Reine Ansichtssache: Verdana zur augenfreundlichsten Schrift gekürt
Betriebssysteme sind Ansichtssache, Schriftarten auch. Und genauso, wie man Stühle, Schreibtische oder eben Betriebssysteme als Ganzes auf ihre ergonomische Tauglichkeit hin überprüft, gilt diese Anforderung natürlich auch für Schriftarten.

Forscher aus dem Laboratorium für visuelle Ergonomie der USA kamen bei ihren Untersuchungen über verwendete Schriftarten auf digitalen Medien zu einem durchaus interessanten Ergebnis: sie befanden nämlich die Computerschrift "Verdana" als mit Abstand augenfreundlichste und ergonomischste Schrift für digitale Medien.
Folgt man den Ergebnissen der Wissenschaftler, verursacht das Lesen von Text in der Schriftart "Verdana" bei den Augenmuskeln die niedrigste Anspannung. Diese im Vergleich zu anderen Schriften niedrigere Belastung hilft, die Kurzsichtigkeit und das sogenannte "Computer Vision Syndrom" zu vermeiden, das vor allem bei Menschen auftritt, die sehr viel Zeit mit Bildschirmtätigkeiten verbringen. Darüber hinaus haben die Wissenschaftler auch festgestellt, dass die für das menschliche Auge optimale Schriftgröße dieser Bildschirmschriftart zwischen 10 und 12 Punkten liegt.

Die Schriftart "Verdana" wurde im Jahre 1996 vom bekannten Schriftendesigner Matthew Carter für Microsoft entwickelt und das erste Mal veröffentlicht. Als serifenlose Linear-Antiqua-Schrift lässt sich dieser Font vor allem bei kleinen Schriftgrößen hervorragend und entspannt lesen. Die allgemein gute Lesbrakeit resultiert aus einer hohen Mittellänge, weiten Proportionen, großzügigen Buchstabenabständen und ausgeprägten Unterschiede zwischen ähnlich geformten Buchstaben. Damit bietet sich die Schrift vor allem für Mengentext im Blocksatz an.
Allerdings beinhaltet diese Schriftart auch einen kleinen Gestaltungsfehler: das z.B. im Deutschen verwendete Anführungszeichen ist nämlich nach links statt nach rechts geneigt. Somit hätte die Schrift bei einer deutschen Untersuchung dann wohl eher doch keine Chance auf den Thron gehabt.
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Wenn nicht Verdana-wer dann?
Ray Charles hätte sicher Georgia gewählt und Klementine noch sicherer Ariel.
Hmm ich nutze ja selber diese Schrift, hätte aber nicht gedacht dass sie so beliebt ist.
Mein Deutschlehrer hat einmal reklamiert als ich eine Deutscharbeit mit dieser Schrift geschrieben habe.
Die Tahoma läuft etwas zu eng, am ehesten hätte ich noch Frutiger bevorzugt. Wobei dies eine reine Lizengeschichte ist, denn die Verdana ist kostenlos, Frutiger leider nicht. Allerdings gilt diese (meine) Vorliebe eher für den Ausdruck auf Papier, am Bildschirm ist die Verdana unschlagbar. Arial ist hingegen das Letzte, was es gibt.
Die Kurzsichtigkeit kann ich bestätigen.
Ich nutze eigentlich meistens Arial, kommt vielleicht auch daher, dass dies bis Office 2003 voreingestellt war und ich dies gewohnt bin. Auserdem nutzt auf der Arbeit so ziemlich jeder diese Schrift, also quasi Standard bei uns.
Außer für meine Diplomarbeit, da machte Times New Roman das rennen. Mir war es freigestellt die Schriftart zu wählen. Times ist eine Serifen Schrift, ich habe mal irgendwo gelesen, dass sich Serifenschriften besser lesen lassen sollen. Ich finde auch, dass sich Times New Roman gut liest.
Hi,
jetzt weiss ich warum ich eine Brille tragen muss!^^
Arial und Times New Roman wurden früher von mir bevorzugt benutzt.
Seit ich Verdana anwende hat sich mein Dioptrienwert nicht verschlechtert.
MfG
bei uns wird entweder die eigene Schriftart (ja, wir haben so was wie eine "corporate identity" Schriftart) oder Arial benutzt.
Die meisten Dokumente werden aber mit Arial dargestellt.
Ich verzichte auf Arial, seit es auch kompatible Alternativen zum Nulltarif gibt. Arial ist einfach nur grausam. Nichts gegen eine saubere Helvetica/Swiss, aber die Arial ist aus meiner Sicht lediglich ein missglückter Versuch von Mickrichsoft, den sauberen Type1-Fonts ein TrueType-Pendant gegenüber zu stellen. Ein größerer Mengentext im Blocksatz gerät mit der Arial schnell zu einem fetten, unsauberen Klumpen.
Ist dies hier nicht alles in Verdana? Ich glaube fast. Jedenfalls sehr angenehm im Schriftbild.
Nicht umsonst wurde das Forum auf Verdana umgestellt - völlig richtig erkannt
Nutze Verdana auch schon seit Jahren auch für Websites.
Gibt es eigentlich ein gutes Linux Äquivalent von Verdana?
Es gibt zwar ein Paket für die MS Fonts aber das hat ja nun auch nicht jeder installiert.
Nö. Nicht wirklich. Alle ähnlichen Schriften haben eine geringere Laufweite und werden fast immer auch etwas kleiner dargestellt.
@Diesel_im_Blut
Für eine Diplomarbeit ist eine Serifenschrift mit Sicherheit die bessere Wahl, insbesondere wenn man Blocksatz benutzt. Die Serifen verhelfen dem Auge in der Zeile zu bleiben, insbesondere beim Sprung in die nächste. Je mehr Zeichen also in einer Zeile sind und je weniger Zeilenabstand, Absätze und andere Layouthaftpunkte verwendet werden, desto wichtiger ist eine serifengeführte Schrift.
Kann man selbst mal ab einer Seite Fließtext, möglichst über 100 zeichen pro Zeile, einfachem Zeilenabstand und Blocksatz in Word mit arial/verdana vs. times/perpetua ausprobieren.
Natürlich gibts Linux Äquivalente:
http://dry.sailingissues.com/linux [...] arial.html
http://mondaybynoon.com/2007/04/02 [...] typefaces/
"DejaVu Sans" und "Bitstream Vera Sans" werden wesentlich schöner dargestellt!! (meine Ansicht)
Nein, gibt es nicht. Wenn etwas für Laien ungefähr so aussieht, dann ist es noch lange keine richtige Entsprechung. Beide genannten Schriften laufen wesentlich enger und haben ein völlig anderes Kerning. Ungefähr so heißt nun mal nicht gleich

Oder würdest Du eine Arial und eine gute Helvetica in einen Topf werfen? Also ich irgendwie nicht
PS:
Die Seite kenne ich auch. Und Du wirst selbst zugeben müssen, dass keine Schrift der Verdana wirklich gleicht. Es sei denn, man ist komplett sehgestört.