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LUXA2 LM100 Mini

Fünf Mini-ITX-Gehäuse im Test
Von , Manuel Masiero

Gebürstetes Aluminium, eingraviertes Hersteller-Logo und Innensechskantschrauben auf dem Gehäusedeckel samt VFD-Display (Vacuum Fluorescence Display, Vakuumfluoreszenzanzeige) und mitgelieferter Fernbedienung: Das LUXA2 LM100 Mini lässt keine Zweifel daran, dass es sich in der HTPC-Ecke am wohlsten fühlt. Konsequenterweise preist der Hersteller den Testkandidaten als Entertainment-System an und veranschlagt für die schicke Optik einen ansehlichen Preis. Der LM100 Mini kostet rund 270 Euro und ist damit das mit Abstand teuerste Mini-ITX-System im Test.

Klein und flexibel erweiterbar

Mit Abmessungen von 24,2 x 12,5 x 30,6 cm macht das LM100 Mini seinem Namenszusatz alle Ehre und ist gleichzeitig das kleinste Gehäuse im Test, das noch den Einbau einer 3,5“-Festplatte erlaubt. Allerdings reicht der Platz nicht mehr für ein herkömmliches 5,25“-Laufwerk, sondern nur noch für eine Slimline-Version, die sich dafür per mitgelieferten Adaper über den SATA-Anschluss des Mainboards betreiben lässt. An der Gehäusevorderseite besitzt das LM100 Mini zwei USB-2.0-Ports sowie jeweils einen Anschluß für Firewire und HD-Audio und versteckt sie passend zu seiner Optik hinter einer Blende.

Der Einbau unseres Test-Mainboards macht beim LUXA2 keine Probleme und gelingt dank gut erreichbarer Anschlüsse recht schnell. Optional lässt sich das LM100 Mini auch um eine Slimline-Grafikkarte erweitern, wofür das Netzteil mit 200 Watt ausreichend dimensioniert ist. Zur Kühlung stehen nur zwei 50-mm-Lüfter bereit, die zwar im Betrieb nicht sonderlich laut drehen, dafür aber auch keine starke Luftzirkulation erreichen.

HTPC für Anfänger

Kernstück des LUXA2 LM100 Mini ist sein 7“-Display samt der dazugehörigen iMon-Fernbedienung und der Software iMedian HD. Mit letzeren lässt sich der Testkandidat als Media Center einsetzen und stellt beispielsweise bei der Audio-Wiedergabe den Titel des Musikstücks auf dem kleinen Monitor dar. Angesichts der kleinen Schrift und lediglich einer Display-Zeile hält sich der Informationsgehalt aber in engen Grenzen.

Während die Fernbedienung einen guten Eindruck macht, kann die Software im Test nicht ganz überzeugen, zumal sie der Funktionalität eines Windows Media Center nichts voraus hat. Wer Windows 7 auf dem Mini-ITX-System installiert, kann die iMedian-HD-Software getrost in der Verpackung liegen lassen und den LM 100 Mini stattdessen über das Windows Media Center verwalten.

Fazit: Wohnzimmer-PC mit Multimedia-Eignung

Mit seinem Infrarotempfänger und der mitgelieferten Fernbedienung ist das LUXA2 LM100 Mini ein geeigneter Kandidat, um sich einen HTPC aufzubauen. Dabei macht das kleine und wenig informative Display jedoch wenig Freude und bringt funktionell wenig. Das LM100 Mini macht sich indes besonders gut, wenn man einen kleinen Wohnzimmer-PC sucht, der gleichzeitig über Multimedia-Fähigkeiten verfügen soll.

LUXA2 LM100 Mini
TypMini-ITX-Gehäuse
Mainboard-TypMini-ITX
Abmessungen (B x H x T)242 x 125 x 306 mm
MaterialAluminium
FarbenSilberfarbenes Gehäuse, schwarze Frontblende
Schnittstellen2 x USB 2.0, 1 x IEEE 1394 (Firewire), 1 x HD-Audio
Netzteil200 Watt
Einbaumöglichkeit für SteckkarteJa (Low-Profile)
Laufwerke1 x 3,5-Zoll-Festplatte, 1 x 5,25-Zoll-Laufwerk (Slimline)
Kühlsystem2 x 50 mm (Rückseite)
Gewicht4,35 kg
Preisca. 230 Euro

Alle 10 Kommentare anzeigen.
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Sortieren nach: Neueste zuerst | Älteste zuerst
  • mumussek , 17. November 2010 12:41
    Sehr toller Test, endlich mal etwas zum Thema ITX und nicht immer nur riesige Mega Gehäuse mit Mega Kühlern...

    Aber was ich schade finde ist, dass hier nie gesagt wird was die maximale Bauhöhe für CPU Kühler ist. Das ist schließlich die immer quälende und alles entscheidende Frage:

    Passt ein Scythe Big Shuriken ins Gehäuse ja oder nein?
  • Derfnam , 17. November 2010 12:45
    Oder ein richtig guter wie der Prolimatech Samuel ;) 
    Der wohl einzige Designer von Chieftec hat wohl ne Lebensstellung da, kann das sein? Igitt.
  • mumussek , 17. November 2010 12:47
    Mir fällt auch auf, das die Angaben zum Silverstone Sugo SG05 falsch sind.

    Eine 24.5cm lange Grafikkarte, z.b. das Referenzdesign einer Radeon 5850 (nicht die Custom Designs) passt ohne Modding wunderbar rein. Genauso wie alle 6850 wunderbar rein passen sind und die sind auch etwa 23cm lang.

    Man braucht nur lange Finger zum anstecken der Stromstecker, ist aber echt kein Problem.
  • Anonymous , 17. November 2010 15:31
    Netter Test. Mich hätten vor allem die Neuheiten auf dem Markt interessiert, z.b. das Lian Li PC-Q09A oder das Silverstone SST-SG06S.

    Vielleicht könnt Ihr ja noch mal eine zweite Runde drehen...
  • drno , 17. November 2010 15:54
    http://www.pcgameshardware.de/aid,750234/Lian-Li-PC-Q08-im-Test-Mini-ITX-Gehaeuse-mit-massig-Platz/Gehaeuse/Test/

    Lian Li PCQ-08. Der Platz zwischen Mobo und PSU beträgt 11 cm!
    Da geht doch noch was mit einem richtigen Cooler!

    http://www.dexgo.com/index.php?site=artikel/view.php&id=398&rubrik=Hardware&seite=2

    Großer Schurke wird von der Höhe her passen, von der Breite weiß ich es nicht ??
  • redeye , 18. November 2010 16:30
    Hallo,
    ich möchte alle Leser auf einen kleinen Fehler im Test des Silverstone SG05 hinweisen:
    Das Gehäuse erlaubt den GLEICHZEITIGEN Einbau eines 2,5-Zoll- und eines 3,5-Zoll-Laufwerks. Der Einbau ist also nicht wahlweise, wie oben beschrieben.
    Dazu kommt natürlich noch der Platz für das optische Slimline-Laufwerk.
  • redeye , 18. November 2010 16:36
    mumussekSehr toller Test, endlich mal etwas zum Thema ITX und nicht immer nur riesige Mega Gehäuse mit Mega Kühlern...Aber was ich schade finde ist, dass hier nie gesagt wird was die maximale Bauhöhe für CPU Kühler ist. Das ist schließlich die immer quälende und alles entscheidende Frage:p asst ein Scythe Big Shuriken ins Gehäuse ja oder nein?


    Hallo mumussek,
    Silverstone gibt die maximale CPU-Kühler Höhe mit 82 mm an. Ein Scythe BIG Shuriken passt mit seinen 58 mm Bauhöhe also problemlos hinein.
  • mumussek , 19. November 2010 01:08
    Da ich selber ein Sugo 05 mit J&W Minix780G und Phenom II 705e plus Scythe Big Shuriken habe ist mir das auch klar. Woher sollte ich sonst wissen, welche Grafikkarten da rein passen... Ich würde es nur bei allen anderen Gehäusen gern wissen und finde, dass es generell dazu gehört zu solch einem Test.
  • Anonymous , 21. November 2010 21:26
    Beim Lian Li fehlt die Ansicht mit Netzteil... denn wie so oft, kann man entweder 5 Festplatten einbauen ODER das Netzteil ODER weiß der Geier. Aber selten alles zusammen, was man für den Betrieb bräuchte.
  • thg5432 , 24. November 2010 20:25
    mit dem Innenleben hab ich mich noch nicht beschäftigt, aber mit dem Außeren:



    http://www.hardwareluxx.de/community/f143/lian-li-pc-q08-goes-custom-color-763883.html#post15755990