Mit dem Big-Tower Phantom 820 baut NZXT jetzt sein Angebot an Oberklassemodellen weiter aus. Doch was erwartet den Käufer? Ein vergrößerter Midi-Tower, ein kosmetisch verändertes Switch 810 oder wirklich was richtig Neues? Wir haben näher hingesehen.
Gehäuse gibt es wie Sand am Meer, und oft genug unterscheiden sich viele Modelle nur durch wenige Details, ein anderes Label oder optische Kosmetik voneinander. Hält man sich vor Augen, dass es gar nicht so viele wirkliche Fertiger gibt und das meiste sowieso irgendwo in Asien von gleichen Fließband rollt, dann rollt man gleichzeitig als Tester bei jeder Ankündigung eines revolutionär neuen Gehäuses erst einmal gewohnt skeptisch mit den Augen. Was können wir also diesmal auspacken, und wird der Aufwand belohnt? Schließlich haben wir auch diesmal keine Mühe gescheut und recht aufwändige und teure Technik für den Test verbaut, denn wer testet schon so einen Fullsize-Tower mit einem Micro-ATX-Board, alten CPUs und Einsteigergrafikkarten?

Gut, rein äußerlich fügt sich das Phantom 820 natürlich in die Riege der anderen Gehäuse der Phantom-Reihe ein und ist als solches somit sehr einfach dem Hersteller NZXT zuzuordnen. Bliebe also in erster Linie für uns die Frage zu klären, ob man es asiatisch-pragmatisch mit einem simplen Upsizing versucht, indem man einen Midi-Tower einfach noch ein wenig aufbläst, oder ob sich NZXT im Inneren dann doch wirklich neue Gedanken gemacht hat. Dann wiederum lohnt sich natürlich auch ein tieferer Blick, denn man wird natürlich nach guten Gründen suchen müssen, den Einstiegspreis von ca. 250 Euro auch begründen zu können.
Vorbemerkung:
Wir vermuteten, dass es sich aufgrund einer Menge von Ungereimtheiten bei unserem Testmuster um ein Vorserien-Modell handeln musste und haben unseren Test auf Grund nötiger Nachfragen deshalb um einen Tag nach hinten verschoben. Da wir aber bis jetzt keine schlüssige Information bekommen konnten, betrachten wir das Testmuster als das was es ist: ein für einen Test zur Verfügung gestelltes Serien-Exemplar, das sich in jedem Belang der Kritik und den Vergleichen stellen muss.
- Einführung und Übersicht
- Lieferumfang und technische Daten
- Außenansichten und Materialanmutung
- Der Aufbau unter der Plastikverkleidung
- Kühlkonzept und Lüfter
- Luftfilter und Staubvorsorge
- Netzteilmontage
- Laufwerksmontage
- Mainboardmontage
- Beleuchtungskonzept ab Werk
- Temperaturen und Lautstärke
- Zusammenfassung und Fazit
ich hoffe, ich hab das nicht überlesen, also: was an dem Tower rechtfertigt deiner Meinung nach die 100.- mehr, die man im Vergleich zum Ur-Plastikbomber dafür hinlegen muß? Die Zusatzkosten für neue Lüfter mal außen vor. Gut, der Preis wird sich noch einpegeln, aber 250.- sind echt ne Menge Holz. Und es sieht auch nur besser aus, weil das Urding so potthäßlich war
Das Plastik ist dicker, der Stahl auch. Der Rest ist BlingBling...
Wenn Du ohne Gewaltanwendung kein Netzteil festschrauben kannst - ist das dann Pro?
Im besten Fall erkennen sie auch noch, daß sie wieder mal grundsätzlich jemanden brauchen, der die technischen Wunderwerke zu einem guten Abschluß für sie fertigdenkt.
Dasselbe, aber noch minimal 2 Klassen schlimmer, nennt sich Thermaltake.
Muss man erst einen Hammer verwenden, um ein 250(!)-Euro-Gehäuse zu nutzen? Ich werde jedenfalls nicht wie manche Kollegen die Schrauben mit Gewalt reindrehen und damit das Netzteilgewinde verurschen. Bei Autos kritisiert man auch missratene Spaltmaße. Für 250 Euro erwarte ich ein perfektes Case, in das man nicht noch 50 Euro und mehrere Hammerschläge nachinvestieren muss, damit es funktionell brauchbarer wird.
BTW:
Der Lack war nach dem Test so zerkratzt, dass man sich echt fragt, was die wohl damit geritten hat. Ich ziehe mir bei den Tests sogar Handschuhe an, um nicht zu zerstören und um Finger zu vermeiden. Aber bei so einer schlechten Qualität hört echt der Spaß auf.
PS: Auch letztes Jahr habt ihr in einem Tempest die gleichen Festplattenhalter getestet
PPS: Endlich eine realistischer Test der NZXT HDD Halter, wo sonst ein ungerechtfertigtes Lob oder Gehtnoch, steht hier mal die Wahrheit: GEHTNICHT.
NZXT hat die Halter im Phantom 820 zwar geändert, aber nicht verbessert. In keinem der Phantom / Tempest-Gehäuse ist das brauchbar.
Passen jetzt SSD auch mit abgewinkeltem SATA-Stecker? Wieviel Kraft verträgt ein solcher Rahmen oder das HDD-Gehäuse über diese Gumminippel? Wie bekommt man eigentlich alle vier dieser Nippel in eine HDD? Und von Schallisolation ist bei diesem Plasterahmen, wirklich keine Rede. Zur Erinnerung:
Sieht man bei diesem Phantom auch das Licht der LEDs im Spalt zwischen Frontrahmen und übrigem Gehäuse, wie bei den vorigen Phantomen?
Die Spaltmaße sind ok. Das Tempest habe ich nicht getestet und beim Phantom 410 habe ich den Test aus Qualitätsgründen gleich ganz verweigert. Und noch ein Highlight: Wer versucht, einen Kophörer in die enge Buchse einzustecken, der landet unweigerlich mit dem Daumen auf dem Netzschalter. Noch Fragen?
http://www.youtube.com/watch?v=GKRFHQMYUns