Atom beschleunigt: Synology DS1010+
Inhaltsverzeichnis
- 1. Atom für NAS-Geräte
- 2. Angenehmes Erscheinungsbild und mehr Anschlüsse
- 3. Neue Firmware und Funktionen
- 4. Hybrid RAID und weitere Leistungsmerkmale
Mit dem DS1010+ präsentiert Synology den Nachfolger des bisherigen Spitzenmodells DS509+ und setzt dabei statt auf die bislang verwendeten Freescale-Prozessoren auf Intels Atom-Plattform. Wir sagen Ihnen welche Performance Sie erwarten dürfen.
Intels neue Dual-Core Atom-Prozessoren (Codename Pineview) erfreuen sich offensichtlich großer Beliebtheit bei den Herstellern von anspruchsvollen NAS-Geräten für den Einsatz in kleinen und mittleren Unternehmen. So verwundert es nicht, dass auch der Hersteller Synology auf die Kraft von zwei Atom-Kernen setzt. Das bisherige Spitzenmodell DS509+, dessen Herzstück aus einer Freescale MPC8533 CPU mit einer Taktrate von 1,06 GHz besteht, wurde abgekündigt und durch das neue DS1010+ ersetzt. Beim neuen Modell kehrt Synology den Freescale-Prozessoren den Rücken und setzt auf Intels Atom Dual-Core-CPU. Wie leistungsfähig diese Atom-Prozessoren in NAS-Geräten sind haben schon Thecus und Qnap mit den 4-Bay-Modellen N4200 und TS-459 Pro gezeigt. Welche Performance Sie vom neuen DS1010+ erwarten dürfen zeigen wir Ihnen auf den folgenden Seiten.
Synology DS1010+: Mehr Gigaherz...
Betrachtet man die bisherige Produkte von Synology, fällt auf, dass der Hersteller bislang überwiegend auf Prozessoren mit ARM bzw. PPC-Architektur gesetzt hat - und das überaus erfolgreich. Unsere früheren Tests von Synology NAS-Geräten mit Freescale PPC-CPU wie z.B. dem DS409+ zeigen, dass es nicht immer eine Intel-CPU sein muss, damit ein Gerät auch Leistungsfähig ist.
Währen andere Hersteller wie zum Beispiel Thecus mit dem N4100, (AMD Geode LX800), Qnap mit dem TS-509 Pro (Intel Celeron M420) oder Promise mit dem NS4600 (Intel Tolapai EP80579 SoC) Erfahrungen in der x86-Welt gesammelt haben, stellt die Verwendung eines Intel Prozessors und der x86-Architektur bei Synology ein Novum dar. So kommt beim neuen Modell DS1010+, das das ältere DS509+ ablöst, eine Intel Atom D510 Dual-Core CPU mit 1,66 GHz zum Einsatz, die als Basis für hohe Datenübertragungsraten im Netzwerk dienen soll. Unterstützt wird die CPU von 1GB DDR2-800 RAM, der von experimentierfreudigen Anwendern bei Bedarf per 200 Pin SODIMM auf 3GB erweitert werden kann. Synology bietet zwar selbst ein zertifiziertes RAM-Modul an, aber andere Module von z.B. Kingston oder Transcend sollten gemäß den Erfahrungsberichten in diesem Thread im Synology-Forum ebenfalls anstandslos funktionieren.
...und Detailverbesserungen
Im Vergleich zum Vorgängermodell kommt jedoch nicht nur eine andere CPU zum Einsatz, sondern es wurde auch die Optik des Geräts gründlich überarbeitet und auch sonst lassen sich seitens der Hardware Verbesserungen im Detail ausmachen. Gleich geblieben ist die Möglichkeit, die Speicherkapazität des NAS-Geräts durch die Anbindung einer Erweiterungseinheit zu vergrößern, die für das DS1010+ in Form des DX510 zur Verfügung steht. Das DX510 ist, vereinfacht ausgedrückt, ein Backplane in einem Gehäuse mit fünf Festplatteneinschüben, das einfach per eSATA mit dem NAS-Gerät verbunden wird. Doch zurück zum DS1010+, das wir auf den folgenden Seiten näher beschreiben.
Nett, aber Privat lege ich lieber 300 Euro (ohne Platten) in einen normalen PC als Backup/NAS an. Bei Auswahl der richtigen Komponenten habe ich dann die gleiche Leistung und Stromverbrauch, bin dafür aber bei der Software 100 mal flexibler. Und Reparaturfreudiger ist so eine Kiste allemal, wenn bei dem Ding das Board abkackt, kannst du zu den Daten aufm Raid auch nur noch Lebwohl sagen...
An deiner Stelle wuerde ich dann eher einen dateiserver/ AD aufmachen. Und ich glaube nicht, das man mit der hier vorgestellten Buechse eingeschraenkt ist. Mit etwas Glueck kannst du dein eigenes OS drauf knallen.
Fuer mich waere das aber nx. Ohne ECC und vernuenftiger Netzwerkkarte geht bei mir schon mal gar nichts. So eine Atom-Buechse verfuegt auch nicht ueber gewisse Fail-Save -Einrichtungen. Wenn ich z.B. bei meinem Dual-P3 -Server den Netzteilluefter anhalte, drehen sofort die Gehauseluefter auf, so dass das Netzteil mitgekuehlt wird. Und bei einem Dateiserver brauchts aus meiner Sicht unbedingt ECC-Speicher. Dazu noch einen Terminal-Zugang per RS232 Port und das nenne ich dann einen Dateiserver/ NAS. Der Atom-Buechse wuerde ich in dem Bereich keinen langen Betrieb zutrauen. Was passiert, wenn das Ding mal heiss laeuft, moechte ich mir nicht ausmalen.
Raidinformationen werden im Normalfall in den MBR geschrieben, damit eben nix passieren kann. Neue Box bestellen, Platten in der Reihenfolge wieder einschieben, warten und glücklich sein xD
Wie jo-82 würde ich einfach ein eigenes NAS mit Solaris und zfs anlegen. Damit komme ich auf die gleiche Leistung und Gbit Karten kosten jetzt auch nicht viel. Außerdem ist Solaris umsonst und selbst wenn der Server defekt wäre und ich ein neues Board bräuchte ein zpool recover reicht und die Daten sind wieder da inklusive dem zpool.
... sofern die gleiche Box, bzw. der gleiche RAID Controller noch lieferbar ist....
Aber das Problem besteht ja überall.
30W Sleep
60W Idle
NOGO wie man schön Neudeutsch sagt. Mit ein bisschen Geschick kann was besseres zusammenbauen.
3W Sleep und 30W Idle bei 4x 2TB Platten ist im Eigenbau ohne weiteres möglich !
Nicht immer ist der Stromverbrauch das Kriterium ueberhaupt. Was nuetzen mir maximal 30W, wenn ich nur 20- 50MByte/s maximal ueber die Gigabit-Verbindung lutschen kann?
Bei mir sinds 70-75MB was die 2TB Greens eben hergeben,hab noch kein Raid. Der Idleverbrauch ist aber auch nicht das ausschlaggebende, sondern der sleepverbrauch von 30W.
Bei mir läuft der Server vielleicht 2-3 Stunden am Tag und die restliche Zeit schläft das Teil. Also sollte der Schlafmodus möglichst wenig Strom brauchen.
Das Synology verursacht fast 60 Euro Stromkosten im Jahr , selbst wenn es nie eingeschaltet ist
Nur mal so nebenbei. Die Energieverordnung in der EU sagt aus: Ab Januar 2010:
Max. Leistungsaufnahme im Aus-Modus 1 Watt und im Standby-Modus 2 Watt.
Kann man hier zwar nicht 1:1 anwenden,jedoch sollte man sich um sowas schon Gedanken machen beim Neukauf eines Nas
Mit Virenscanning?
Wieso soll aufm HomeServer ein Virenscanner laufen ? Auf meinem Hauptrechner läuft ein Antivirenprogramm und nur dieser hat schreibzugriff auf den Server. Der Rest kann nur lesend zugreifen. Auf dem kleinen läuft die Comodo Firewall/Defence mit Virenscanner. In wieweit dieser Virenscanner die einzelnen Dateien überprüft, die vom Server gelesen werden, kann ich dir nicht sagen. Ich nehme mal an, das wenn überhaupt nur eingehende Dateien gescannt werden.
Kurzer Einwurf meinerseits:
Die Bezeichnung Sleep war vielleicht etwas ungeschickt gewählt. Gemeint ist der "HDD Power Down"-Zustand, was ich so nun auch in die Tabelle eingetragen habe. Einen Sleep-Modus wie man ihn vom PC her kennt bietet das NAS nicht an. Bei lediglich 2 - 3 Stunden Betriebszeit wäre die beste Option meiner Ansicht nach das NAS-Gerät komplett auszuschalten (1,6W) und bei Bedarf per WOL wieder einzuschalten.
//Die Edith: Auf vielen NAS-Geräten von Synology und Qnap (Thecus bin ich mir nicht sicher) lässt sich auch per ipkg/qpkg ein Virenscanner installieren.
Gruß
Marcel
ah okay, das hört sich doch klasse an. Wenn sich das Nas nach z.B. 10-20min selbständig ausschaltet und dann nurnoch 1-2 W braucht und per WOL wieder aufwecken lässt, dann ist das genial.
Wäre schön wenn das ginge. Aber ein selbständiges Ausschalten ist (soweit mir bekannt) nicht möglich. Höchstens zeitgesteuert oder ganz klassisch manuell z.B. über die Web-Oberfläche bzw. Knöpfchen am Gerät drücken. Auf welche Art auch immer das Gerät herunter gefahren wird, WOL funtkioniert immer.
Eine Art Auto-Abschaltung bietet glaube ich Buffalo an. Hier fährt sich dann das NAS-Gerät runter, sobald der letzte Client abgeschaltet wurde (Softwarelösung).
Bei all diesen "low cost" NAS Systemen ist die tatsächliche Leistung oft geringer als 10 m/sec. Wer was anderes behauptet, lügt.