»Schnellste« SSDs von Micron
Die nach eigenen Angaben schnellsten SSDs kündigt Micron an. Die »RealSSD C300«-Modellreihe soll es auf eine durchschnittliche Lesegeschwindigkeit von 355 MByte/s bringen.
Micron verpasst seinen RealSSDs eine 6-GBit-SATA-Schnittstelle. Damit und durch den Einsatz von NAND-Flashspeichern mit 34 Nanometer-Struktur nach ONFI-Standard (Open Nand Flash Interface) soll eine durchschnittliche Lesegeschwindigkeit von 355 MByte pro Sekunde möglich sein.
Die SSDs sollen im 1,8- und im 2,5-Zoll-Format auf den Markt kommen. Micron plant Kapazitäten von 128 und 256 GByte, mögliche Endkunden-Preise wurden noch nicht genannt. Die Massenfertigung soll im ersten Quartal 2010 starten. Die Geschwindigkeit der RealSSDs demonstriert Micron mit diversen Videos auf seiner Medien-Seite.
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Die schnellste Sata SSD vielleicht, die schnellsten von Normalkonsumenten kaufbaren SSD liegen bei ca 1,5GByte.
Also alles in allem kein Durchbruch, oder besonders erwähnenswertes Novum, da SSD Problemlos jede Sataschnittstelle sprengen können.
Da ist wirklich das interessanteste, nicht etwa die übertragungsrate, sondern das 6-GBit-SATA.
Micron gibt weder, an ob es sich um Mlc oder Slc Flash handelt, noch welche Preisregionen die Firma mit der C300 anvisiert. Handelt es sich um SLC Speicher, sind die Performance Werte gut bis ausgesprochen gut. Handelt es sich dagegen um MLC Speicher, dann begründet die C300 eine neue SSD Generation. Dann zeigt Micron der Konkurrenz tatsächlich wo der Hammer hängt, und zwar nicht zu knapp.
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Fragt sich halt immer noch wo die SSD preislich angesiedelt ist. Micron stellt sie ja einer Postville gegenüber. Das lässt hoffen, aber abwarten
@Peppito
Deine Beschreibung entspricht in etwa der Gegenüberstellung einer Raptor gegen einen Raid von 4(oder mehr) Samsung F3, aus welcher man dann schließlich resuemiert, dass die Velo überhaupt nicht aus der Masse hervorstechen würde.
Es geht ja nicht darum mehrere SSD´s auf einer PCIe Karte als Raid zusammenzuschließen, es geht um die Performance die ein einzelner Controller liefert. Und offensichtlich hat Micron da seine Hausaufgaben gemacht.
Das ist natürlich nicht alles. Schon die nächsten Fragen wenden sich an das Trim verhalten der C300, an ihre Langlebigkeit und Zuverlässigkeit. Alles Fragen auf deren Beantwortung wir wohl noch etwas warten müssen...
6 gbit sata klingt nett
aber die Platte an sich naja und wahrscheinlich noch arsch teuer
Es handelt sich um eine MLC!
Quelle: http://download.micron.com/pdf/fly [...] _flyer.pdf
gestern bei CB, heute schon bei THG -.-
Stand heute auch auf Heise: MLC.

Ich bin gespannt, was die neuen SSDs bringen. Dabei spielt es für mich dann auch keine Rolle, falls SATA 3Gbit dann limitieren sollte. 300MB/s sind mehr als genug, mir sind die IO-Raten wesentlich wichtiger. Hoffentlich hat Micron eine wirklich gute SSD gebaut und nicht nur für Computerbild-Leser die Transferraten optimiert.
Das nächste Jahr wird interessant, was SSDs betrifft.
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@Peppito: Zwischen einer PCIe-Steckkarte und einer SSD mit SATA-Anschluß liegen Welten. Daher ist das hier doch eine Meldung wert.
Das hoffe ich auch
hm, wann wohl eine 3,5" SLC Platte kommen wird?
@Philippe
Warum sollte eine 3,5 Zoll kommen?
Danke der SSD Technik ist man ja nicht unbedingt auf den Formfaktor angewiesen, ob 2,5 Zoll 3,5 Zoll oder 5 1/4 ist im Moment ja egal da die Chips eh nicht so viel Platz wegnehmen. Wäre doch nett wenn sich 2,5 Zoll auch im Desktopbereich durchsetzt. Mit den Richtigen Gehäusen kann man dann sicher etwas nettes aus dem Gewonnenen Platz machen.
@ Der Ghostrider
Hmm ob Vergleiche zwischen PCI-E und normalen Sata SSD Platten ausschließen soll....
Ich weiß es nicht.
Natürlich sind die Pci-E Platten nichts anderes als ein Raidcontroler mit darauf verbauten SSD im Raidbetrieb.
Allerdings laufen die Sata intern ja auch in einer Art "Raid", also die einzelnen Speichersteine werden in einem "Raid 0" ähnlichen Verbund angesprochen, wenn man es einmal etwas vereinfacht ausdrückt.
Somit stehen SSD nach oben Hin kaum Grenzen in der Übertragungsrate im Weg, anders als bei den Mechanischen Verwandten wo die Grenzen der Mechanik die Grenzen zwischen Sinn und Unsinn eines Raid 0 schnell verschwimmen lassen.
Tja, wenn du aber mehrere C300 in einem Raid 0 Verbund zusammenschließt, dann kannst du wieder von einem 30%tigem Leistungsvorteil gegenüber einem Intel Raid ausgehen. Gleichzeitig verwischt der Raidverbund aber auch dein Ergebnis. Deshalb macht es schon Sinn, die Vergleiche mit dem einzelnen Controller zu beginnen. Es ist einfacher und prazieser.
), welche die nur teilweise beschriebenen Zellen ermittelt und diese zusammenführt um Platz zu sparen. Darauf setzt sich der Trimmbefehl, der die zwar beschriebenen aber als gelöscht geltenden Zellen dem SSD Controller mitteilt, so das dieser sie entsorgen kann.
Was die internen Schaltungen betreffen, ist das der Grund weshalb es mich ganz und gar nicht wundert, dass ausnahmslos allen Herstellern von SSD´s kleine und große Maleure unterlaufen sind, weil:
Flashzellen haben eine Paritätsbit. Darauf setzt sich eine Schaltung, die fehlerhafte Zellen ermittelt und durch Reservezellen ersetzt. Darauf setzt sich der interne Raid, der 4 oder 8 Chips zu einem Raid 0 verbindet. Darauf setzt sich die Garbage Collectiont(CG, wortwörtlich übersetzt: die Müllabfuhr
Die wiederum äußerst komplexe Cash logik mal außen vor gelassen, sind das schon so viele Schichten, da muss einfach irgend etwas schief gehen bei den noch jungen SSD Produkten.
Wobei ich mir bei Intel gar nicht sicher binn, ob es tatsächlich ein Raid 0 ist. Ein interner Raid 5 etwa, würde die schwächere liniare Schreibperformance der Postville sehr einleuchtend erklären. Aber wie gesagt; würde, denn die Hersteller halten sich ja sehr bedeckt, was die Verdrahtung ihrer SSD´s angeht.
@jokerman
Hast Du schon mal eine Raptor gegen ein Raid von 2 oder 4Platten antreten lassen?
Wenn ja, dann müsstest Du deutlich gemerkt haben, das die Raptor sehr deutlich gegenüber dem Raid hervorsticht, und zwar in der Zugriffszeit.
Da ist Dein Raid einfach mehr als spürbar chancenlos!!!
Bei den Transferraten kann Sie natürlich nicht mithalten, aber typischerweise wird man eher durch lahme Zugriffszeiten ausgebremst als durch zu langsame Transferraten. Das ist natürlich sehr abhängig vom Betriebssystem und Anwendung.
Deshalb vorsicht mit solch allgemeinen Aussagen.
(Ich habe übrigens alte und neue Raptoren, die "alte" 150er ist schon deutlich flotter gegenüber normalen 7200er Platten, aber die "neuen" 300er sind nochmals deutlich flotter als die alten Raptoren), mal Videoschnitt und hantieren von sehr großen Dateien ausgenommen, merkt man das praktisch immer deutlich.
Schade, hab jetzt schon eine Postville 160GB bestellt, aber als nächste SSD sollte ich mir wohl die C300 im Hinterkopf halten, vorausgesetzt die ist nicht nur auf sequientiell so schnell, denn das ist für mich relativ uninteressant, solange es keine SSD ab 750GB gibt die mit gutem P7L auch als Datengrab einsetzbar sind
Bis SSDs als Videodatenbank im Privatbereich eingesetzt werden werden mit Sicherheit noch einige jahre vergehen. :-D
Und bis dahin kann mit einem Mix sehr gut leben.
32GB SSD sind halbwegs erschwinglich und als Systemplatte genau richtig (geringe Zugriffszeiten, wenig Schreibanteil).
Ein Raid für die Videodaten, da ist Sequentielle Transferrate gefragt (Zugriffszeiten spielen da nicht so eine große Rolle).
Und erst mal sehen, wie lange die heutige Generation SSDs überhaupt "überlebt". WearLeveling hin oder her, ich trau dem Ganzen irgendwie noch nicht so ganz. Die Zeit wird Gewissheit bringen. Vielleicht fängt ja in 2 Jahren das große SSD-Sterben derzeitiger SSDs an, dann wars wirklich ein teuerer Spaß... .
Zumal auch die Festplattentechnik nicht auf der Stelle steht, vielmehr noch einige nette Weiterentwicklungen anstehen, welche die Kapazität weiter steigern und die Preise purzeln lassen werden. HD Filme mit 20 GByte und mehr besorgen dann den Rest :-).
À la: Samsung Interview
@joekerman
Das einzige was die Intel MLC SSD's bei den Schreibraten beschränkt ist
Intel selbst.
Denn man will ja noch teuren SLC SSD's verkaufen, die ansonsten bis auf die Haltbarkeit nur wenig Vorteile bringen.
Jo, das ist so ein Gerücht, aber es ist halt nur ein Gerücht
.
SLC`s speichern halt jedes bit "exclusiv" in einer Zelle. Deshalb brauchen sie auch keine Garbage Collection, und die Flash Zelle muß nicht erst aufwendig gecasht, komplet gelöscht und komplet neu geschrieben werden, wie es bei MLC`s der Fall ist, wenn sie nur teilweise beschrieben werden. SLC´s sind also schon vom Prinzip her schneller und auch zuverlässiger weil einfacher aufgebaut.
Die Garbage-Collection, sofern diese überhaupt automatisch abläuft, hat nichts mit MLC und SLC zu tun, sondern nur etwas damit, daß die Speicherzellen selbst nur in größeren Einheiten geschrieben werden können - also z.B. 4k (oder sogar größer).
Wenn dann solche Zellen nur zu 20% gefüllt sind, müssen sie komplett gelöscht und neu beschrieben werden, wenn man die restlichen 80% auch nutzen möchte.
Daß eine Zelle nun nur ein Bit (SLC) oder auch drei Bit (MLC) speichert, ist dabei eigentlich uninteressant. Das verlangsamt nur den Schreibvorgang und führt zu einer höheren Wahrscheinlichkeit die einzelnen Speicherzustände nicht mehr korrekt trennen zu können.
Also bitte nicht alles durcheinanderwürfeln.
@Modena: "Bis auf die Haltbarkeit nur wenig Vorteile"... Also gerade das ist ein nicht unerheblicher Unterschied.
Von meinem Distributor weiß ich, daß die Kunden, die versuchen SSDs in Servern einzusetzen und dafür MLC-Versionen nehmen, da sie geizig sind, nach spätestens 6 Monaten wieder bei ihm anklopfen und sich beklagen, daß die SSDs kaputt sind.
So manch ein Server-OS schreibt sich nämlich allein durch die LOG-Files dumm und dusselig und das mögen dann die MLC-baiserten SSDs gar nicht. Im Desktopbetrieb fällt das jedoch nicht weiter ins Gewicht, da die Verwendung eine andere ist.
@Ghostrider
Bitter Bitter! Da glaubt man den Speichervorgang einer SSD voll verstanden zu haben, und schon wieder muss man auf die Schuhlbank, weil GC noch vor der logischen Ebene ansetzen würde und deshalb unabhängig sei vom SLC oder MLC verfahren. Aber gut. Bevor ich anfange diesbezügliche Halbwahrheiten in die Welt zu setzen, werde ich dann mal recherchieren gehen...
Ach ja, und trotzdem Dank an dich Ghosty...
Auf der fränzösischen Seite von Tom's Hardware werden Preise genannt:
La version 128 Go sera vendue 350 $ (env. 230 € HT), contre 715 $ (env. 475 € HT) pour les 256 Go.
http://www.presence-pc.com/actuali [...] 300-37383/
@Ghostrider
Der Unterschied zwischen SLC und MLC reduziert sich, wie von dir richtig erwähnt, auf einen physikalischen. Intel nutzt die selben Zellen für SLC wie für MLC Flash. Die Zellen werden lediglich anders organisiert. Dadurch bringt MLC auf der selben Fläche 4 statt 2 Bit unter, ist deshalb von vorne herein nur halb so teuer, muss aber wesentlich genauer angesprochen werden. genauer = langsamer, sprich:
- halbe Lesegeschwindigkeit,
- biss hinab zu einem 4tel der Schreibgeschwindigkeit
- Geschwindigkeiten beim Löschen bleiben gleich.
Durch geschicktes cashen wird der Vorteil der SLC Zellen aber annähernd aufgehoben. Letzendlich ins Gewicht fällt darum eine weitere Eigenschaft von Flash Speicher der, in SLC-Form organisiert, die Zellen beim Schreiben mit weniger Strom und kürzer belastet, was in der so oft zitierten Langlebigkeit von SLC´s resultiert. Zudem reserviert Intel bei den professionellen SSD Serien einen größeren Teil der gesamten Speichermenge für den "Free Block Pool"(Vorrat unbeschriebener bzw. gereinigter Flashzellenblöcke), weshalb die Intel X25-E Modelle statt etwa 40(bei X25-M) nur 32 GB haben bzw. 64 statt 80. Die Differenz reserviert sich der Controller.
Quelle
@gnolf
230€ für ein 128 GB Modell. Das wäre günstiger als die aktuellen Indilinx SSD´s. Hört sich alles extrem vielversprechend an. Binn deshalb um so gespannter, wie Micron sich beim Thema Performanceverlust/Trim und bei der Zuverlässigkeit schlägt.
Hoffentlich integrieren Intel/AMD die Sata3 Schnittstelle bald in die eigenen Chipsätze. Bei meinem nächsten Mainboard möchte ich nach Möglichkeit ein Controller-Sammelsorium(wie bei meinem aktuellen Gigabyte P45) vermeiden.