Nach der Vorstellung von »Natal« auf der E3 müssen sich Xbox-Fans noch ein wenig gedulden: Das Steuerungssystem ohne Controller soll laut Microsoft-Chef Steve Ballmer erst nächstes Jahr auf den Markt kommen.
Aufsehen erregte Microsoft auf der E3 (Electronic Entertainment Expo) mit seinem »Project Natal«. Damit verpasst der Hersteller seiner Xbox ein Modul, mit dem die Konsole ohne Controller zu steuern ist. Eine Kamera, ein Tiefensensor und diverse Mikrofone sollen dabei Bewegungs und Sprachbefehle erkennen. Selbst die Bewegungen einzelner Körperteile und die Mimik soll Natal deuten können (siehe »Project Natal: Konkurrenz für die Wii«).
Das System hört sich revolutionär an und machte auf die E3-Besucher gehörig Eindruck. Nun gab Microsoft-Chef Ballmer erstmals einen vagen Erscheinungstermin bekannt: Vor dem Chicagoer Executives' Club nannte er zumindest 2010 als Marktstart. Ballmer bezeichnete Natal als »neue Xbox« und nährt damit Gerüchte, dass Natal nicht nur wie angekündigt als Hardware-Add-On erscheinen könnte, sondern in zukünftige Xboxen integriert sein könnte. Um eine neue Konsole wird es sich also nicht direkt handeln, da das Natal-System auch zu älteren Versionen der Microsoft-Konsole kompatibel sein soll.
Die Konkurrenz beobachtet Microsofts Bemühungen auf dem lukrativen Gaming-/Konsolenmarkt freilich mit Skepsis: Shigeru Miyamoto beispielsweise, Senior-Spieledesigner bei Nintendo, kann sich ein Game ganz ohne Controller nicht vorstellen. »Ich bin nicht sicher«, so Miyamoto, »ob man etwas erschaffen könnte, das ein interaktives Gefühl auch dann vermittelt, wenn man beim Spielen nichts in der Hand hält« (siehe »Xbox-Natal: Nintendo hält an Controller fest«). Vor allem Force-Feedback-Funktionen wichtig für eine Interaktivität. Und die will Nintendo ohnehin verfeinern: Seit 12. Juni ist mit »Wii Motion Plus« ein Hardware-Zusatz im Handel, der – an die ursprüngliche Wii-Mote-Fernbedienung angesteckt – die Bewegungen des Spieler noch exakter abbilden soll.

wenn sich sowas erst mal durchsetzt gehören die fetten Konsolero Kinder der Vergangenheit an.
Es geht auch mMn nicht darum, dem Xbox Besitzer eine neue Technik aufzuquatschen, sondern darum, Nintendo ein paar Kunden abzuwerben. Wenn das Spieleangebot dann auch mehr auf die Jüngeren und Hausfrauen zielt, könnte das klappen