Das Netbook wurde schon öfters beerdigt, und gerade in der letzten Zeit häuften sich die Gerüchte, dass etablierte Hersteller die Produktion der kleinen Billig-Notebooks gänzlich einstellen könnten, weil die Absatzzahlen aufgrund des Booms bei Tablets zurückgehen. In Spitzenzeiten brachten es die Geräte auf einen Marktanteil von 20%, mittlerweile liegt dieser im einstelligen Bereich. Und ASUS' CEO Jerry Shen hat bereits gegenüber Investoren verkündet, dass der Hersteller die Produktion schon im vierten Quartal, nach fünf Jahren, auslaufen lassen will.
Doch so ganz scheint der Bedarf an Netbooks nicht abzuflauen, denn zumindest Acer wird nicht, wie schon öfter kolportiert, die Produktion einstellen. Dies unterstich CEO J.T. Wang nun gegenüber dem Wall Street Journal. Vor allem in den Entwicklungsländer stoßen die kompakten Mobilrechner aufgrund ihres günstigen Preises auf großes Interesse, doch selbst auf westlichen Märkten seien die Verkaufzahlen der Acer-Netbooks aktuell auf einem ähnlich Niveau. Dies könnte einmal mehr dem günstigen Preis zu verdanken sein. Denn Tablets, die die Produktkategorie ablösen sollten, sind gerade bei 10" großen Bildschirmen zumeist deutlich teurer; werden sie mit einer Tastatur bestückt, wie beispielsweise bei der ASUS Transformer-Baureihe, kosten sie leicht das Doppelte.
Abzuwarten bleibt allerdings, ob es sich bei Wangs Aussage um ein bloßes Lippenbekenntnis handelt, denn Neuentwicklungen sind so schnell nicht zu erwarten - an dieser Stelle plant der Hersteller nämlich nicht zu investieren.

Trotzdem rüste ich gerne auf, wenn eins mit
- deutlich schnellerem Prozessor als meinem Dual-Core-Atom
- SSD
rauskommt.
Bisher gab's ja bei den Netbooks nur einen Schritt vor, zwei zurück.