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Microsoft: Mitarbeiter verstecken iPhones vor Vorgesetzten

Von - Quelle: Wall Street Journal | B 16 kommentare

Ungefähr 10 Prozent der Microsoft-Mitarbeiter besitzen ein iPhone. Immer mehr verstecken oder tarnen es nun vor Ihren Vorgesetzten.

Im September letzten Jahres sendete Microsoft-Chef Steve Ballmer ein eindeutiges Signal aus. Während eines Meetings bekam er wieder einen seiner berühmt berüchtigten Wutausbrüche. Als dies ein Mitarbeiter mit einem iPhone fotografieren wollte, entriss Ballmer ihm das Telefon aus der Hand und täuschte vor, es kaputt zu trampeln.

Letztes Wochenende veröffentlichte das Wall Street Journal einen Bericht über die iPhone-Benutzung in der Redmonder Microsoft-Zentrale. Demnach sollen ungefähr 10 Prozent der Microsoft-Mitarbeiter ein Apple iPhone besitzen, aber immer mehr verstecken es nun.

Steve Ballmer, Microsoft CEOSteve Ballmer, Microsoft CEOSo berichtet das WSJ, dass Mitarbeiter der unteren Ränge es noch offen in der Lobby, der Cateteria oder Konferenzräumen herumtragen, doch gegenüber Vorgesetzten wird es öfters versteckt. Einige haben sich auch spezielle Schutzhüllen zugelegt, die es mehr wie ein Standard-Telefon aussehen lassen.

Einer dieser Mitarbeiter meinte: "Ungefähr einmal im Jahr habe ich ein Meeting mit Steve Ballmer. Egal wer dann anruft, ich gehe nicht ran".

Obwohl einige Microsoft-Manager behaupten, dass Mitarbeiter hausfremde Produkte benutzen, um besser die Konkurrenz zu verstehen, gab COO Kevin Turner die neue Richtung an die Verkäufer vor: "Was gut für den Verkauf ist, ist auch gut für Redmond", sagte er. Ballmer habe den Standpunkt Turners beim Treffen unterstützt und argumentierte weiter: Sein Vater habe für Ford gearbeitet. In dieser Zeit fuhr auch die Familie immer Ford. Microsoft beschränkte nun seine internen Bestimmungen für die Übernahme von Mobilfunkkosten bei Mitarbeiter-Handys ausdrücklich auf Endgeräte, die mit Microsoft-Betriebssystemen laufen.

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  • Defragg , 15. März 2010 19:46
    Hmm klingt schon logisch, aber im ernst, wer kauft schon "freiwillig" in seinem Unternehmen, wenn es zwei Strassen weiter das bessere und günstigere Angebot gibt?
    Obwohl man es auch nicht verallgemeinern sollte, ich denke das die Jungs und Mädels dort drüben schon sehr gut verdienen bzw. entlohnt werden, ob sie es verdient haben sei dahingestellt ^^
    Und mit dem guten Geld sollte/könnte man dann evtl. doch den Arbytegeber unterstützen und die Verkäufe ankurbeln.
  • Anonymous , 15. März 2010 20:27
    So eine Einstellung gab es vor 50 Jahren - da gab es auch noch den kalten Krieg. Ist ja echt arm, wenn ein Unternehmen zu solchen Mitteln greifen muss um die Produktion aufrecht zu erhalten.
    Zudem finde ich es lächerlich den Mitarbeiter zu zwingen nur bestimmte Geräte nutzen zu dürfen - das ist doch schließlich meine eigene Sache, was ich privat mache.
  • Snapdragon , 15. März 2010 20:36
    also ich weiß nicht... wer anderen "befehlen" sein Produkt zu kaufen, kann ja selbst nicht sonderlich überzeugt davon sein...
    Und außerdem, wo bleibt bitte der faire Wettbewerb?
  • a97584 , 15. März 2010 21:16
    Jeder Chef will dass man voll und ganz hinter der Firma bzw. deren Produkten steht. Das bedeutet nämlich mehr Einsatz und damit Produktivität & Qualität bei den Mitarbeitern. Und wenn die Firma genau solche Produkttypen im Portfolio hat, die die Mitarbeiter teilweise von der Konkurrenz lieber kaufen ist die Reaktion verständlich. Man kann kein Produkt verkaufen wenn die eigenen MA es nicht nutzen wollen.

    Ist doch bei vielen Firmen so, auch bei im Text genannten Automobilherstellern...
  • Anonymous , 15. März 2010 21:30
    Dann soll MS bessere Handys bauen als Apple - die eigenen Mitarbeiter dazu zu zwingen das eigene Produkt kaufen zu müssen löst nicht das eigentliche Problem.

  • Derfnam , 15. März 2010 21:35
    Da ist iCrosoft sehr iGen.
  • a97584 , 15. März 2010 21:48
    naja es ist zugegebenermaßen ein teufelskreis. wenn die eigenen MA so motiviert und von ihren produkten überzeugt wären, würden sie auch entsprechend gute produkte herstellen... wenn der firma das nicht gelingt, rastet ballmer halt aus :D 
  • Anonymous , 16. März 2010 00:38
    Soweit ich weiß, bekamen doch MS Mitarbeiter als eine Art Lohnbonus unter andere auch mal Vergüngstigung zu Apple-Produkten.
  • Capfu , 16. März 2010 00:41
    Herr Ballmer's Reaktion ist absolut in Ordnung nach dem was MS in letzter Zeit schlucken musste ! Ich würde wahrscheinlich noch "schlimmer" reagieren !

    MS bietet laut diesem Bericht Mitarbeitern eine günstige Möglichkeit mobil erreichbar zu sein - da kann der Mitarbeiter auch mal Abstriche machen oder ein IPhone wollen und auf die Vergünstigungen verzichten (ist bei jedem Provider vorhanden so eine Wahl). MS hat sicher Vergünstigungen getroffen mit dem einen oder anderen Provider bei der Masse der Geräte die die liefern (Ich würde das Geld bei der Anzahl Mitarbeiter auch nicht aus dem Fenster schmeissen).

    Für Endanwender: Mitarbeiter die sich für Firmeninterne Hard- und Software entscheiden melden evtl. Fehler viel schneller an die Entwicklungsabteilungen wie irgendeiner der Mio "Beta-Tester" da die eigene Produktivität betroffen ist - wer was anderes behauptet lügt einfach oder will seinen Job nicht mehr - ich bin selber Programmierer und kenne das !

    Microsoft kriegt immer auf die Fr.... für die Firmenpolitik und andere Dinge - was ist mit z.B. Apple? Da verstehe ich u.A. die EU-Politik bzw. die Strafen der EU nicht mehr. Aber die strafen uns ja bald mit der Misswirtschaft von Griechenland und weil Deutschland u.A. Exportrekorde erzielt und andere EU-Länder nicht - muss man das verstehen ?

    Einige Leute sollten mal verstehen wieviele Annehmlichkeiten MS bietet - von der Hardware über die Verständigung zur Software und zu Geld in Form von etlichen Jobs !

    Zur Software-Entwicklung:

    Würde mir einer vorschreiben wollen was für "Fremdsoftware" ich in die Installationsroutine meines Programm aufnehmen müsste nur weil er auf meinem Programm aufsetzt und ich ihn ohne Rechnung gewähren lasse (und ein EU-Depp das so entscheidet), ich würde mit der Panzerfaust auf die Jagd gehen - VERSPROCHEN !!!

    Im Fall MS ist ja das Beste - der Kläger entwickelt unter Visual Studio was definitiv von MS entwickelt, bzw. dem Standard der von MS geschaffen wurde ...

    Also jeder der jetzt noch über MS meckert: Installiert Linux, Unix, MacOS oder anderes und hört auf sich bei einer Firma zu beschweren die Mio von Rechnern am laufen hat und überhaupt die Entwicklung des PC's in Wohnungen somit überhaupt erst ermöglichte !!!

    Wenn mich nur 40% der "Kläger" jetzt erhören und alternative Betriebssysteme nutzen - dann gehts hier bald richtig ab in Sachen Fehlermeldungen und Beschwerden !

    Meiner Meinung nach macht es MS genau richtig und jeder der durch eigene Leistung zu Geld gekommen ist würde mir beipflichten (auch wenn ich kein Geld habe und auch nicht bei MS arbeite) !

    Und für das was MS bietet und kostet kann sich keiner beschwerden - bestellt mal einen Handwerker der nur die Sicherungen kontrolliert - Ich glaube das ist teurer wie 2 Jahre ein Betriebssystem !

    Zum Schluss:

    Ich Schule um: ich werde EU Politiker: ich kann den ganzen Tag Quatsch machen, ein Vermögen verdienen und es ist nicht einmal wie in der Schule wo man wenigstens so tun muss als ob man zuhört. In der EU wird man sogar für Abwesenheit gleichermaßen bezahlt wie ein Anwesender.
  • lrlr , 16. März 2010 08:42
    >Und wenn die Firma genau solche Produkttypen im Portfolio hat, die die
    >Mitarbeiter teilweise von der Konkurrenz lieber kaufen ist die Reaktion
    >verständlich.

    DANN geht die Kritik aber an die falschen Leute, nicht die Mitarbeiter die das Produkt kaufen sind schuld, sondern die MS Entwickler die kein "marktgerechtes" produkt (mehr) haben fürs handy
  • -Iwan- , 16. März 2010 09:15
    das ist nicht nur bei MS so, aber da es ja um MS und Apple geht, muss das natürlich wieder gross an den Pranger gehängt werden
    ich glaube nicht, das man es z.B. bei Nokia gerne sieht, wenn da Mitarbeiter mit Sony Ericson Handys rumlaufen oder bei Logitech welche eine MS-Maus benutzen
    mal ein anderes krasses deutsches Beispiel: bei VW darfst du als Lieferant nicht auf dem Eingangsnahen Parkplatz parken, wenn du nicht mit einem VW kommst (selber erlebt bei einem kaufmännischem Besuch)
    ob die VW-Miatarbeiter nun auch entfernt parken müssen, wenn sie keinen VW fahren, haben wir uns gar nicht erst getraut zu fragen...
  • synonym , 16. März 2010 15:33
    Da muss man keine Sekunde drüber diskutieren. Die Mitarbeiter werden für ihre volle Unterstüzung bezahlt. Wers noch nicht weiß: In Deutschladn ist es sogar so geregelt, dass z.B. eine Erfindung die du in deiner Garage machst zu großen Teilen deinem Chef gehört, auch wenn es deine Freizeit war, weil du im Rahmen deines Beschäftigungsverhältnisses in Vollzeit deine gesamte Arbeitskraft an deinen Arbeitgeber verkaufst.

    Und könnt ihr euch vorstellen in nem Klamottenladen zu fragen was denn die Bedienung da schönes an hat und zur Antwort zu bekommen "Ach, das gibts nebenan!" ?

    Also, Microsoft Mitarbeiter, Microsoft Regeln. Und wenn das bedeutet kein iPhone im Unternehmen, dann ist das halt so oder man muss zu Apple wechseln. Privat kann man dann ja dennoch gerne mit seinem iPhone rumspielen.

  • FormatC , 16. März 2010 15:38
    Ich kenne sogar Leute, die das Ei-Fon mittlerweile freiwillig verstecken, weil der Proll-Faktor einfach zu groß geworden ist. Jede föngewellte Mandy, Sandy, Cindy oder Jaqueline kann sich mittlerweile so ein Dings Dank Langzeitvertrag zwischen Kippenhalde, Bierdose und BILD-Zeitung auf den Couchtisch legen. ;) 
  • karvea , 16. März 2010 17:03
    synonymDie Mitarbeiter werden für ihre volle Unterstüzung bezahlt. Wers noch nicht weiß: In Deutschladn ist es sogar so geregelt, dass z.B. eine Erfindung die du in deiner Garage machst zu großen Teilen deinem Chef gehört, auch wenn es deine Freizeit war, weil du im Rahmen deines Beschäftigungsverhältnisses in Vollzeit deine gesamte Arbeitskraft an deinen Arbeitgeber verkaufst.


    Das stimmt aber nur dann wenn die Erfindung mit deiner Arbeit oder Erfahrungen aus Deiner Arbeit zusammenhängt. Ist dies nicht der Fall hast Du die alleinigen Rechte daran.
  • bubbelmu , 18. März 2010 21:52
    seit wann geht man denn während eines Meetings, wohlgemerkt mit dem Chef, überhaupt an sein Handy?
  • MartinSerdar , 21. März 2010 01:27
    bubbelmu: Wahrscheinlich wenn man operativ gesehen genauso wichtig für das Unternehmen ist und jeder Anruf zählt. Steve Ballmer hat doch seit Amtsantritt bisher so gut wie alles vor den Karren bei MS gefahren oder will jemand behaupten, die wahren Innovationen wären alles seine eigenen Ideen? Kann ich mir nicht vorstellen....

    Und am geilsten finde ich, dass die kleinen Leute dort ungeniert weitermachen mit dem iPhone... gut so. Wahrscheinlich ist das dann deren stiller Protest gegen aus profitärer Sicht des Unternehmens zustande gekommene befristete Verträge. Job ist eh bald wieder weg!? *g*