Download the Tom's Hardware App aus dem AppStore
Die Referenz für aktuelle News aus dem Technologiebereich
Ja Nein

Rechnungshof kritisiert: Zu viel Microsoft in der Bundesverwaltung

von - quelle: Tom's Hardware DE

In 90 Prozent aller Kommunikationssysteme der Bundesverwaltung werden Microsoft-Programme eingesetzt. Das ist dem Bundesrechnungshof zu viel: Statt nur upzudaten, solle man sich öfter nach Alternativen umsehen.

Jeweils gegen Jahresende veröffentlicht der Deutsche Bundesrechnungshof seinen Jahresbericht (PDF), im Amtsdeutsch auch »Bemerkungen 2007« genannt. Er ist die oberste Bundesbehörde, wenn es um die Prüfung der Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes geht. Insbesondere wenn die Prüfern ungenutztes Einsparpotenzial aufspüren, wird dies im Bericht vermerkt. Aufgefallen ist dem BRH diesmal, dass fast alle Ministerien durchgängig Microsoft-Programme nutzen, obwohl es doch »kostenlose Alternativen« gebe. Thema sind die über 300.000 Arbeitsplätze der Bundesverwaltung, die mit »Informationstechnik« ausgestattet sind.

»In den letzten Jahren überführte sie [die Bundesverwaltung] ihre Betriebssystem- und Bürokommunikationssoftware regelmäßig auf neuere Versionen des etablierten Herstellers mit einem Marktanteil von 90%, ohne Alternativen ausreichend zu prüfen«, heißt es im Bericht für 2007.
Zu deutsch: Anstatt den (deutlich teureren) Weg des geringsten Widerstands zu gehen und einfach stets auf neue Versionen von Microsoft-Betriebssystem und -Programmen aufzurüsten, hätte man sich doch auch mal mit Open-Source-Lösungen befassen können. Ein Verharren auf älteren Versionen, um Kosten zu sparen, war aber auch nicht möglich: »Diese sogenannten Migrationen wurden häufig damit begründet, dass der Hersteller der Software angekündigt habe, die Pflege der bisherigen Versionen einzustellen«, heißt es im Bericht.

Nun ist die Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesregierung für Informationstechnik in der Bundesverwaltung im Bundesministerium des Innern (KBSt) gefordert: Die hat zwar schon vor einiger Zeit einen »Migrationsleitfaden« herausgegeben, mit dem die Bundesverwaltung »bei der Bewertung unterschiedlicher Migrationsszenarien« unterstützt werden sollte. Dieser war jedoch weder aktuell noch für viele Behörden außerhalb der Bundesverwaltung schlicht nicht zugänglich. »… die befragten Bundesbehörden bedauerten, dass neuere Erfahrungen aus Open Source-Pilotprojekten in Industrie und öffentlicher Verwaltung nicht oder nur teilweise … kommuniziert würden. Über Alternativen zu der an den Arbeitsplätzen eingesetzten Betriebssystem- und Bürokommunikationssoftware und deren Vor- und Nachteile würde nur unzureichend informiert«.

Verlinken:
8
Kommentare
X
Abschicken

Kommentare
Kommentar absenden
BlackHawk87 22/11/2007 18:52
Ausblenden
-0+

Wahrscheinlich surfen die auch schön brav mit dem IE6, damit der "Bundesgnom" eine Chance hat. :D

Chaos 22/11/2007 19:21
Ausblenden
-0+

Nimmt Linux !

Tleifight 22/11/2007 20:00
Ausblenden
-0+

Beamte und Linux oder ähnliches Chaos^2
Ach und viele surfen wirklich noch mit dem IE6 aber ein paar nutzen auch schon Firefox.

Es lohnt sich für die auch kein Linux der Arbeitsaufwand ist echt nicht lustig.

ReneL 23/11/2007 00:25
Ausblenden
-0+

"neuere Erfahrungen aus Open Source-Pilotprojekten in Industrie und öffentlicher Verwaltung nicht oder nur teilweise … kommuniziert würden"

http://wiki.services.openoffice.or [...] eployments
http://linguistico.sourceforge.net [...] i#germania

f1delity 23/11/2007 09:26
Ausblenden
-0+

Wir nutzen bei uns ausschließlich FireFox und Opensource ala Sun usw. würde sich nicht lohnen, die Kosten wür Support sind gleich bzw. etwas höher als die für die MS-Produktlizenzen.

animalmother 29/11/2007 02:48
Ausblenden
-0+

Stellt sich die Frage, ob es wirklich Sinn macht, die MS Alternativen in den Bundesverwaltungen einzuführen....Leicht ersichtlich ist auf jeden fall, dass die Principalen(Regierenden) mal wieder die Agenten(Bürokraten) dazu drängen weniger Gelder für ihre IT-Segmente/Abteilungen auszugeben.

Da sollte doch glatt Jemand mal ne Schätzung vornehmen was ein Umstieg plus MIX von Betriebssoftware +Umschulungen in den Verwaltungen (schließlich sind die Bürohengste ja ziemlich unbedarft, was Software angeht) kosten würde, wenn man einen Umstiegauf OpenSource in den öffentlichen Verwaltungen REAL in Betracht ziehen würde.......Das steht kaum im Verhältnis dazu, was ein paar lausige Gemeinschaftsschulungen kosten würden, um das Verwaltungspersonal effizienter mit MS- Software arbeiten zu lassen.

Dann erklärt doch einer "blöden Bürotutzi" mal was die Unterschiede zwischen dem Desktop bei WIN XP und Gnome/KDE bei Linus zu bedeuten hat............

das ist doch Unsinn eine Verlagerung auf andere Betreibssysteme vorzunehmen, die Folgen sind doch schon im Ansatz abzuschätzen!!

schraubhuber 29/11/2007 18:06
Ausblenden
-0+

Schraubhuber kritisiert:

Zu viel inkompetente Gehaltsempfänger mit viel zu viel Gehalt im Bundesrechnungshof und der Bundesverwaltung.

DerAffemitderWaffe 07/12/2007 09:28
Ausblenden
-0+

looooooooool erwähnt mal ne alternatife zu Windows ^^ hey Linux naja arbeitsmäßig kann mann sichs gut herrichten aber Privat is Microsoft einfach Top
oder Apple is aber auch bald Microsoft

Beste Angebote

Newsletters


OK