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Neue Firmware und Funktionen

Atom beschleunigt: Synology DS1010+
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Ein NAS-Gerät kann seitens der Hardware noch so leistungsstark sein, ohne die richtige Firmware bleibt es eine einfache Ansammlung von Kabeln, Platinen und Siliziumchips. Daher kommt, wie erwartet, auch beim DS1010+ Synologys Universal-Firmware mit der Bezeichnung Disk Station Manager (DSM) zum Einsatz, die in dieser Form auch bei allen anderen NAS-Geräten aus dem Hause Synology Verwendung findet und seit März diesen Jahres in Version 2.3 verfügbar ist. Der Funktionsumfang der Firmware hängt dabei natürlich direkt von der zu Grunde liegenden Hardware ab, was Bedeutet, dass wenn ein NAS-Gerät z.B. über keinen eSATA-Anschluss verfügt, auch kein eSATA-Menüpunkt auf der Administrationsoberfläche vorhanden ist. 

Beim DS1010+ konnten die Firmware-Programmierer bei Synology natürlich aus dem Vollen schöpfen. Die Verwaltung einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) per USB wird ebenso unterstütz wie der Anschluss von zwei Druckern, für die das DS1010+ als Printserver dient. Am eSATA sowie an einem der USB-Schnittstellen lassen sich externe Speichergeräte anschließen und zum Beispiel als Backup-Medium für das NAS-Gerät verwenden.

Sicherung der Daten: Externes RAID oder Cloud

Hierbei ist es auch möglich nicht nur eine einzelne externe Festplatte am eSATA-Interface anzuschließen, sondern zum Beispiel auf ein externes RAID-Gehäuse zurückzugreifen, auf dem dann die Inhalte des NAS-Geräts zur Datensicherung gespeichert werden. Dank dem im DS1010+ integrierten Silicon Image Sil3132 SATALink PCI Express to 2-Port Serial ATA II Host Controller, der den im NAS integrierten eSATA-Port zur Verfügung stellt und dabei die Port Multiplier-Funktion unterstützt, sollten hierbei auch etwas exotischere RAID-Gehäuse ihren Dienst verrichten, die über keinen integrierten RAID-Controller verfügen.

Wer dem Trend der Online-Datensicherung folgen will, dem bietet die Disk Station Manager Firmware ab Version 2.3 auch die Möglichkeit auf die Dienstleistungen des Unternehmens Amazon zurückzugreifen und die Daten Online bei dessen Simple Storage Service Dienst (Amazon S3) zu speichern. 

Verschlüsselung von Ordnern

Eine weitere neue Funktion in Version 2.3 der Disk Station Manager Firmware ist die Verschlüsselung von freigegebenen Ordnern. Dies ist insofern etwas ungewöhnlich, da andere Hersteller von NAS-Geräten lediglich die Verschlüsselung von Partitionen erlauben. Da sich eine Verschlüsselung negativ auf die Performance auswirkt, bietet der von Synology beschrittene Weg  Anwendern gewisse Vorteile. So lässt sich auf Synology-Geräten eine einzelne große RAID-Partition anlegen, die nicht von der Verschlüsselung "ausgebremst" wird. Lediglich beim Zugriff auf eine verschlüsselte Freigabe müssen Anwender mit einer geringeren Datenübertragungsrate rechnen. Auf die restlichen auf dem NAS-Gerät gespeicherten Daten kann mit voller Geschwindigkeit zugegriffen werden.

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  • jo-82 , 29. Juni 2010 10:17
    Nett, aber Privat lege ich lieber 300 Euro (ohne Platten) in einen normalen PC als Backup/NAS an. Bei Auswahl der richtigen Komponenten habe ich dann die gleiche Leistung und Stromverbrauch, bin dafür aber bei der Software 100 mal flexibler. Und Reparaturfreudiger ist so eine Kiste allemal, wenn bei dem Ding das Board abkackt, kannst du zu den Daten aufm Raid auch nur noch Lebwohl sagen...
  • fffcmad , 29. Juni 2010 13:03
    An deiner Stelle wuerde ich dann eher einen dateiserver/ AD aufmachen. Und ich glaube nicht, das man mit der hier vorgestellten Buechse eingeschraenkt ist. Mit etwas Glueck kannst du dein eigenes OS drauf knallen.

    Fuer mich waere das aber nx. Ohne ECC und vernuenftiger Netzwerkkarte geht bei mir schon mal gar nichts. So eine Atom-Buechse verfuegt auch nicht ueber gewisse Fail-Save -Einrichtungen. Wenn ich z.B. bei meinem Dual-P3 -Server den Netzteilluefter anhalte, drehen sofort die Gehauseluefter auf, so dass das Netzteil mitgekuehlt wird. Und bei einem Dateiserver brauchts aus meiner Sicht unbedingt ECC-Speicher. Dazu noch einen Terminal-Zugang per RS232 Port und das nenne ich dann einen Dateiserver/ NAS. Der Atom-Buechse wuerde ich in dem Bereich keinen langen Betrieb zutrauen. Was passiert, wenn das Ding mal heiss laeuft, moechte ich mir nicht ausmalen.
  • oXe , 29. Juni 2010 13:05
    Raidinformationen werden im Normalfall in den MBR geschrieben, damit eben nix passieren kann. Neue Box bestellen, Platten in der Reihenfolge wieder einschieben, warten und glücklich sein xD
  • Anonymous , 29. Juni 2010 13:26
    Wie jo-82 würde ich einfach ein eigenes NAS mit Solaris und zfs anlegen. Damit komme ich auf die gleiche Leistung und Gbit Karten kosten jetzt auch nicht viel. Außerdem ist Solaris umsonst und selbst wenn der Server defekt wäre und ich ein neues Board bräuchte ein zpool recover reicht und die Daten sind wieder da inklusive dem zpool.
  • zimmi , 29. Juni 2010 13:36
    ... sofern die gleiche Box, bzw. der gleiche RAID Controller noch lieferbar ist....
    Aber das Problem besteht ja überall.
  • drcupido , 1. Juli 2010 00:27
    30W Sleep
    60W Idle

    NOGO wie man schön Neudeutsch sagt. Mit ein bisschen Geschick kann was besseres zusammenbauen.

    3W Sleep und 30W Idle bei 4x 2TB Platten ist im Eigenbau ohne weiteres möglich !
  • fffcmad , 1. Juli 2010 08:07
    Nicht immer ist der Stromverbrauch das Kriterium ueberhaupt. Was nuetzen mir maximal 30W, wenn ich nur 20- 50MByte/s maximal ueber die Gigabit-Verbindung lutschen kann?
  • drcupido , 1. Juli 2010 13:41
    Bei mir sinds 70-75MB was die 2TB Greens eben hergeben,hab noch kein Raid. Der Idleverbrauch ist aber auch nicht das ausschlaggebende, sondern der sleepverbrauch von 30W.

    Bei mir läuft der Server vielleicht 2-3 Stunden am Tag und die restliche Zeit schläft das Teil. Also sollte der Schlafmodus möglichst wenig Strom brauchen.

    Das Synology verursacht fast 60 Euro Stromkosten im Jahr , selbst wenn es nie eingeschaltet ist :ouch: 

    Nur mal so nebenbei. Die Energieverordnung in der EU sagt aus: Ab Januar 2010:
    Max. Leistungsaufnahme im Aus-Modus 1 Watt und im Standby-Modus 2 Watt.

    Kann man hier zwar nicht 1:1 anwenden,jedoch sollte man sich um sowas schon Gedanken machen beim Neukauf eines Nas
  • fffcmad , 1. Juli 2010 13:49
    Mit Virenscanning?
  • drcupido , 1. Juli 2010 13:57
    Wieso soll aufm HomeServer ein Virenscanner laufen ? Auf meinem Hauptrechner läuft ein Antivirenprogramm und nur dieser hat schreibzugriff auf den Server. Der Rest kann nur lesend zugreifen. Auf dem kleinen läuft die Comodo Firewall/Defence mit Virenscanner. In wieweit dieser Virenscanner die einzelnen Dateien überprüft, die vom Server gelesen werden, kann ich dir nicht sagen. Ich nehme mal an, das wenn überhaupt nur eingehende Dateien gescannt werden.
  • mbinder , 1. Juli 2010 14:52
    Kurzer Einwurf meinerseits:
    Die Bezeichnung Sleep war vielleicht etwas ungeschickt gewählt. Gemeint ist der "HDD Power Down"-Zustand, was ich so nun auch in die Tabelle eingetragen habe. Einen Sleep-Modus wie man ihn vom PC her kennt bietet das NAS nicht an. Bei lediglich 2 - 3 Stunden Betriebszeit wäre die beste Option meiner Ansicht nach das NAS-Gerät komplett auszuschalten (1,6W) und bei Bedarf per WOL wieder einzuschalten.

    //Die Edith: Auf vielen NAS-Geräten von Synology und Qnap (Thecus bin ich mir nicht sicher) lässt sich auch per ipkg/qpkg ein Virenscanner installieren.

    Gruß
    Marcel
  • drcupido , 1. Juli 2010 15:49
    ah okay, das hört sich doch klasse an. Wenn sich das Nas nach z.B. 10-20min selbständig ausschaltet und dann nurnoch 1-2 W braucht und per WOL wieder aufwecken lässt, dann ist das genial.
  • mbinder , 1. Juli 2010 15:58
    Wäre schön wenn das ginge. Aber ein selbständiges Ausschalten ist (soweit mir bekannt) nicht möglich. Höchstens zeitgesteuert oder ganz klassisch manuell z.B. über die Web-Oberfläche bzw. Knöpfchen am Gerät drücken. Auf welche Art auch immer das Gerät herunter gefahren wird, WOL funtkioniert immer.

    Eine Art Auto-Abschaltung bietet glaube ich Buffalo an. Hier fährt sich dann das NAS-Gerät runter, sobald der letzte Client abgeschaltet wurde (Softwarelösung).
  • traldors , 10. August 2010 12:01
    Bei all diesen "low cost" NAS Systemen ist die tatsächliche Leistung oft geringer als 10 m/sec. Wer was anderes behauptet, lügt.