Wie funktioniert eigentlich ein PC-Netzteil und warum ist die richtige Dimensionierung so wichtig? Wir begleiten den Anwender durch den Dschungel von Effizienz, Sicherheit, Bemessung, sowie billigen Verkaufstricks und klären, warum oft weniger mehr ist.
Es ist jetzt eine Woche her, da haben wir uns in unserem Investigativ-Test "Seifenblase ErP/EuP - Wie der Handel Energiesparrichtlinien boykottiert" bereits schon einmal mit Netzteilen beschäftigt. Ging es in jenem Artikel vor allem um die Nichtumsetzung der Richtlinien für den Stand-By-Verbrauch, so wenden wir uns diesmal an den Anwender, der nur über geringe oder gar keine Grundkenntnisse auf dem Netzteilsektor verfügt und für den die meisten Begriffe als endloser Weg in böhmischen Dörfern enden. Was haben wir nun genau vor?
Theorie ganz einfach erklärt
Keine Angst, es wird garantiert nicht kompliziert und staubtrocken. Wir erklären sehr einfach die Funktionsweise eines Schaltnetzteiles und listen mit einfach nachzuvollziehenden Rechenbeispielen die aus der Technologie entstehenden Probleme auf, die den Anwender in der Praxis treffen können. Wir werden erklären, was Wirkungsgrad, Verlust und Blindleistung bedeuten und warum dies auch den Verbraucher betrifft. Danach werden wir noch kurz auf die möglichen und vor allem nötigen Schutzschaltungen eingehen und nach diesem kleinen, aber sehr notwendigen theoretischen Exkurs in praktischen Beispielen das eben erlernte Wissen anwenden.
Praktische Beispiele
Egal ob klein oder groß, sparsam oder leistungsstark - wir werden gemeinsam drei verschiedene Muster-PCs für drei Anwendungsgebiete analysieren, das dazu passende Netzteil errechnen und anschließend vergleichen, welche Netzteilklasse bei welcher Qualität für den Anwender und die Umwelt im Langzeitgebrauch dann am günstigsten sein könnte.
- Einführung
- Omas Dampfradio steht Pate
- So funktioniert ein Schaltnetzteil
- Der Wirkungsgrad ist wichtig!
- Von Powerfaktor, Schein- und Wirkleistung
- Woran erkennt man effiziente Netzteile?
- Feuergefährlich - Sicherheit geht vor Geiz!
- Wir ermitteln den Strombedarf richtig
- Das Leistungsfenster ist extrem wichtig
- Beispiel 1: Office-PC
- Beispiel 2: Mittelklasse-Gaming-PC
- Beispiel 3: Enthusiast-System
- Fazit und Schlussbemerkung

Wie schon im ersten Kurztest beschrieben ist dies wohl auch hervorragend für einen 2500K mit ner 560 GTX, also zwischen middle und high end..
Danke =)
Und als Testvorschlag, Xilence!
Schöner Artikel auf jeden Fall, den dürfte jeder verstehen der nicht komplett auf den Kopf gefallen ist.
Rechts unten in der Ecke...
Ich hatte das Teil im HTPC - extrem kurze Kabel und relativ laut. Wirklich überzeugen konnte es mich nicht.
http://www.enermax.outervision.com/index.jsp
Da sollte man einen Blick hinwerfen, wenn man einen neuen PC zusammenstellt.
Hat mir schon so einige Dienste geleistet!
Zum BQT L7-300W: Dieses wird unter der 80plus.org-Seite aber tatsächlich als "Bronze"-NT geführt. Verkauft und beworben wird es nur als normales 80-plus-NT.
Es gibt leider auf 80plus.org noch andere Ungereimtheiten.
die stromverbräuche sehen mir jetzt eher nach netzseitig aus, man könnte also wohl noch gut 15% abziehen oder das als puffer betrachten. oder?
wie wurde volllast erreicht? prime+furmark?
thx und weiter so
Die Verbrauchswerte zur Dimensionierung berechnen wir ja anhand der sekundärseitig gespeisten Komponenten. Da stimmt das dann schon
Volllast = LinX + Perlin Noise (Vantage). Was Schlimmeres gibts kaum, das ist worst case.
Ich fände es auch nicht schlecht wenn ihr ein bisschen auf ein typisches Anwendungsprofil (prozentuale Anteile von idle, normal, volllast) eingeht. Ich würde beispielsweise bei dem Leistungsfenster des Midclass PCs das Netzeil nicht als überdimensioniert einordnen, weil der Wirkungsgrad nach der Maximallast tendenziell abnimmt. Und 5% von 350W sind halt deutlich mehr als 5% bei 100W. Aber wenn der Rechner selten unter Volllast läuft ist das halt wieder egal.
Was ich jetzt noch interessant fände, wäre ein Test zur mythenumwobenen Netzteilalterung, dass die so stark ist, wie die NT Hersteller einem verzapfen wollen (hohe Leistungsverluste schon nach 1-2 Jahren), glaub ich nämlich nicht wirklich.
CPU: AMD Opteron 165 @ 2,4GHZ
Board: Asus A8N-SLI Deluxe
RAM: 2GB DDR1(4x 512MB)
GPU: 2x GeForce 7800GT (450Mhz Chiptakt)
1x IDE HDD und 1x IDE DVD Brenner
ich habe vor mir dafür Super Flower SF450P14P Black Edition zu holen, oder ist das auch ein "China Böller", ist ja recht günstig?
Das zeigt aber auch, dass es viel nötiger wäre, dass die diversen Netzteilhersteller endlich mal vernünftige, geringer dimensionierte Netzteile auf den Markt bringen mit 150-220 Watt.