Fazit
Certon smartRAID: Hohe Datenübertragungsraten, geringer Funktionsumfang
Certon liefert mit dem smartRAID ein solide verarbeitetes NAS-Gerät im miniITX-Format, bei dem vom Gehäuse bis zum SATA-Controller Standard-PC-Komponenten verwendet werden. Als Basis dient Intels Atom 330 Dual-Core-CPU mit 1,6 GHz in Verbindung mit einem passenden D945GCLF2D-Motherboard wobei die vier Festplatten im RAID-5-Modus über einen separaten PCI-SATA-Controller auf Basis des etwas betagten SiL 3114 Chipsatzes betrieben werden. Die Leistung, die sich durch diese RAID-5 Konfiguration ergibt und vom Anwender auch nicht geändert werden kann, ist in einigen Bereichen ausgesprochen gut und Certon muss sich hier nicht vor den Mitbewerbern im NAS-Gerätemarkt wie Synology, Thecus oder Qnap verstecken.
Doch es gibt auch ein paar Wermutstropfen. Anwender die Wert auf einen hohen Funktionsumfang legen und zum Beispiel gerne auf einen integrierten DLNA- oder Download-Server zurückgreifen werden hier enttäuscht. Auch einen Printserver oder Einstellungen zum Energiemanagement sucht man vergeblich. Unserer Ansicht nach hat Certon in diesen Punkte zu viel Wert auf eine einfache Bedienung gelegt und dabei die Integration fast schon elementarer Funktionen vernachlässigt. Sicherlich gut gemeint ist die Sprachausgabe, die sich im Praxistest als eher umständlich erweist. Ein LCD-Display, das die IP-Adresse sowie den RAID-Status anzeigt, besitzt zwar einen geringeren Unterhaltungsfaktor, ist aber weitaus anwenderfreundlicher und einfacher zu handhaben.
LG N2B1: Integrierte Datensicherungsvorrichtung
Bei dem NAS-Gerät N2B1 von LG ergibt sich ein entgegengesetztes Bild. Hier wurde viel Wert auf einen hohen Funktionsumfang gelegt. Einen DLNA-, iTunes und Print-Server haben wir ebenso wenig vermisst wie die Unterstützung einer unterbrechungsfreien Stromversorgung, einen Bittorrent-Downloadserver, Einstellungen zur Energieverwaltung oder eine iSCSI-Unterstützung. Der besondere Clou am N2B1 von LG Electronics ist jedoch der integrierte Blu-ray Brenner, mit dem sich auf dem NAS-Gerät gespeicherte Daten zwecks Datensicherung ohne Umwege auf einen Rohling brennen lassen.
Doch auch das N2B1 von LG ist nicht ohne Fehl und Tadel. So wurde nach dem physischen Entfernen einer Festplatte in einer RAID-1-Konfiguration vom NAS-Gerät kein Alarm ausgelöst, der darauf hinweist, dass sich das RAID-Array im Degraded-Zustand befindet. Das N2B1 verrichtete seinen Dienst einfach weiter als ob alles in Ordnung wäre. Im produktiven Betrieb kann dieses Verhalten sehr riskant sein und womöglich zu einem totalen Datenverlust führen, sollte auch noch die zweite Festplatte ausfallen. Dieses Problem ist sicherlich durch eine Veränderung der Firmware zu beheben, doch solange hierfür kein Update bereitsteht ist das N2B1 nur eingeschränkt zu empfehlen. Sollte dieser Kritikpunkt aus der Welt geschaffen worden sein, ist das LG N2B1 sicherlich ein NAS-Gerät für Heimanwender, die für einen Preis von etwa 450 Euro ein NAS-Gerät erwerben, das einen sehr hohen Funktionsumfang bietet und mit verhältnismäßig guten Datenübertragungsraten im Netzwerk aufwartet.
da bau ich mir lieber ne kleine box mit sowas zusammen
http://www.tomshardware.de/Core-i5 [...] 40493.html
@thomaz: ahem, 25W Leerlaufleistung und bis zu 76W bei Vollast und das ohne 4 Festplatten zu berücksichtigen sind nicht gerade "effizient" für so ein Vorhaben, also wenn, dann auf Atom Basis wie das hier z.B.: Link
20W Idle und 26W Full-Load (auch ohne Festplatten).
Den Perfomance-PC dafür zweckentfremden wäre wirklich Overkill für ein NAS.