Napster steigt auf MP3 um
Bei Napster ist bald Schluss mit Kopierschutz: Das komplette Repertoire des Online-Musikdienstes soll bis Juli auf das MP3-Format umgestellt werden. Für Gelegenheits-Käufer wird ein Pay-per-Track-Angebot eingerichtet.
Bislang setzte Napster das DRM-Format Windows Media ein. Das soll auch für Abo-Angebote weiterhin so bleiben: Abonnenten — nach Napster-Angaben sind es rund 750.000 — laden von Napster unbegrenzt Musik herunter und zahlen dafür eine monatliche Gebühr. Gelegenheits-Käufer jedoch bekommen ab Juli von dem Dienst MP3-Files serviert. Damit verabschiedet sich Napster zugleich vom Kopierschutz.
»Vor einem Jahr prognostizierten wir, dass es eine kritische Masse an Unterstützung für MP3 geben wird, und sind nun erfreut darüber, dass die Musikindustrie beginnt, darauf einzusteigen«, wird Napster-CEO Chris Groog vom Wallstreet Journal zitiert. Er reagiert damit auf die Strategieänderung der großen Musikkonzerne: Die vier Major Labels EMI, Warner Music, Universal und als letztes Sony BMG haben inzwischen angekündigt, nicht mehr auf der Verwendung von DRM-Systemen zu bestehen.
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