat, scheint es mir als sieht man tatsächlich immer mehr AMD Kisten.
Habt ihr auch diesen Eindruck?
Danke an Benny für diesen vergleichsweise qualitativ hochwertigen Schnäppchencheck.
Ich stimme mit der allgmeinen Kritik überein, diese Compo ist unausgewogen. Der Hexa und die 1GB GDDR5 sind wohl die Verkaufs"argumente". Wie so oft, Fertigteilkisten mit 2 Hinguckern und ca. 10 Nullnummern in Sachen Hardware...
Die Produkte können noch so gut sein, solange der Support nicht deutlich besser wird, werde ich keine Medionprodukt
Man beachte zudem den Support - ich habe mit einem Notebook von Medion grausige Erfahrungen gemacht. 3 Raparaturversuche, kein Ergebnis. Das schlimme daran war, dass ich den Fehler nach nicht einmal 1 Minute wieder reproduzieren konnte. D.h. auspacken und nach einer Minute wieder einpacken - Neuer Versuch. Das Problem lag meiner Meinung nach bei der Grafik oder dem Board (Rechner froh ein, wenn Grafikleistung gefordert war - Majong reichte aber schon) - man hat aber zuerst die Festplatte getauscht. Die war aber in Ordnung, das hatte ich mit mehreren Tools getestet.
Es wurde mir mündlich bestätigt, dass der Support und die Werkstatt keinerlei Kontakt haben. Kommunikation in dieser Richtung findet nicht statt. Die repapieren nach dem Fehlercode, der aber wohl nicht immer eindeutig ist. Na ja, Geld kam dann zurück, nachdem man mit dem BGB droht. Medion kommt in nächster Zeit nicht wieder in Frage.