Verkaufsverbot für MS-Word in den USA

Wie der Seattle Post-Intelligencer meldet, hat Microsoft eine böse Schlappe mit unangenehmen Folgen vor einem texanischen Gericht erlitten: Laut einer »Permanent Injunction« (PDF), einer permanenten Verfügung, darf der Konzern sein Textverarbeitungs-Programm Word vorerst in den USA nicht mehr anbieten. Zudem muss der Konzern 290 Millionen US-Dollar Schadensersatz zahlen.

Das Geld geht an die kanadische Firma i4i, die bereits im Mai dieses Jahres Schadensersatzzahlungen in Höhe von 200 Millionen US-Dollar von Microsoft erhalten hat. Laut dem Gericht hat Microsoft das US-Patent Nr. 5,787,499 vorsätzlich verletzt. i4i soll es bereits 1998 beantragt haben; es beschreibt Techniken zum Lesen von XML-Dateien.

Nun wird Microsoft untersagt, »jede Art von Word-Produkten, die in der Lage sind, XML-, DOCX- oder DOCM-Dateien zu öffnen, welche angepassten XML-Code enthalten«, zu vertreiben. Microsoft hat 60 Tage Zeit, um den Verkaufsstopp von Word durchzusetzen. Der Redmonder Konzern wird sich gegen das harte Urteil wehren: »Wir sind enttäuscht über die Entscheidung des Gerichts«, so Microsoft-Sprecher Kevin Kutz. »Wir sind der Ansicht, dass die Beweise eindeutig gezeigt haben, dass wir die i4i-Patente nicht verletzen und diese zudem ungültig sind. Wir werden in Berufung gehen«.

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11 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Lol
    nun doch nur noch OpenOffice? :)
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  • nach dem fat-patent quatsch mehr als nur ein :P verdient!
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  • Ich finde auch, dass es hier den richtigen trifft! :)
    M$ sollte lieber auf das ODF-Format setzen und OOXML ganz fallen lassen - das wäre die beste Lösung für alle!
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