Patentstreit: Microsoft gegen Apples Seitenblättern

Apple verhalf der Gestensteuerung mit dem iPhone zum Durchbruch. Die Bedienung über Bewegungen mit einem oder mehreren Fingern auf einem Touch-Display gilt als intuitiv und als bester Kompromiss für einen Kleincomputer, bei dem klassische Tastatur und Maus fehlen. Für elektronische Bücher hat Apple eine nette Seitenblätterfunktion entwickelt, die es nicht nur für das iPad gibt sondern auch für das iPhone. Das Umblättern wird dabei der Geschwindigkeit des Fingers nachempfunden, der über das Display streift. Doch nun erhebt Microsoft Ansprüche auf dieses Feature.

In einer Patentschrift, die Microsoft am 7. Januar 2009 eingereicht hat, beschreibt das Unternehmen das "Virtuelle Seitenumblättern" in recht abstrakter Rechtsanwaltssprache:

Eine oder mehrere Seiten werden auf einem Bildschirm dargestellt. Eine an die dargestellte Seite gerichtete Umblätter-Geste wird erkannt. Als Reaktion einer solchen Erkennung wird ein virtuelles Seitenumblättern auf dem Touchdisplay angezeigt. Das virtuelle Seitenblättern folgt aktiv der Seitenblätter-Geste.  Beim virtuellen Umblättern einer Seite wird der angehobene Teil der Seite gerollt, während zunehmend die Vorderseite des nachfolgenden Blattes zum Vorschein kommt. Dem angehobenen Teil des Blattes wird eine verstärkte Transparenz verliehen, um so die Rückseite des Blattes durch die Vorderseite des Blattes zu sehen. Eine Seitenblätter-Geste blättert schnell zwei oder mehrere  Seiten um.

Das oben beschriebene kommt dem gleich, was Apple auf seinen Geräten einsetzt. Das gilt nicht nur für elektronische Bücher sondern wird auch in anderen Apps benutzt. Warten wir es ab, ob Microsoft mit seinen Ansprüchen Erfolg hat oder nicht.

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
31 Kommentare
    Dein Kommentar
  • SimonG
    Einfach lachhaft! Man sollte das elektronische Umblättern ganusowenig patentieren können, wie das reale Umblättern.
    6
  • Techniker Freak
    SimonGEinfach lachhaft! Man sollte das elektronische Umblättern ganusowenig patentieren können, wie das reale Umblättern.
    Ändert nichts an der Tatsache das MS dieses Patent eingereicht hat und eines ist sicher, Apple würde es nicht anders machen.
    1
  • bigreval
    Na ja, dann können sich die Rechtsanwälte ja freuen, 2 Kontrahenten, mit einer dicken Brieftasche in der Hinterhand...
    0