Microsoft: Netbook-Markt bricht um 40% ein

Wir sind ja wirklich keine Pessimisten – aber ein 40-prozentiger Rückgang ist schon ein massiver Einbruch. Analysten griffen die Zahl schnell auf und verwiesen auf Intel und AMD, die kein ganz so schwarzes Szenario malten, obwohl die durchschnittlichen Verkaufspreise (average selling prices, ASP) stiegen und der Rückgang der Verkaufszahlen von Netbook-Prozessoren offensichtlich war.

Microsoft bezichtigte Intel indirekt sogar der Betrügerei, da das Unternehmen die Netbook-CPU-Verkaufszahlen aus seinen ASP-Tabellen entfernt und diese Produkte damit aus der Gleichung genommen habe.

Wir haben uns schon ein Weile gewundert, ob der Tablet-Markt eine Ergänzung ist, ob er ein Netbook-Killer ist oder ob das Ganze ein auf Apple limitiertes Phänomen ist, da die PC-Industrie bisher noch keinen wirklich erfolgreichen Konkurrenten zum iPad etabliert hat.

Wenn das Tablet aber das Netbook wirklich vom Markt verdrängt, wäre das Ganze ziemlich dramatisch für Intel – denn das Netbook war die einzige erfolgreiche Produktkategorie, die das Unternehmen in letzter zeit etablieren konnte.

Erinnert ihr euch noch an den UMPC? Tot. Das MID? Yop, ebenfalls verschwunden. Das Netbook? Es ist noch am Leben, aber es braucht dringend neue Ideen.

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12 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Elandur
    Ich hoffe es werden sich Slider durchsetzen.
    Bei den Tablets fehlt mir doch die Tastatur wenn ich ab und zu mal einen Text schreiben möchte. Deshalb finde ich das Konzept eines Sliders recht ideal. Aufgeschoben habe ich ein Netbook und zugeschoben ein Tablet.
    Bei den Prozessoren mache ich mir keine Gedanken. Die jetzigen APU von AMD und die kommenden Atoms von Intel bieten genug Leistung und die Akkulaufzeit ist auch gut.
    Im Vergleich zu günstigen Tablets hat man des öfteren sogar eine längere Akkulaufzeit.
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  • Schugy@guest
    Mein Everun Note wird nicht ewig halten. Ich suche einen Nachfolger mit Tastatur in max. 120 x 200 mm
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  • Anonymous
    ich find das ist schmarrn, dass auf einzig auf den tablet faktor zurückzuführen. das netbook braucht keine neuen ideen. nur hat sich in den letzten "netbook-boomjahren" halt jeder, der dafür verwendung hatte, eines gekauft. und da es bei netbooks weniger um leistung geht, sind die anreize geringer upzudaten. die verkaufszahlen dürften wie ein überschwingendes pt2-glied aussehen, falls jemand weiß was ich mein. erst wenn die ganzen atoms endgültig hinüber sind, wird der markt sein stabiles niveau erreicht haben. natürlich sind tablets in geringen umfang auch direkte konkurrenz, aber nicht so massiv.
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