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Storage Management mit Thecus und Open-E DSS 6.0

Storage Management mit Thecus und Open-E DSS 6.0
Von , Marcel Binder

Das Betriebssystem Open-E DSS 6.0 stattet NAS-Laufwerke mit professionellen Storage-Funktionen aus. Wie es funktioniert, zeigen wir am Beispiel des Thecus N8800PRO.

In kleinen und mittelständischen Unternehmen fällt jeden Tag eine große Menge an Daten an, die sicher gespeichert und archiviert werden muss. Vom Umfang her dürfte diese Informationsflut mancher öffentlichen Einrichtung oder manchem Amt gleichkommen: Beispielsweise generiert das deutsche Elektronensynchrotron (DESY) in Hamburg, eine Stiftung bürgerlichen Rechts, pro Experiment 100 Terabyte Rohdaten, und das Rechenzentrum im Klinikum Oldenburg muss für elektronische Krankenakten Monat für Monat 20 GByte Speicherplatz bereitstellen.

Um diese Datenmenge nicht nur zu speichern, sondern auch möglichst kostengünstig zu verwalten und Anwendern samt Anwendungen bei Bedarf effizient zur Verfügung zu stellen, braucht es ausgefeilte Storage-Technologien. Dafür stehen DAS-, SAN- und NAS-Lösungen unterschiedlichster Größenordnungen parat, wobei sich besonders die NAS-Systeme zu einer guten Partie für kleine und mittelständische Unternehmen entwickelt haben. Ein NAS kommt mit verhältnismäßig günstiger Hardware aus, macht den Datenaustausch in Netzwerken durch eine Vielzahl von Fileprotokollen einfach und bringt Backup-Mechanismen samt Datenreplikation und -synchronisation gleich mit.

KMUs, die in einen professionellen NAS-Speicher investieren wollen, können zwar aus einer großen Zahl passender Lösungen auswählen. Geht es aber darum, ein Gerät zu bekommen, das hohe Zuverlässigkeit und hohe Geschwindigkeit bietet, durch gute Supportleistung überzeugt und obendrein auch noch zu einem relativ günstigen Preis über die Ladentheke geht, dünnt sich das Sortiment schon beträchtlich aus. Storage-Server mit redundantem Netzteil, starkem Multicore-Prozessor und hoher Datenübertragungsrate sind jedoch nicht grundsätzlich teuer. Das zeigt das Thecus N8800PRO, der trotz Vollbestückung mit 8x 2 TB-Festplatten lediglich um die 2400 Euro kostet und damit deutlich preiswerter daherkommt als "richtige" Storage-Server-Hardware, für die man mindestens den 1,5-fachen Kaufpreis löhnen muss.

Die niedrigen Anschaffungskosten sind jedoch nicht das einzig interessante am N8800PRO, denn das NAS lässt sich mit einer alternativen Firmware noch deutlich effizienter auf Storage-Belange trimmen, als es der Hersteller vorgesehen hat. Die Rede ist von Open-E Data Storage Software V6, einem Betriebssystem, das sich voll und ganz auf Storage-Aufgaben konzentriert und seine Funktionen unter anderem über iSCSI, CIFS oder gar Fibre Channel zur Verfügung stellt. Das Setup von DSS 6.0 ist sehr einfach, denn das Betriebssystem lässt sich einfach von einem USB-Stick oder einer CD starten. Die Hardware-Erkennung läuft ebenso automatisch ab wie die die Installation der Treiber, etwa für den RAID-Controller oder die Ethernet-Karte.

Das Gespann aus Open-E DSS 6.0 Software und Thecus N8800PRO stellen wir im Folgenden genauer vor, wobei wir den Fokus auf das alternative OS legen. Im Paket ist beides bei der Firma xtivate erhältlich. Bei gleicher Server-Konfiguration kostet der Thecus N8800PRO zusammen mit Open-E DSS 6.0 dort etwa 400 Euro mehr gegenüber der Standard-Version mit Thecus-Firmware.

Alle 7 Kommentare anzeigen.
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  • a97584 , 30. Januar 2012 12:36
    nur 45 MB/s? Da muss irgendwo der Wurm drin sein... Wir haben ein N7700 Pro (Thecus FW) im Einsatz und der Core2Duo langweilt sich bei Einzelplatz-Zugriffen nur... An den 8 Festplatten liegt es m.M. nach nicht. Ein Vergleich mit der Original-FW wäre angebracht.
  • St0fF64@guest , 30. Januar 2012 12:58
    Super recherchiert: das Thecus redet über 2 Marvell MV88SE6340 SAS/SATA2 Controllern mit seinen Festplatten - nix SiI. Ausserdem wundere ich mich, dass mein Thecus N8800 mit Bordmitteln in einem standard 19" Rack hängt.

    Was hat Euch Open-e eigentlich für diese Werbeveranstaltung bezahlt? Man hat den Eindruck, dass es hier nicht um die System+Software-Kombination geht, sondern eigentlich nur um open-e.
  • St0fF64@guest , 30. Januar 2012 13:00
    P.S.: welche Version von Open-e wurde eigentlich verwendet?
  • any1@guest , 30. Januar 2012 17:45
    Herr Hübner, Sie haben ein N8800? Oder Ihr Brötchengeber?
  • IEsuxx@guest , 30. Januar 2012 21:55
    Du, im Internet du und nicht sie.
  • mbinder , 31. Januar 2012 02:07
    Ich finde keine Marvell-Controller auf dem Board. :) 

    Auf anderen Thecus-Boards für das N7700/N8800 (Ver 1.0) kamen noch die erwähnten Marvell-Controller zum Einsatz, das ist richtig. Siehe z.B. hier:

    Bei dem mir vorliegenden N8800PRO mit Board-Version 1.4 sind jedoch die im Text erwähnten SiL-3132 verbaut.
    Zudem wird auch das Kernelmodul sata_sil24.ko geladen und kein mv_sata oder ähnliches.

    1. [...]
    2. sata_sil24 0000:05:00.0: PCI INT A -> GSI 19 (level, low) -> IRQ 19
    3. sata_sil24 0000:05:00.0: setting latency timer to 64
    4. scsi6 : sata_sil24
    5. scsi7 : sata_sil24
    6. [...]



    Gruß
    Marcel
  • fffcmad , 31. Januar 2012 08:34
    Mein nun defekter P3 hat fast 70MByte die Sekunde geschafft. Also bitte... :) 
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