Intel Atom gerät in klassischen PC-Systemen zum Auslaufmodell

Immer stärker wälzen Smartphones und vor allem Tablet-PCs den klassischen PC-Markt um, und das hinterlässt auch bei den bisherigen Platzhirschen unter den Komponentenherstellern seine Spuren: So muss Intel nicht zuletzt wegen des Booms bei den Mobilgeräten zurückgehende Verkaufszahlen bei seinen klassischen Notebook-Prozessoren hinnehmen – eine Entwicklung, der der Konzern mit Ultrabook-Convertibles versucht entgegen zu steuern. Auch bei einem seiner schwächsten Prozessoren für (mehr oder weniger) klassische PC-Systeme, dem Atom, gerät der Absatz ins Stocken.

So kündigte ASUS CEO Jerry Shen an, keine Netbooks mit dem Atom N2600 und N2800 mehr bauen zu wollen; gleiches gilt für Acer. Und auch bei MSI scheint es keine Pläne mehr zu geben Gerät für die Chips weiter zu entwickeln.

Neben dem rasant wachsenden Tablet-Markt liegt der Grund für das Aus des Netbooks auch in Microsofts Lizenzpolitik. Die Gebühren für das kommende Betriebssystem Windows 8 sind offenbar so hoch, dass die kompakten PCs kaum noch zu akkzeptablen Preisen zu den Händlern gebracht werden können.

Damit könnte der Absatz der aktuellen Netbook-Atom-CPUs N2600 und N2800 aber auch der für den Desktop-Einsatz bestimmten Chips Atom D2700, D2500 und D2550 allein im vierten Quartal diesen Jahres um 50% sinken. Im kommenden Jahr dürfte der Atom der N-Baureihe nur noch in einer sehr überschaubaren Anzahl von Geräten angeboten werden, während der Desktop-Chip gänzlich verschwinden könnte.

Für Intel ist eine solche Entwicklung nicht ganz unproblematisch. Denn die für Smartphones und Tablets gedachten Atom-Chips der Medfield-Serie dürften die Lücke, die die Netbooks hinterlassen längst nicht füllen.

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11 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • konkretor
    Bei der Leistung auch kein Wunder!
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  • klaus neumueller
    Recht lächerlich MS hier den schwarzen Peter zu zu stecken.
    wenn ich hardware kaufe dann wegen der hardware und nicht wegen einer software die mir auf gezwungen wird. sollen die hersteller eben weiter ihre systeme ohne Win8 anbieten.
    kann ja nur für den kunden billiger werden wenn er den schrott nicht mit bezahlen muss.
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  • Atomweg
    "...zu akzeptablen Preisen..."
    Was bedeutet es?
    Besonders an Kinder kann man schnell feststellen, daß wenn sie übersättigt sind, dann reicht schon nur gutes Essen nicht. Hätte Apple (habe keinziger Produkt von dort) vor 10 Jahren ihre Vorstellüngen erzählt, hätte alle gelacht. Am lautestem sicher die, wer sich klüger hält.
    Man soll einfach auch kein E-Schrott verkaufen. Und das überprüfen lassen kein Angst haben. Der Angst nach dem wochenlangen Forschern trotz dem E-Lotto spielen und fast überall dort, wo man keine verlässliche Messwerte oder zum Vergleich mit einen Messwerten geeignete Aussagen finden könnte und genau dort schon verfaulte Katze nach dem Kauf gefunden hat, macht auch nicht konsumfreudig. Liegt nicht an den Preisen.
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