Test: MicroATX-Boards mit integrierter Grafik

Elitegroup G33T-M2

G33 motherboard ecs

Das erste Motherboard im Test ist das G33T-M2 von ECS (Elitegroup Computer Systems). Beim Besuch der ECS-Website stießen wir gleich auf der ersten Seite auf Werbung für dieses Modell – angepriesen wurde vor allem das “Design for Ultra Slim Multimedia Systems”. Großartig – genau das, wonach wir gesucht hatten. Allerdings war die Suche nach diesem Board in der Produktpalette von ECS noch ein erfolgloses Unterfangen.

Das G33T-M2 tritt im Vergleich zu den anderen beiden Produkten eher als schlichter Zeitgenosse auf, da es so gänzlich ohne zahlreiche On-Board Add-Ons daherkommt. Dennoch ist das Motherboard für zusätzliche SATA-Ports und einen Firewire Controller ausgelegt. Da das Board alle wichtigen Chipsatz-Eigenschaften wie z.B. einen x16 PCI Express-Anschluss für eine spätere Aufrüstung der Grafikkarte unterstützt, über einen zusätzlichen PCI Express-Steckplatz und zwei 32 Bit PCI-Slots für Erweiterungskarten verfügt, vier DDR2 DIMM Sockel und einen Stecker für einen System-Lüfter als Ergänzung zum CPU-Lüfteranschluss bietet, kann guten Gewissens behauptet werden, dass ECS hier zumindest nicht am falschen Ende gespart hat. Mit der Basis-Southbridge ICH9 sind vier SATA/300-Anschlüsse vorhanden. ICH9DH bzw. ICH9R unterstützen dagegen sechs SATA-Anschlüsse, worauf das Motherboard auch ausgerichtet wurde. Großkunden können bei ECS sicherlich ihre Wünsche äußern.

Zwar hat ECS sein Board mit zusätzlichen Bauteilen wie Firewire und weiteren SATA-Anschlüssen im Hinterkopf entworfen, allerdings lag das Hauptaugenmerk darauf, genau das anzubieten, was wirklich notwendig ist. Dabei wurden parallele Ports offensichtlich als entbehrlich eingestuft, was bei Rechnern für den Heimgebrauch üblichweise der Fall ist. Und auch wenn es ein Schritt in die richtige Richtung ist, so lässt sich schon darüber streiten, dass absolut gar kein ATA/100 Controller dabei ist. Gerade bei preiswerten optischen Laufwerken ist die Verwendung von klassischen UltraATA-Schnittstellen nach wie vor die Regel. Beim G33T-M2 müsen Sie eben nach SATA-Laufwerken Ausschau halten. Durch ganze 12 USB-2.0-Anschlüsse könnten Sie allerdings auch in Erwägung ziehen, ein externes optisches Laufwerk zu verwenden. Die Drei-Phasen-Spannungsregler können alle populären Intel-Prozessoren unterstützen – den Core 2 Quad Q6600 eingeschlossen. Allerdings raten wir von der Verwendung der 130 W Extreme Edition Quad Cores hingegen ab.

Bei diesem Motherboard handelt es sich nicht um einen Übertaktungsmeister. Sie können zwar die Taktungsgeschwindigkeit des Systems im Bereich von 200 bis 510 MHz erhöhen, haben allerdings keinerlei Möglichkeiten, die Prozessor- oder Chipsatz-Spannung anzuheben. Immerhin erhalten Sie zumindest ein Feature zur Anpassung des Speicher-Spannung. Diese Funktion ist selbst bei geringer Übertaktung des Systems bereits nützlich, da bei Beschleunigung des Front Side Bus auch die Taktungsgeschwindigkeit des Speichers in gleichem Verhältnis mitwächst. Nur mit ausreichender Versorgungsspannung arbeitet der Hauptspeicher zuverlässig.

Wenn man bei der Herstellung eines soliden, wenn gleich sehr einfachen Motherboards all die Bauteile weglässt, die nicht unbedingt erforderlich sind, hat das nach unserer Erfahrung durchaus positive Auswirkungen auf den Strombedarf. Denn während die beiden anderen Motherboards von MSI und Gigabyte im Ruhezustand des Systems 83 W bzw. 88 W benötigen, so kam das ECS G33T-M2 bei unserem Multimeter und mit Pentium Dual Core E2160 Prozessor mit lediglich 76 W aus. Sollten Sie also nach einem stromsparenden Motherboard suchen ist das ECS-Modell eine gute Wahl. Hinzu kommt, dass es eine seriellen Anschluss bietet, was bei den beiden anderen Produkten nicht der Fall ist.

G33 motherboard ecs

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4 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Voyager
    "Der G33-Chipsatz ist aufgrund seiner DirectX9.0c-Konformität gut dafür geeignet, die aufgemotzten Windows Vista 3D-Darstellung “Aeroglass” auszuführen."
    Aufgemotzt !? Habt ihr Fachleute euch je schon gefragt aus welchem Grund Aero dx9.0c benötigt ? Nein ? Dachte ichs mir doch.
    Aero ist eine auf dem dx9.0 Befehlssatz basierende vektordarstellung der Oberfläche die dadurch auch hauptsächlich durch die Grafikkarte berechnet werden kann und unabhängig von CPU Leistungsschwankungen/beanspruchungen immer gleichbleibend flüssig dargestellt wird.
    Aero ist nicht nur das bunte und der glasige Rand .
    und nein, der PC benötigt da auch keine Zusatzmengen von Energie , immerhin benötigt Intel GMA950 nur ein paar W zum fuktionieren und Aero läuft damit genauso flüssig wie mit einer Highend Karte.

    Eure Vista-Aversionen finde ich "aufgemotzt" ;)
  • dnsk
    Danke Voyager für den kleinen Windows, DirectX exkurs...
  • Executer
    Weiß jemand wies um die Übertaktbarkeit der Boards steht? Ich habe nämlich ein Asus P5B-VM samt E6300 und bin sehr enttäuscht, das ich Mainboardbedingt nicht über FS319 hinauskomme, da is meine Wakü noch komplett unterfordert :(
  • Kandango
    Tja, wenn man jetzt noch genau recherchiert hätte...
    Das Gigabyte besitzt zwar einen PCIe aber unterstützt hier leider nur 4 Lanes.
    Somit ist nicht jede Grafikkarte kompatibel.
    Eine Liste mit kompatiblen GraKas gibt es auf der Website oder im Handbuch.
    Laut Handbuch läßt sich im Bios eine GraKa im PCI Slot als erster Monitorausgang einstellen und der Onboard VGA zusätzlich einschalten.
    Somit ist es möglich, mit einer entsprechenden Karte mit 2 DVIs, 2 TFTs zu betreiben und an der Onboard Grafik noch einen zusätzlichen Monitor.
    Ob dieser dann auch digital angesteuert werden kann, entzieht sich meiner Kenntnis. Laut Hotline ja, aber trauschauwem.
    Technisch möglich könnte ja sein, wenn nur 4 Lanes zum PCIe gehen, wäre ja noch Platz.
    Das wäre dann ja der Hit, TFT1 im Internet, TFT2 die Sportschau sehen und über den HDMI den LCD Fehrnseher mit einer DVD versorgen, Herz was willst Du mehr.