Nokia klagt gegen LCD-Hersteller
Der Handy-Marktführer Nokia erhebt Klage gegen einige seiner LC-Display-Lieferanten. Sie sollen illegale Preisabsprachen getroffen haben. Gefordert wird Wiedergutmachung dreifacher Höhe des Schadens.

Wie das Wall Street Journal meldet, geht Nokia gegen einige Hersteller von LC-Displays vor, die den finnischen Handyhersteller beliefert haben. Illegaler Preisabsprachen bezichtigt werden die Unternehmen Samsung Electronics, LG Display, AU Optronics und Sharp.
Nokia wirft den Herstellern vor, »auf einem umkämpften Markt« für überdurchschnittlich hohe Panelpreise verantwortlich zu sein. Demnach soll Nokia für den Einkauf der Bauteile zu hohe Preise bezahlt haben. In seinen Forderungen ist Nokia nicht zimperlich: Die Finnen fordern Schadenersatz in dreifacher Höhe des Schadens – wie hoch dieser ist, wurde noch nicht beziffert.
Eine gleichlautende Klage vor dem gleichen Gericht soll auch der US-Telekommunikationskonzern AT&T erhoben haben. Im selben Fall ermittelt bereits die EU-Kommission seit dem Jahr 2006 (siehe »EU: Kartellverfahren gegen LCD-Hersteller«), die schon Strafen ausgesprochen hat, etwa gegen Hitachi (siehe »Strafe für Hitachi wegen Preisabsprachen«).
Nicht nur die Hersteller für Flüssigkristall-Bildschirme sind derzeit wegen unerlaubter Absprachen im Visier von Kartellbehörden: Auch Fabrikanten von Kathodenstrahl-Monitoren sollen sich bei den Preisen abgesprochen haben (siehe »Kartellverfahren gegen Bildschirmhersteller«).
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Die bekommen den Hals auch nicht voll mit ihren Preisabsprachen. Da ist die Strafe in dem Fall der dreifachen Höhe noch milde!
Da fällt mir nur "Benzin Preis" zu ein.
Viel interessanter fände ich da die Frage, ob Nokia die Entschädigungen für zu hohe Preise an seine eigenen Kunden weitergibt...
Viel interessanter fände ich da die Frage, ob Nokia die Entschädigungen für zu hohe Preise an seine eigenen Kunden weitergibt...
Natürlich, an wem sonst? Sie müssen auch Dividende zahlen.
Da fällt mir nur "Benzin Preis" zu ein.
Waaaassss? So ein Bloedsinn! Das die Preise an kurz vor und an Feiertagen, zu bestimmten Wochentagen, und zu Ferienbeginn deutlich anziehen liegt nur an den verfluchten Terroristen! Und auch, das sich mehrere Tankstellen im Ort entweder in einem festen Rythmus abwechselnd unterbieten, oder die selben Preise anbieten, hat nichts aber auch garnichts mit Kartellbildung zu tun! Stell dir das doch mal vor, wie das waere, wenn das Kartellamt nach Einfuhr von Elektroautos und Abschaffung von Benzinern herausfindet, das dort wirklich Preisabsprachen existierten. Unvorstellbar!