IDF 2007: Zusammenfassung mit Highlights
Inhaltsverzeichnis
- 1. Nehalem = zwei Quad-Core-CPUs auf einem Chip
Übertaktete Penryn-Systeme bis 5,9 GHz, Nehalem mit 8 CPUs auf einem Chip, Kompressorkühlung für Notebooks und kompakte PCs für die Hosentasche (UMPCs) gab es auf dem IDF vergangener Woche unter anderem zu sehen. Dagegen sprach niemand mehr vom Itanium, der als Mega-Projekt 1994 gestartet und im Jahre 2001 als erster marktreifer Chip vorgestellt wurde. Es sieht ganz so aus, als würde der Itanium keine große Zukunft mehr haben. THG fasst die wichtigsten Vorstellungen und Ereignisse zusammen.
Das Kerngeschäft des Chipherstellers Intel besteht nach wie vor aus Prozessoren, die in möglichst vielen Geräten zum Einsatz kommen sollen. Nicht etwa das der Marktanteil von zirka 86 Prozent der Führungsriege Sorgen bereiten sollte, viel eher geht es darum, neue Marktbereiche außerhalb des IT-Segments zu erschließen. Ansätze dazu zeigte Intel bei seinen Präsentationen und Mustern für die Gesundheitsbranche, wie tragbaren Geräten zur Kontrolle und Überwachung das Tagesablaufs oder der Lebensgewohnheiten. Besonders Analysten und demzufolge die Börse reagieren äußerst sensibel auf Äußerungen der Verantwortlichen innerhalb der Technologieveranstaltung. Nach der Bekanntgabe erster Details zur neuen Architektur "Nehalem" und der Demonstration eines Musters durch den Intel-Chef Paul Otellini zur Eröffnung am 18. September zog der Aktienkurs leicht an.
Beinahe omnipräsent waren übertaktete PC-Systeme mit dem verkleinerten Core-2-Chip (Codename Penryn), die sowohl bei den Präsentationen im großen Rahmen - Quad-Core mit 5,9 GHz erreicht Rekorde - als auch auf dem Ausstellungsgelände zu sehen waren. Überhaupt hat sich die 4-GHz-Schwelle als eine Art magische Grenze in punkto Wirtschaftlichkeit bei Prozessoren erwiesen. Anfang der Jahrtausendwende hatte Intel noch proklamiert, in wenigen Jahren die 10-GHz-Marke zu erreichen, dazu war auch das Projekt "Nehalem" ehemals auserkoren. Nach der heftigen Kritik - Stromspar-Duell: Intel auf verlorenem Posten - an den Stromfresser-Pentium 4/D Prozessoren, die bis 3,8 GHz bzw. 4,26 GHz werksseitig abgeboten wurden, wird die Taktrate der Core-2-Prozessoren unterhalb dieser Marke gehalten. Unter rein technischen Aspekten scheint der Core 2 mit 45-nm-Strukturen noch einmal höhere Taktraten zu vertragen, als es bei den 65-nm-Varianten der Fall war. Hardgesottene Freunde des Overclockings können schon einmal realistisch die Marke von 5 GHz anpeilen.
Über die neue Prozessor-Architektur "Nehalem" gab es erste Details schon auf dem vergangenen IDF 2007 Peking: Ausblick bis 2010. Ein Highlight ist der auf dem Chip integrierte Speichercontroller, der ähnlich wie beim AMD Athlon 64 eine serielle Datenkommunikation zwischen Speicher und Prozessor erlaubt. Mit insgesamt 8 CPU-Kernen fällt selbst bei 45-nm-Strukturen die Chipfläche wieder etwas größer aus. Inwieweit sich Einheiten bei etwaigen Defekten in der Herstellung deaktivieren lassen, steht heute noch nicht fest. Auch kann es sich nur um zwei Quad-Core-Kerne handeln, die auf einem Chip nebeneinander angeordnet sind. Bei dem auf dem IDF gezeigten ersten lauffähigen Muster handelte es sich lediglich um einen Quad-Core-Prozessor im LGA-Sockel 1366, der aus 731 Mio. Transistoren bestand. Der Abschied vom betagten Front-Side-Bus (FSB) hin zur seriellen Quickpath-Technologie (ehemals CSI) bringt ein komplettes neues Design bei Motherboards mit sich. Dabei ist unter dem Codenamen "Tylersburg" die Northbridge der kommenden Thurley-Plattform für Systeme mit maximal zwei CPU-Sockeln konzipiert.
Überraschend zeigte Intel eine Reihe PC-Systeme mit 8-fach CPUs (Dual-Quad Xeon auf Penryn-Basis) und auf 400 MHz (FSB1600) gesteigertem FSB-Takt, die auf dem neuen Highend-Chipsatz "Skulltrail" basierten. Hier will der Hersteller gegen die zu erwartende Konkurrenz von AMD - den so genannten ersten echten Vierkern-CPUs - antreten. In einer speziellen Benchmark-Session wurde THG ein auf 4 GHz getaktetes Skulltrail-System (siehe Bolide mit 8 CPUs und 4 Grafikkarten) gezeigt, welches mit seinen 4 Grafikchips (Quad-SLI) recht ordentliche Leistung brachte. Momentan stellt sich jedoch noch die Frage, wohin mit der schieren Leistung, wenn die meisten Applikationen und Spiele nur maximal zwei Prozessoren unterstützen? Auch hier hatte Intel eine angepasste Version parat: Lost Planet - erstes Spiel für 8 CPUs und Quad-SLI.
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Sauber, wir können zwar nichts Neues bringen aber unseren Kram übertakten....;-)
Egal Hauptsache das ist einen Bericht wert.....
Ist das die Zukunft? Hoffentlich nicht...da lese ich lieber. interessiert. über euren Solar-PC
Grüsse aus Hamburg
Lupus
irgendwie hört mir der artikel etwas zu abrupt auf... ist das absicht?