BSI: Warnung vor weiteren MS-Programmen
Erst vor wenigen Tagen warnte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik vor der Nutzung von Microsofts Internet Explorer. Nun wird unter anderem auch vor Outlook und Windows Live Mail gewarnt.

Von der Schwachstelle im Internet Explorer, auf die Sicherheitsexperten in den letzten Tagen hingewiesen hatten, sind wohl auch noch andere Microsoft-Programme betroffen (siehe »Experten warnen vor dem Internet Explorer«). Laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sollen Anwender »das Risiko, welches durch die Sicherheitslücke entstehen könnte«, durch diverse Sicherheitseinstellungen vermindern. Genannt werden Microsoft Outlook bis einschließlich Outlook 2003, Outlook Express, Windows Mail und Live Mail, Microsofts Hilfesystem und die Sidebar.
Das größte Problem, der Internet Explorer, ist durch den Einsatz eines anderen Browsers vergleichsweise leicht zu umschiffen. Dass dies viele Anwender getan haben, zeigen die Downloadzahlen für Firefox, die Mozilla in seinem Weblog veröffentlicht hat: Über 300.000-mal wurde der Browser innerhalb von vier Tagen heruntergeladen. Auch bei Opera sollen sich die Downloads in wenigen Tagen verdoppelt haben.
Andere, von dem Sicherheitsleck betroffene Programme sind nicht so leicht zu ersetzen, weshalb das BSI diverse Tipps gibt: Bei Outlook und Windows (Live) Mail sollten Anwender die »Eingeschränkte Zone« statt der »Internet-Zone« zur Anzeige von E-Mails nutzen, um die Ausführung Active-Scripting zu unterbinden. Zudem sollen E-Mails nicht im HTML-Format angezeigt werden. Auch das Öffnen von Hilfedateien, vor allem solchen mit der Dateiendung CHM (Compiled HTML Help), aus fremden Quellen kann riskant sein.
Unterdessen hat Microsoft offiziell bestätigt, dass man an einem Patch außer der Microsoft-Patchday-Reihe arbeitet. Seinen Kunden rät der Redmonder Software-Hersteller, »weiterhin zu erhöhter Aufmerksamkeit bei Links zu eventuell nicht vertrauenswürdigen Webseiten, zur Überprüfung der eigenen PC Sicherheit, insbesondere zur Installation einer aktuellen Antivirus Software und zur Aktivierung der Firewall«.
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Nicht so leicht zu ersetzen? Es gibt auch genügend gute Mailprogramme ...
Ich hoffe das einige bei ihrem Alternativbrowser bleiben.
Das Problem bei den E-Mail-Programmen ist wohl weniger deren Güte, sondern viel mehr die vollständige Datenübernahme. Da gibt es sicherlich auch ein paar Kandidaten, aber mit jeder Datenkonvertierung gibt es ein gewisses Verlustrisiko. Und wer will das schon freiwillig eingehen?
Ist die ganze Geschichte nicht etwas aufgebauscht?
- Existiert diese Panikmache auch im Ausland?
- Seit wann existieren diese Lücken? (ie6)
- Wer garantiert, dass die alternativen wirklich sicher sind?
Ich kann mir nicht helfen (nutze keines der Programme), aber ich finde das ist doch Panikmache schlecht hin und das BSI sollte sich ev. etwas damit zurückhalten. Das ist ja schon aktives Eingreifen in den Wettbewerb.
Das Problem für Firmenbenutzer ist eher das so Zecken wie SAP und andere mich nervende Programme auf IE angewiesen sind (SAP CRM, TrendMicro Admin konsole, FortiGate Adminkonsole, Alcatel Lucente Adminkonsole, usw. )
Deshalb können wir nicht vollständig auf Firefox als Unternemensbrowser wechseln ... also M$ gebt Mal Gas damit euer Schund sich wieder angstfrei benutzen lässt!
Man muss es sicher etwas entspannter angehen.
Die Warnung richtet sich wohl vor allem an den permanent alles anklickenden BILD-Leser, der auch nach der 100. Mail vom guten Onkel Umbatumba aus Kenia nicht begriffen hat, dass er nichts geerbt hat und auch die Internetlotterien nichts ausschütten außer Spam. Der wird brav und sabbernd in 10 Jahren noch auf ladigagatotalnacktinextase.avi.com.bat.pif.exe.sonstwas klicken und auf den großen Kick warten. Man warnt vor dem Nutzerverhalten - mit Recht übrigens. Und Scripting hat in Mails eh nichts verloren.
... Man warnt vor dem Nutzerverhalten - mit Recht übrigens. Und Scripting hat in Mails eh nichts verloren.
Ja, da muß ich Dir Recht geben.
Alt-F11 und Word wird zum Zombie.