Im Rahmen seiner Partner-Konferenz in New Orleans hat sich Microsoft erstmals zu Googles künftigem Betriebssystem ChromeOS geäußert. Windows-Chef Veghte gibt sich locker.

Microsoft fühlt sich von Googles geplantem Vorstoß auf dem Betriebssystem-Markt vorerst nicht bedroht. »Googles Chrome OS ist bislang nichts weiter als ein Blog-Eintrag«, hat Microsofts Chef der Windows-Abteilung, Bill Veghte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa erklärt. Die Windows-Macher treffen sich derzeit in New Orleans auf der Microsoft-Partnerkonferenz. Vor wenigen Tagen sorgte der Suchmaschinenriese mit der Ankündigung, ein eigenes (Netbook-) Betriebssystem zu entwickeln, für Schlagzeilen (siehe »Google kündigt Chrome OS an«). Veghte verweist auf Googles Office-Anwendungen im Web, bei denen auch erst lange nichts passiert sei.
Er rät davon ab, bereits über ChromeOS zu spekulieren, da es sich nur um eine Ankündigung handle, »und eine Plattform wie ein Betriebssystem wird nicht an einem Tag gemacht«. Langfristig nähert sich Microsoft aber dennoch an Googles Geschäftsgebahren an: Ebenfalls in New Orleans vorgestellt wurde die Technical Preview von Office 2010, und unter anderem dessen Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und das PowerPoint-Modul soll es ab dem zweiten Halbjahr 2010 auch als kostenlose Versionen im Web geben – ganz nach Googles Vorbild.
Bild: Microsoft
Außerdem, Google müsste mMn schon ein krasses Ass im Ärmel haben um Kunden anzulocken. Die haben eben einen schlechten Ruf als "Datensammler", ob das zutrifft sei dahingestellt, aber der Ruf ist da.
Chrome OS wird ja anscheinend auf Linux-Programme zurückgreifen können. Das würde quasi eine Art Linux ergeben, dass nicht von der Community sondern von bezahlten Entwicklern weiterentwickelt wird - hat sicher seine Vor und Nachteile.
Aber ich bleib wohl bei meinem Vista und Ubuntu.
Und alle anderen OS vermarkter (ja, vlt. mit der Ausname von Ubuntu) sammeln ebenfalls Daten. Ich halte es nicht für gut mit den Teufel ins bett zu steigen, aber mit MS hab ich ja zumindest den Belzebub schon drinn
Naja Nachteile? Niemand muss diese Version nutzen und die meisten gehen ja eh ihren eigenen Weg was man an der Vielfalt gut sieht. Ein OS für Netbooks halte ich aber für eine gute Idee, ein volles OS brauch man dort so oder so nicht und Windoof ist dafür eh ziemlich ungeeignet. Das Google immer als Datenkrake im Mittelpunkt steht kann ich nicht ganz begreiffen, MS und Apple sind da nicht besser und machen das schon seit Jahren. Von daher also nichts neues, bei Google setzt man dafür auf Open Source bzw. allgemein kostenlose Programme - Google ist ja nicht umsonst so erfolgreich und letztlich trotz Daten sammeln recht beliebt.
Das MS sich von Linuxsystemen nicht einschüchtern lässt ist sowieso klar aber ob das nicht mal irgendwann nach hinten los geht? Ich hoffe jedenfalls das durch ChromeOS und ggf. weitere Schritte auch die Entwickler mal mehr auf Linux setzen - einige haben sich da ja bereits positiv zu geäußert und wenn man Programme wie Photoshop mal richtig unter Linux nutzen kann dann kann ich diese Entwicklung nur begrüßen!
Das zeigt halt wieder einmal auf, ein alternatives BS zu MS ist gar nicht so einfach. Es müsste einfach viel mehr können, damit die Mehrheit umsteigt. Sonst bleibt es ein Nischenprodukt.
@tadl
Die Hardcore Gamer machen inzwischen nur noch einen verschwindend geringen Anteil der privaten Anwender aus. Alle Anderen sind in der Wahl ihrer Betriebssystems frei!
@I-HaTeD2: Falls es dazu kommen würde, das Arbeitsprogramme, in hinsicht auf Web-Design/Programmierung etc. wirklich alle mit Linux kompatibel wären, wär ich schon lange nichtmehr bei Windows^^.
@fangorn: Ne muss ich dir recht geben, Gamer sind ein kleiner Teil, das waren die schon immer, aber jede Generation, die aufwächst, wächst mit MS auf und ALLE Teenager mit 13-14 Jahren hat schon mal gezockt und das zu 100% auf ein MS Recher, also wird es auch, in späteren Zeiten ein Windows benutzen, weil es sich schon auskennt.
Linux wird sich nie durchsetzen, wenn es nicht an Nutzerfreundlichkeit dazugewinnt. Ich weiß es gibt schon ein paar Betriebsystem die eindeutig benutzerfreundlicher sind, meiner Meinung aber immer noch zu komplex.