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Fazit

Fünf Mini-ITX-Gehäuse im Test
Von , Manuel Masiero

Der Vergleichstest zeigt deutlich, dass sich Mini-ITX-Gehäuse nicht über einen Kamm scheren lassen und ihre individuellen Stärken erst beim passenden Einsatzgebiet richtig ausspielen können. So dürften Anwender mit dem zielstrebig auf HTPC-Dienste ausgelegten LUXA2 LM100 Mini nicht glücklich werden, wenn sie ein Spielesystem aufsetzen wollen. Umgekehrt ist der Silverstone SG05, der über ein 300-Watt-Netzteil verfügt und Dual-Slot-Grafikkarten unterstützt, als simpler Desktop-Arbeitsknecht schlichtweg überdimensioniert.

Wer sich bei der Mini-ITX-Wahl keine bestimmte Ausrichtung verfolgt und sich alle Wege offenhalten will, ist mit dem Lian Li PC-Q08 am besten bedient. Der Testkandidat gehört zwar zu den größten Mini-ITX-Gehäusen, bietet jedoch die flexibelsten Ausbaumöglichkeiten. Zudem eignet sich das Lian Li besonders für Anwender, die nur Standardkomponenten verwenden statt in spezielle Hardware wie Slimline-Laufwerke oder Low-Profile-Grafikkarten investieren wollen.

Kann das Mini-ITX-Gehäuse gar nicht günstig genug sein, führt kein Weg am Chieftec BT-02B vorbei. Ein schönes Äußeres muss man sich in diesem Fall dazudenken und hinsichtlich Konfiguration die meisten Kompromisse hinnehmen: angefangen beim CPU-Kühler, der nicht zu hoch sein darf bis hin zum Grafikkarten-Platz, der mit 19 cm sehr kurz ausgefallen ist.

Anwender, die ein möglichst kleines Gehäuse für ihr Mini-ITX-Board suchen, werden beim Antec ISK 310-150 fündig. Großartige Leistung dürfen sie dann nicht erwarten, doch für den Einsatz als Desktop-Rechner macht sich der Antec durchwegs gut. Trotz seiner Mini-Maße lässt sich im Testkandidat sogar noch eine Low-Profile-Grafikkarte unterbringen, doch in diesem Fall sollte man noch in einen weiteren Kühler investieren.

Wie eingangs erwähnt sticht das Silverstone SG05 mit seinem 300-Watt-Netzteil und Unterstützung von Dual-Slot-Grafikkarten für Spieler die anderen Testkandidaten locker aus. Für Multimedia-Enthusiasten, die ein wenig mehr Geld in ein besonders schickes System investieren wollen und das Gerät auch per Fernbedienung steuern wollen, empfiehlt sich das LUXA2 LM100 Mini. Für einen vollwertigen HTPC reicht es angesichts des kleinen Displays und den eingeschränkten Ausbaumöglichkeiten jedoch nicht ganz.

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