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Verkaufsverbot für MS-Word in den USA

Von - Quelle: Tom's Hardware DE | B 11 kommentare

Ein texanisches Gericht hat Microsoft ein Verkaufsverbot für sein Textverarbeitungs-Programm Word aufgebrummt. Hintergrund sind Patentstreitigkeiten, bei denen Redmond unterlegen ist.

Wie der Seattle Post-Intelligencer meldet, hat Microsoft eine böse Schlappe mit unangenehmen Folgen vor einem texanischen Gericht erlitten: Laut einer »Permanent Injunction« (PDF), einer permanenten Verfügung, darf der Konzern sein Textverarbeitungs-Programm Word vorerst in den USA nicht mehr anbieten. Zudem muss der Konzern 290 Millionen US-Dollar Schadensersatz zahlen.

Das Geld geht an die kanadische Firma i4i, die bereits im Mai dieses Jahres Schadensersatzzahlungen in Höhe von 200 Millionen US-Dollar von Microsoft erhalten hat. Laut dem Gericht hat Microsoft das US-Patent Nr. 5,787,499 vorsätzlich verletzt. i4i soll es bereits 1998 beantragt haben; es beschreibt Techniken zum Lesen von XML-Dateien.

Nun wird Microsoft untersagt, »jede Art von Word-Produkten, die in der Lage sind, XML-, DOCX- oder DOCM-Dateien zu öffnen, welche angepassten XML-Code enthalten«, zu vertreiben. Microsoft hat 60 Tage Zeit, um den Verkaufsstopp von Word durchzusetzen. Der Redmonder Konzern wird sich gegen das harte Urteil wehren: »Wir sind enttäuscht über die Entscheidung des Gerichts«, so Microsoft-Sprecher Kevin Kutz. »Wir sind der Ansicht, dass die Beweise eindeutig gezeigt haben, dass wir die i4i-Patente nicht verletzen und diese zudem ungültig sind. Wir werden in Berufung gehen«.

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  • mieleman , 12. August 2009 12:31
    Lol
    nun doch nur noch OpenOffice? :) 
  • auser , 12. August 2009 12:47
    nach dem fat-patent quatsch mehr als nur ein :p  verdient!
  • snooze , 12. August 2009 13:10
    Ich finde auch, dass es hier den richtigen trifft! :) 
    M$ sollte lieber auf das ODF-Format setzen und OOXML ganz fallen lassen - das wäre die beste Lösung für alle!
  • Alle 11 Kommentare anzeigen.
  • master snowman , 12. August 2009 13:21
    haha :-)
  • crazymath , 12. August 2009 13:41
    Wahnsinn...500Millionen Dollar "Reingewinn" innert 3 Monaten...das übertrumpfen nur noch Banker! Gibt sicher ein gutes Nachtessen.

    Ich entwickle auch ein Patent, das umschreibt, wie man Texte verfasst! Und wenn ich auch nur irgendwo, irgend einen Text lese, verklage ich den Verfasser!

    Wie auch immer, wir wissen nicht genau, was wie gelaufen ist, staunen nur immer über die Beträge...schliesslich würden 2%
  • crazymath , 12. August 2009 14:16
    Da fehlt die hälfte meines Textes:-/
    crazymathWahnsinn...500Millionen Dollar "Reingewinn" innert 3 Monaten...das übertrumpfen nur noch Banker! Gibt sicher ein gutes Nachtessen.Ich entwickle auch ein Patent, das umschreibt, wie man Texte verfasst! Und wenn ich auch nur irgendwo, irgend einen Text lese, verklage ich den Verfasser!Wie auch immer, wir wissen nicht genau, was wie gelaufen ist, staunen nur immer über die Beträge...schliesslich würden 2%


    Da fehlt die Hälfte meines Textes...:

    2% - 5% von der Summe würden reichen, um mit den Zinsen zu überleben...da wird mir schwindelig bei den Summen.

    Im Endeffekt ist es aber eh egal, was die da machen, weil wir sowieso nichts unternehmen können, ausser grosse Augen machen und zusehen, wie überholt die Patentsache ist (Was nicht heisst, das MS nicht unschuldig ist). Am Ende bezahlt es sowieso der Käufer. Dann wird halt Windows 7 1-2$ teurer und nach ein paar hunter Millionen Verkäufen hat man das Geld wieder drinnen.
  • M1n1m3 , 12. August 2009 14:37
    naja man kanns so oder so sehen.
    sein recht durch zu setzen is schön und durch aber ob das den verbrauchern zugute kommt?!
    jede strafe oder patentkosten oder irgendwelche zusätzlichen kosten werden von ms bestimmt auf die verkäufer abgewälzt.

    notepad kann auch xml öffnen oder ? ^^
    verkaufsverbot für windows! punkt!
  • auser , 12. August 2009 14:52
    M1n1m3notepad kann auch xml öffnen oder ? ^^verkaufsverbot für windows! punkt!

    das öffnen von xml dokumenten ist nicht gegenstand der klage. wenn man sich schon mit einer übertriebenen analogie über etwas lustig machen will, dann sollte sie wenigstens halbwegs passen.
  • f1delity , 12. August 2009 15:24
    Afaik ist das Urteil vorläufig und nicht rechtskräftig und selbst wenn wird Microsoft sicherlich erstmal in Berufung und bei Miserfolg vor den Supreme Court gehen, bis den kleinen das Geld für Anwälte ausgeht.
  • metal_alf , 13. August 2009 08:55
    Na ja ... mein Fazit:

    Buhahahahahaha ... IHR HABT DAS VERDIENT!!

    Meine Prognose:

    Migrosoft wird i4i aufkaufen!
  • auser , 13. August 2009 16:41
    ich glaub manch einer hatte sowas schon geahnt:

    http://failblog.files.wordpress.com/2008/06/fb147.jpg?w=500&h=375