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2.0 Audio-Test: Microlab Solo-15 und der Einstieg in die Mittelklasse

2.0 Audio-Test: Microlab Solo-15 und der Einstieg in die Mittelklasse
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Das B-77 für 60 Euro konnte uns im Test nicht wirklich überzeugen, deshalb legen wir 40 Euro drauf und testen erneut ein Microlab-Produkt als 2.0-System. Schnuppert man damit endlich an der unteren Mittelklasse oder ist es dann doch mehr Schein als Sein?

Das B-77 von Microlab hatte ich ja bereits unlängst in unserem Roundup mit fünf Audiosystemen getestet, wobei mich das Ergebnis nicht wirklich vom Hocker gehauen hat. Da es sich jedoch schon um ein etwas älteres System handelt, bin ich auch so fair und teste ein aktuelleres 2.0-System nach, das mich in Form des Solo-15 erreicht hat. Man bewegt sich hierbei natürlich statt im 60-Euro- nunmehr im 100-Euro-Bereich, wobei man unter 100 Euro wirklich kaum Klangwunder erwarten darf. Ich bin jedenfalls gespannt, ob Microlab mit dem Solo-15 im Vergleich nicht nur einen winzigen Quantensprung, sondern vielleicht einen richtigen Warpsprung in eine andere Klang-Galaxie geschafft hat. Natürlich bewegt man sich bei 100 Euro Einstiegspreis immer noch nicht in der richtigen Mittelklasse, aber ein wenig an ihr kratzen könnte man damit eigentlich schon. Ich lasse mich überraschen und verweise zunächst erst einmal auf die Herstellerangaben zum Gerät.

Technische Daten im Überblick
Typ
2.0 System, aktive 2-Wege Bassreflexboxen
Ausgangsleistung
2x 40 Watt RMS (bei <0.3% Klirrfaktor bei 1 Watt und 1 KHz, Herstellerangabe)
Verstärkertyp
Integrierter Verstärker
Frequenzbereich
40 Hz bis 20 kHz
Fremdspannungsabstand
70 dB
Übersprechen
50 dB
Abmessungen Lautsprecherbox
31,5 cm (Höhe) x 16,8 cm (Breite)  x 23,8 cm (Tiefe)
Material
MDF, beschichtete Oberfläche 
Front aus Kunststoff, nicht abnehmbar
Treiber
25,4 mm Hochtöner
13,3 mm Mittel-Tiefton-Chassis
Eingänge
2x RCA L/R (Chinch), nicht umschaltbar
Ausgänge
keine
Zubehör
- Lautsprecherkabel (nicht verzinnt)
- 1,5 m Cinch-Kabel (RCA to RCA)
- Handbuch
Leistungsaufnahme
Idle: 10,1 W
Vollast: ca. 82 Watt
Schutzschaltungen
Keine
Netzspannung
230V, 50/60Hz
Preis
ca. 100 Euro

  

Im Gegensatz zum B-77 merkt man bereits jetzt, dass der Preis wohl eher zum Produkt passt. Anders ausgedrückt: Man erhält auch auf dem Papier im Verhältnis durchaus mehr fürs Geld. Ob sich dieser Trend dann in der Praxis fortsetzt, muss dann der Test beweisen. Vorab kritisieren muss ich aber den unverhältnismäßig hohen Verbrauch im Leerlauf, denn die gemessenen 10.1 Watt sind heute eigentlich nicht mehr zeitgemäß. Auch ein dezenter Netzbrumm ist noch hörbar, wenn man das Ohr direkt vor die Lautsprecher hält. Das Grundrauschen ist hingegen bei geschlossenem Kanal kein Thema.

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  • Big-K , 23. Januar 2013 16:14
    Danke für den tollen Test. Es war schon aufwendig das alles zu lesen, aber will mir gar net vorstellen wie lang du zum erstellen gebraucht hast. Würde mein System auch gern mal so testen. Was kostet denn so ein Micro?
    Interessieren würde mich noch als Vergleich ein richtig Hochwertiges (HiFi) System.
  • FormatC , 23. Januar 2013 17:23
    Naja, je nach Qualität und Angebot, musst Du neu zwischen ca. 200 und 500 Euro einplanen, nach oben hin völliog offen. Ich habe meins im Fachhandel gebraucht recht günstig bekommen. Glücksfall :) 

    Ein Hifi-System ist nicht gepant (ich werde meine Anlage bestimmt nicht nochmal durch die Gegend wuchten und es gibt HiFi-Seiten, die das besser können als ich), aber ich teste demnächst u.a. das X300A von KEF, das setzt sicher auch Maßstäbe :) 
  • stevez , 24. Januar 2013 00:10
    danke :)  ich freue mich auf den Test vom Wavemaster Two!
  • Matthias Roither , 29. Januar 2013 20:53
    ...vielen Dank für den ausführlichen Test...!!! Ich bin seit Dezember 2012 nunmehr auch stolzer Besitzer des Microlab Solo 15 Systems und muß ehrlich sagen das meine Begeisterung darüber fast keine Grenzen kennt. Ich bin als professioneller Violinist extrem kritisch was die autentische Wiedergabe besonders im Hochtonbereich und trocken abzeichnender Bässe anbelangt und sehr häufig beruflich in renommierten Aufnahmestudios unterwegs und kenne die Referenzklangbilder bestens.Die von mir für den Schreibtisch ursprünglich vorgesehene und endlos probegehörten Nubert nuPro A-20 kamen für ihr Geld (ca 300 €) schon bald nicht mehr in Frage ( sie wirkten irgendwie pappig fremd) und ebenfalls Teufels und Edifiers 2.0 Systeme erreichten mein Ohr seltsam syntetisch und unreal,allerdings in Ausstellungsräumen gehört.Ich fing an unzufrieden im Netz nach Testergenissen zu suchen und stieß so auf Microlab B 77 und Solo 15 Tests. Ich kannte diese Namen überhaupt nicht und entschloß mich durch die erlittenen Erfahrungen zu einem Internetspontankauf,da diese Lautsprecher nirgends öffentlich anzutreffen waren,mich vollkommen auf die hervorragenden Besprechungen verlassend,die allesamt sehr positiv ausgefallen waren. D.h.ich kaufte quasi die Katze im Sack,was überhaupt nicht zu mir und zur Situation passte....lange Rede kurzer Sinn,dieser Kauf hat sich wirklich gelohnt und schlussendlich für 93,60 inkl.Versand schien mir das Risiko so richtig daneben zu hauen doch recht gering.Was ich nun erleben darf ist ein Klangergebnis das sehr gut die Qualität der eigentlichen Aufnahme erkennen läßt und an leisen sowie lauten stellen sehr spannungsreich und lebendig abzeichnet( vorrangig Klassik und Filmmusik..!).Zu den beschriebenen Empfindlichkeiten der Front muß es übrigens überhaupt nicht kommen, denn 1.gibt es keinen wirklichen Grund die Lautsprecher im Frontbereich überhaupt berühren zu müssen,sie lassen sich hervorarragend an den Seiten greifen und einrichten und 2.die Verunreinigungsgefahr durch Staub kann ich bis jetzt überhaupt nicht feststellen und 3.Kratzer können auch wohl auch nur dann entstehen wenn man damit vorsätzlich etwas anderes macht als Musik hören...!...und das kann man damit wirklich exellent...!!!
  • FormatC , 29. Januar 2013 21:07
    Für knapp 100 Euro ist das Solo-15 echt ok, aber sogar ein kleineres nuPro A-10 ist dann doch klanglich eine Welt für sich. Zur Ehrenrettung muss man allerdings sagen, dass sich die Nuberts an einfachen Soundkarten oder dem Onboard-Sound kaum besser schlagen, als eben ein so 100-Euro-System. Schließ die Teile mal digital oder an eine richtig gute Soundkarte an und teste auch etwas höhere Pegel, dann hörst Du den Unterschied durchaus. Der A-20 wird gern als Nahfeldmonitor genutzt und das sicher mit gutem Grund, denn ich finde die beiden Nuberts auch echt genial ;) 

    Wie gesagt, für 100 Euro kann man mit dem Solo-15 perfekt leben, aber die passive Weiche, der Netzteilbrumm und der Einbruch in der Nähe des Kammertones schließen das System für mich aus dem aktuellen HiFi-Level wirklich aus. Alles keine Katastrophen und bei 100 Euro jederzeit verschmerzbar :) 

  • Marauder , 31. Januar 2013 14:55
    Bei 2.0 wären noch die kleinen Teufel B 20 interessant.

    Verarbeitung ist sehr gut... nur das Klinkenkabel zur Soundkarte wirkt etwas dünn/billig. Hab ich durch ein besser geschirmtes ausgetauscht, da sich das Kabel bei mir zusammen mit vielen anderen potentiellen Störquellen durch nen Kabelkanal zwängen muss.

    Sound ist für die doch noch recht schreibtischtaugliche Boxengröße überraschend Kräftig - auch im Bassbereich (wenn man wie ich keine physikalisch unmöglichen Tiefbasswunder erwartet).

    Die B 20 Erfüllen bei mir ihren Zweck, meinen Sitzplatz bei Spielen oder Youtube zu beschallen 110%.