Kratzer ade: Nissans selbstheilende Smartphonehülle
Automobilhersteller Nissan hat eine Smartphonehülle vorgestellt, die leichten Kratzern den Kampf ansagt.
Seitdem es Mobiltelefone gibt, besteht das Bedürfnis der Anwender diese vor Schmutz und Kratzern zu schützen. Ob Silikonhülle, Lederetui, oder für Individualisten, wahlweise auch die Handysocke – die Auswahl ist recht vielfältig, aber, wenn man ehrlich ist, im Grunde eher ein Kompromiss. Lange dauert es nicht, bis das Silikon an den Ecken reißt, die teuren Lederetuis unschöne Abschürfungen zeigen, oder der Anblick so manch einer Handysocke nicht nur wegen der mutigen Farbzusammenstellung endgültig Appetitlosigkeit verursacht.
Automobilhersteller Nissan hat jetzt eine Smartphonehülle vorgestellt, die - wenn sie dann in Produktion gehen würde – eine echte Alternative darstellen könnte. Mit ihr sollen lästige Kratzer nämlich der Vergangenheit angehören. Sie besteht aus einem Material namens Polyrotaxan, einem sehr festen Gel. Im Gegensatz zu den Hartlacken, die bereits bei Smartphonehüllen eingesetzt werden und zumindest kleine Stürze abfedern, läuft im Laufe der Zeit das Gel über die Beschädigungen und beseitigt diese wieder. Im Jahr 2005 begann die Entwicklung dieses Speziallacks in Kooperation mit Advanced Softmaterials und der Universität Tokyo und Nissan stattete wohl bereits einige seiner Modelle damit aus.
Vermarktungspläne hat der Automobilhersteller nach eigenen Angaben keine. Er erhofft sich vielmehr auf diese Weise eine Firma zu finden, die sich schon auf Cases für Smartphones spezialisiert hat und bereit ist gegen Entrichtung einer Lizenzgebühr diese selbst reparierende Hülle eigenständig zu vermarkten. Da Smartphone-Hersteller Apple gerüchteweise auf der Suche nach einem neuen Material für die Rückseite der nächsten iPhone-Generation sein soll, verwundert es daher weniger, dass eine kleine Stückzahl dieser Cases für das iPhone 4 S produziert und an ausgewählte Empfänger versandt wurden.
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Wenn das ein Gel ist, dann wird sich das doch über die Zeit abgreifen.
Ob das schön aussieht wage ich zu bezweifeln, ausserdem kann ich mir nicht vorstellen, dass das verträglich ist.
Wenn das ein Gel ist, dann wird sich das doch über die Zeit abgreifen.
Ob das schön aussieht wage ich zu bezweifeln, ausserdem kann ich mir nicht vorstellen, dass das verträglich ist.
Guter Artikel, schöner Schreibstil. =)
Der gesundheitliche Aspekt wäre interessant, da es möglicherweise mehr an die Hände abgibt, als herkömmliche Kunststoffe. Und wie wir alle wissen sollten, werden in petrochemischen Abfallprodukten immer mehr Bestandteile als "krebserregend" identifiziert.