Natrium könnte Lithium in Akkus ersetzen

Japanische Wissenschaftler haben einen Weg gefunden, Lithium aus den Akkus zu verbannen. Zwar gehört das Leichtmetall nicht unbedingt zu den Raritäten, es ist allerdings nicht gerade einfach aus dem Trägergestein zu extrahieren. Zudem ist der Preis in den letzten Jahren enorm gestiegen, weil immer mehr Smartphones und Notebooks an Mann und Frau gebracht werden, die die entsprechende Energiespeicher-Technologie nutzen. So kostete 2003 eine Tonne Lithium noch 350 Dollar, sieben Jahre später, 2010, war der Preis schon auf 6000 Dollar je Tonne geklettert.

Zu einer Alternative könnte sich Natrium entwickeln. Auf Basis einer entsprechenden Natrium-Legierung, die aus Eisen-, Magnesium- und eben Natriumoxid besteht, könnte die momentan auf Lithium-Basis gefertigte Kathode ersetzt werden. Für die Anode könnte Natrium oder Titanoxid verwendet werden. Der Unterschied zwischen den beiden Materialien liegt in der möglichen Spannung. Eine Natrium-Anode würde 2,75 V leisten, bei Titanoxid wäre eine Spannung von 3 V drin – schon an sich interessante Werte um die klassischen AA-Batterien in Rente zu schicken.

Die weiteren Eigenschaften liegen dicht bei jenen gewöhnlicher Lithium-Ionen-Akkus: Die maximale Kapazität liegt bei 520 mWh/g und nimmt – in diesem Fall – mit der 30. Ladung ab. Eine Massenproduktion von Akkus mit dieser Technologie kann zwar augenblicklich kaum bewerkstelligt werden, allerdings würde sich eine Weiterentwicklung lohnen, denn Natrium ist wesentlich günstiger als Lithium.

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13 Kommentare
    Dein Kommentar
  • was passiert wenn wasser in den laptop leert oder das handy ins wasser fällt?
    natrium + wasser = kleine Bombe
    0
  • Ist es mit Lithium anders?
    0
  • Reines Natrium ja, aber bei Verbindungen gilt so etwas nicht zwangsläufig denn Kochsalz explodiert auch nicht.

    MfG
    Mr. J
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