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Fünf Mini-ITX-Gehäuse im Test

Fünf Mini-ITX-Gehäuse im Test
Von , Manuel Masiero

Mini-ITX-PCs vereinen Stromspar-Funktionen und gute Performance auf kleinstem Raum, doch ihre Leistung können sie erst mit dem passenden Gehäuse entfalten. Wir haben fünf aktuelle Mini-ITX-Cases getestet.

Mini-ITX-PCs vereinen Stromspar-Funktionen und gute Performance auf kleinstem Raum, doch ihre Leistung können sie erst mit dem passenden Gehäuse entfalten. Wir haben fünf aktuelle Mini-ITX-Cases getestet.

Mini-ITX-Systeme sind wesentlich kompakter als normale Desktop-Rechner und bringen es auf Mainboard-Abmessungen von gerade einmal 170x170 mm. Damit eignet sich der im Jahr 2008 von VIA definierte und inzwischen allseits adaptierte Formfaktor besonders gut, um möglichst kleine PC-Plattformen aufzusetzen. Mini-ITX ist rund 61 Prozent kleiner als Full-Size ATX, mehr als doppelt so klein wie Micro-ATX und immer noch ein gutes Drittel kleiner als Flex-ATX.

So leistungsstark wie Standard-PCs

Die ersten Mini-ITX-Rechner basierten noch auf leistungsschwachen CPUs wie VIAs Eden und kamen dadurch allenfalls als Thin Clients oder genügsame Arbeitsplatz-Rechner in Frage. Mittlerweile haben die Hersteller aber nachgebessert und bieten eine breite Palette an Mini-ITX-Plattformen an, die es in Sachen Leistung sogar mit ausgewachsenen Systemen aufnehmen kann. Dadurch hat sich das Einsatzgebiet der kleinen Rechner deutlich erweitert und inzwischen wildern sie auch munter im Revier der „Großen“.

Entscheidend: Das Mini-ITX-Gehäuse

Aktuelle Mini-ITX-PCs machen als vollwertige Spielestation eine ebenso gute Figur wie als Home Theater PC (HTPC). Weil die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten aber ganz unterschiedliche Anforderungen an das System stellen, müssen neben den inneren Werten auch die äußeren überzeugen. So bringt das beste Mini-ITX-Board wenig, wenn das Gehäuse zum Beispiel zu wenig Platz für die Grafikkarte bietet, über ein zu schwaches Netzteil verfügt, mit ungünstig angebrachten USB-Anschlüssen nervt, die im Betrieb entstehende Wärme nur unzureichend abführen kann oder zu wenig Erweiterungsmöglichkeiten bietet.

Fünf Mini-ITX-Gehäuse im Test

Die Wahl der richtigen Mini-ITX-Platine und des dazu passenden Prozessors ist eine kleine Wissenschaft für sich. Die Frage, was das System leisten und wofür es eigentlich eingesetzt werden soll, steht daher an erster Stelle. Genauso verhält es sich bei Mini-ITX-Gehäusen, denn je nach Hersteller gibt es beträchtliche Unterschiede bei Ausstattung, verfügbarem Platz und Optik. Je nachdem, ob der Mini-PC den Arbeitsrechner beherbergen, auf LAN-Partys mitgenommen werden oder als Multimedia-Lieferant im Wohnzimmer stehen soll, kommt daher ein anderer Gehäusetyp in Frage.

Wir haben fünf aktuelle Gehäuse für Mini-ITX-Platinen unter die Lupe genommen, sie dabei auf ihre Stärken und Schwächen abgeklopft und ermittelt, für welchen Einsatzzweck sie sich am besten eignen. Als Testboard zum Einbau in alle Produkte kommt das Gigabyte H55N-USB3 zum Einsatz, das wir mit einer Intel Core-i5-CPU samt Standard-Intel-Kühler (boxed) bestückt haben. Folgende Testkandidaten sind mit dabei: Antec ISK 310-150, Chieftec BT-02B, Lian Li PC-Q08, LUXA2 LM100 und Silverstone SG05. Die Gehäuse sind allesamt leer, verfügen aber abgesehen vom Lian Li aber jeweils über ein Netzteil.

Nicht jede PC-Hardware passt

Die kleinen Abmessungen der Mini-ITX-Gehäuse machen es nicht zwangsläufig schwierig, PC-Komponenten in „Standardgröße“ zu verbauen. So erlauben fast alle Testkandidaten den gleichzeitigen Einbau einer 3,5“-Festplatte und eines optischen Laufwerks im gewöhnlichen 5,25“-Format. Schwieriger kann es dagegen bei Prozessorlüftern oder Steckkarten werden, die mitunter zu groß respektive zu lang sind, um noch ins Gehäuse zu passen. Doch selbst wenn ein Gehäuse vermeintlich für den Einbau von Standardkomponenten gerüstet ist, kann es mitunter eng werden.

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Sortieren nach: Neueste zuerst | Älteste zuerst
  • mumussek , 17. November 2010 12:41
    Sehr toller Test, endlich mal etwas zum Thema ITX und nicht immer nur riesige Mega Gehäuse mit Mega Kühlern...

    Aber was ich schade finde ist, dass hier nie gesagt wird was die maximale Bauhöhe für CPU Kühler ist. Das ist schließlich die immer quälende und alles entscheidende Frage:

    Passt ein Scythe Big Shuriken ins Gehäuse ja oder nein?
  • Derfnam , 17. November 2010 12:45
    Oder ein richtig guter wie der Prolimatech Samuel ;) 
    Der wohl einzige Designer von Chieftec hat wohl ne Lebensstellung da, kann das sein? Igitt.
  • mumussek , 17. November 2010 12:47
    Mir fällt auch auf, das die Angaben zum Silverstone Sugo SG05 falsch sind.

    Eine 24.5cm lange Grafikkarte, z.b. das Referenzdesign einer Radeon 5850 (nicht die Custom Designs) passt ohne Modding wunderbar rein. Genauso wie alle 6850 wunderbar rein passen sind und die sind auch etwa 23cm lang.

    Man braucht nur lange Finger zum anstecken der Stromstecker, ist aber echt kein Problem.
  • Anonymous , 17. November 2010 15:31
    Netter Test. Mich hätten vor allem die Neuheiten auf dem Markt interessiert, z.b. das Lian Li PC-Q09A oder das Silverstone SST-SG06S.

    Vielleicht könnt Ihr ja noch mal eine zweite Runde drehen...
  • drno , 17. November 2010 15:54
    http://www.pcgameshardware.de/aid,750234/Lian-Li-PC-Q08-im-Test-Mini-ITX-Gehaeuse-mit-massig-Platz/Gehaeuse/Test/

    Lian Li PCQ-08. Der Platz zwischen Mobo und PSU beträgt 11 cm!
    Da geht doch noch was mit einem richtigen Cooler!

    http://www.dexgo.com/index.php?site=artikel/view.php&id=398&rubrik=Hardware&seite=2

    Großer Schurke wird von der Höhe her passen, von der Breite weiß ich es nicht ??
  • redeye , 18. November 2010 16:30
    Hallo,
    ich möchte alle Leser auf einen kleinen Fehler im Test des Silverstone SG05 hinweisen:
    Das Gehäuse erlaubt den GLEICHZEITIGEN Einbau eines 2,5-Zoll- und eines 3,5-Zoll-Laufwerks. Der Einbau ist also nicht wahlweise, wie oben beschrieben.
    Dazu kommt natürlich noch der Platz für das optische Slimline-Laufwerk.
  • redeye , 18. November 2010 16:36
    mumussekSehr toller Test, endlich mal etwas zum Thema ITX und nicht immer nur riesige Mega Gehäuse mit Mega Kühlern...Aber was ich schade finde ist, dass hier nie gesagt wird was die maximale Bauhöhe für CPU Kühler ist. Das ist schließlich die immer quälende und alles entscheidende Frage:p asst ein Scythe Big Shuriken ins Gehäuse ja oder nein?


    Hallo mumussek,
    Silverstone gibt die maximale CPU-Kühler Höhe mit 82 mm an. Ein Scythe BIG Shuriken passt mit seinen 58 mm Bauhöhe also problemlos hinein.
  • mumussek , 19. November 2010 01:08
    Da ich selber ein Sugo 05 mit J&W Minix780G und Phenom II 705e plus Scythe Big Shuriken habe ist mir das auch klar. Woher sollte ich sonst wissen, welche Grafikkarten da rein passen... Ich würde es nur bei allen anderen Gehäusen gern wissen und finde, dass es generell dazu gehört zu solch einem Test.
  • Anonymous , 21. November 2010 21:26
    Beim Lian Li fehlt die Ansicht mit Netzteil... denn wie so oft, kann man entweder 5 Festplatten einbauen ODER das Netzteil ODER weiß der Geier. Aber selten alles zusammen, was man für den Betrieb bräuchte.
  • thg5432 , 24. November 2010 20:25
    mit dem Innenleben hab ich mich noch nicht beschäftigt, aber mit dem Außeren:



    http://www.hardwareluxx.de/community/f143/lian-li-pc-q08-goes-custom-color-763883.html#post15755990