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MySpace: Für nur 35 Mio. US-Dollar an Specific Media und Justin Timberlake verkauft

Von , Jane McEntegart - Quelle: All Things D | B 2 kommentare
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Letzte Woche war in der Social-Networking-Welt hauptsächlich durch den Teil-Launch von Google+ allerhand los. Aber es gab noch ein Großereignis: MySpace wurde verkauft.

Die einst enorm populäre und 2005 für knapp 600 Millionen US-Dollar an News Corp verkaufte MySpace-Plattform hatte bereits seit längerer Zeit mit Problemen zu kämpfen. Der Abstieg des einstigen Vorzeigekinds war langsam und schmerzhaft, aber kontinuierlich und dauerhaft; das einstige Social-Media-Highlight MySpace verlor immer mehr an Relevanz. Ein vor kurzem durchgeführtes Re-Design der Webseite sollte MySpace neues Leben einhauchen, brachte im Endeffekt aber nicht viel.

Aber vielleicht hilft der Besitzerwechsel: Specific Media verkündete letzte Woche, dass es MySpace für nur 35 Millionen US-Dollar – umgerechnet ca. 24,1 Mio. Euro, also im Vergleich zu früheren Zeiten ein absolutes Schnäppchen – gekauft habe. News Corp wird aber weiterhin einen Anteil von fünf Prozent halten. Und man könnte es als seltsame Laune des Schicksals bezeichnen, dass auch Justin Timberlake, der Star von 'The Social Network', einen Anteil des Facebook-Rivalens erworben hat.

MySpace, das erst im Januar diesen Jahres 50 Prozent der Belegschaft entlassen hatte, soll zudem laut Berichten aus Gründen der Kostenreduzierung noch einmal die Hälfte seiner verbleibenden, rund 400 Mann starken Belegschaft vor die Tür setzen.

Eine E-Mail von MySpace-CEO Mike Jones bestätigte, dass es strukturelle Änderungen geben werde. Wie viele Leute aber wirklich entlassen werden sollen, bleibt aber unklar. Er informierte die Belegschaft außerdem, dass er nach einer zweimonatigen Übergangsperiode selber gehen werde.

Timberlake dagegen soll bei MySpace nicht nur mit Geld und gutem Namen dabei sein, sondern nach Hoffnung des Specific Media-CEOs Tim Vanderhook auch im Aufsichtsrat einziehen. Auf die Frage, ob schon ein neuer CEO für MySpace feststünde, antwortete er: "Wir haben noch niemanden. Uns ist es stattdessen wichtig, Justin Timberlake reinzuholen – denn wir suchen nach jemandem, der die kreative Strategie vorantreibt. Das Tagesgeschäft werden mein Bruder Chris und ich übernehmen."

Als klar war, dass die Transaktion über die Bühne gehen würde, war Specific Media laut Vanderhook sofort klar, dass man einen kreativen Motor brauchen würde – und Timberlake sei die ideale Wahl. Timberlake habe sich mit seinem eigenen Geld an dem Projekt beteiligt und werde später ein Büro und ein Team im MySpace-Hauptquartier haben, aber – natürlich – nicht jeden Tag dort sein.

Der über seine neueste Geschäftsbeteiligung befragte Timberlake äußerte sich wie folgt: "Es gibt Bedarf für einen Ort, ab dem Fans mit ihren Lieblings-Entertainer interagieren, Musik hören, Videos anschauen und coole Sachen entdecken und teilen können. MySpace hat das Potential, dieser Ort zu sein. Kunst wird durch Menschen inspiriert – und andersherum. Es gibt also eine natürliche soziale Komponente im Entertainment."

Weitere Details zu den Plänen von Specific Media bezüglich MySpace gibt’s bei AdAge (engl.).

Kommentarbereich
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  • lrlr , 5. Juli 2011 09:07
    >Highlander – Es kann nur einen geben

    ;-)

    mal schauen welches dieser (un-)sozialen Netze übrig bleibt, .
  • klomax , 5. Juli 2011 13:08
    Das letzte Netzwerk, das übrig bleiben wird, würde ich als Unternehmer kaltschnäuzig in "1984" umbenennen.

    Diese Anleihe (wie doppeldeutig) fänden die Nutzer dann wahrscheinlich auch noch "angesagt" und "geil".