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Blogger klagt erfolgreich gegen Apple

Von , Douglas Perry - Quelle: Seattle Rex | B 5 kommentare

Apple hat einen Rechtsstreit verloren, in dem es um eine angeblich defekte Nvidia-GPU in einem Macbook Pro ging.

Der US-amerikanische Blogger Seattle Rex gab sich nicht mit Apples "Nein!" zufrieden und holte das Unternehmen vor einen so genannten Small-Claims-Court, ein Gericht, in dem Rechtsstreitigkeiten mit kleinem Wert verhandelt werden. Der Grund? Apple hielt sein Versprechen zur Kostenübernahme für die Reparatur eines Notebooks nicht ein, die eigentlich Teil eines GPU-Austauschprogramms sein sollte, das verschiedene defekte Nvidia-GPUs (in diesem Fall eine Nvidia 8600M GT) betraf.

Apples Begründung, warum die Kosten für das nicht bootbare MacBook Pro von Seattle Rex nicht übernommen werden: Da es sich nicht booten lässt, weiß man ja nicht genau, wo der Fehler liegt – auch wenn der gesunde Menschenverstand einem sagt, dass der Fehler bei der GPU zu suchen ist. Der zuständige Richter gab dem Blogger recht und verdonnerte Apple zu einer Strafzahlung von rund 4.000 US-Dollar, damit er das MacBook Pro ersetzen kann.

Seattle Rex erhielt "eine Menge E-Mails" von Leuten, die die gleiche Ablehnung von Apple erhalten und einfach aufgegeben hatten. Nun hatte Nvidia damals ja hunderte Millionen Dollar verteilt, um die Reparatur defekter GPUs abzudecken. Könnte es sein, dass Apple die Kohle einfach eingesteckt hat und sich dann um die Serviceleistung selbst gedrückt hat? Wir wissen es nicht, aber das Ganze klingt schon recht seltsam.

Seattle Rex erwägt übrigens, eine zweite Klage gegen Apple anzutrenge - diesmal wegen Betruges.

[Anm. d. Red.: Ein MacBook Pro eines US-Kollegen von Tom's zeigte beim Einschalten ebenfalls kein Bild an und wurde kostenlos in einem Apple-Ladengeschäft umgetauscht.]

Kommentieren 5 Kommentare anzeigen.
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  • bitkingcarlos@1335164103@guest , 23. April 2012 08:11
    Also ich denke die erste Klage war glück aber wenn er die zweite Klage einreicht wird er sicher verlieren.

    Mit Apple ist das so eine Geschichte.
  • kmueho , 23. April 2012 10:10
    Die Klage wegen Betrugs kann er vergessen. Das passt überhaupt nicht zum Vorgang.
    Er soll lieber die 4k einstecken und hoffen, dass Apple nicht mit einem haufen Star-Anwälten in Berufung geht.
  • phil81i , 23. April 2012 10:31
    Da hab ich schon wesentlich mehr Zuversicht in das US-Rechtssystem. Auch die Klage wegen Betrugs hätte durchaus Erfolg. Aber Apple wird sich sicher außergerichtlich einigen, bevor es zu dieser zweiten Klage kommt. Der mögliche Imageschaden wäre einfach zu groß.
  • annonym@guest , 23. April 2012 10:37
    Warum Apple unterstellen, sie hätten Geld unterschlagen?
    So ein Käse. Als müssten die nicht genauso Buch führen
    Vielleicht war auch einfach das Geld von NVIDIA nicht ausreichend?
  • smg72523889 , 23. April 2012 12:22
    annonym@GuestVielleicht war auch einfach das Geld von NVIDIA nicht ausreichend?


    Von einem Hersteller wie Apple - mit entsprechendem Preisaufschlag beim Kauf - kann man sich aber auch erwarten, dass die ihren Kunden nicht einfach sitzen lassen, nur weil das Geld von NV alle ist.
    -> der Kunde bringts Geld - ist der Kunde sauer gibts kein Geld -> Apple geht ex .....
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