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Minis sind wieder in: 8 MicroATX-Gehäuse im Test

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MicroATX (Mitte) ist fast 50 Prozent kleiner als ein Midi-Tower (rechts) und bietet fast doppelt soviel Platz wie ein Barebone (links)

Es gibt verschiedene Wege, sich seinen Traum-Computer zu beschaffen. Der wohl einfachste ist, man geht in einem Laden und lässt sich den Computer nach seinen eigenen Wünschen zusammenstellen. Das kann jedoch sehr schnell ins Geld gehen. Ein zweiter Weg ist, man kauft sich alle Einzelteile und schraubt die Kiste in mühsamer Kleinarbeit zusammen. Eine weitere Möglichkeit ist, dass man sich einen Barebone zulegt. Der besteht schon aus vielen PC-Komponenten, wie Motherboard, Netzteil und vereinzelt noch andere PC-Goodies. Einen Barebone bekommt man nicht in Einzelteilen, sondern Motherboard und Netzteil sind schon eingebaut und miteinander verkabelt. Aber nicht immer ist ein Barebone die richtige Wahl, denn nur wenige Komponenten lassen unterbringen. Enthusiasten kennen auch das Hitzeproblem bei rechenintensiven Anwendungen. Eine Alternative bieten MicroATX-Gehäuse. Diese sind nicht wesentlich größer, dafür passt aber mehr Hardware hinein. In den meisten Modellen befindet sich Platz für mehrere 5,25-Zoll- und 3,25-Zoll-Laufwerke. Auch beim Motherboard hat man eine größere Auswahl an Modellen - diese verfügen in der Regel über drei PCI- und einen AGP-Steckplatz. Durch die geringeren Abmessungen ist MicroATX prädestiniert für Multimedia-PCs, die klein und dennoch flexibel sein müssen.

Der direkte Vergleich von Barebone- und MicroATX-Motherboards zeigt, dass bei ersteren maximal zwei Steckplätze zu finden sind. Diese beschränken sich meist auf AGP und PCI. In letzter Zeit kam noch die PCI-Express
- Schnittstelle hinzu. Bei MicroATX-Platinen sind hingegen mehr Steckplätze vorhanden, die den Ausbau individueller gestallten lassen. Je nach Hersteller und Modell kann die Anzahl der Erweiterungsmöglichkeiten variieren. Selbst Boards für den neuen Pentium-4-Sockel 775 und Intels neusten Chipsatz 925X sind schon auf dem Markt siehe Übersicht zu finden.

Für den Athlon 64 oder dem Sempron-Prozessor (ex-Athlon XP) sind die Alternativen spärlicher gesät. Nur wenige Modelle unterstützten das neue Zugpferd von AMD. Einige Motherboard-Hersteller wie zum Beispiel MSI bieten auch noch Motherboards an, auf denen sich ein ISA-Steckplatz befindet. Aber der Trend zeigt deutlich, dass diese Schnittstelle schon zum alten Eisen gehört. Das gilt auch für AMR oder CNR, die keine Rolle mehr spielen. PCI Express ist die Zukunft.

Einfache Kostenrechnung: Neben dem Gehäuse inklusive Netzteil, welches mit etwa 75 Euro zu Buche schlägt, benötigt man noch ein Motherboard, was bis zu 100 Euro kostet. Für einen guten CPU-Lüfter muss man nochmals 20 Euro auf den Tisch legen. Zusammen ergibt das nicht nur viele Einzeiteile sondern auch viel Arbeit bei der Montage der Hardware. Dafür bekommt man aber auch schon ein fast fertiges Barebone. Und die Montage beschränkt sich lediglich auf das Notwenigste wie das Einbauen von CPU, Speicher und Laufwerke. Beim Mini-PC im Eigenbau muss man schon mit mehreren Handgriffen rechnen.

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