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GPU-PhysX: Welche Karte passt am Besten?

PhysX: Lust, Last oder Frust? Analyse und Anleitung für ATI-Benutzer
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Wie viel darf es und wie viel sollte es sein?

Generell gilt: je schneller, desto besser. Natürlich wäre es Nonsens, eine GTX 480 als dedizierte PhysX-Karte zu verwenden und selbst der Einsatz einer immer noch recht teuren GTX 285 wäre wohl, rein wirtschaftlich gesehen, nicht direkt ein Erfolg. Betrachten wir jedoch zunächst erst einmal die Ergebnisse unseres Benchmarks zu Mafia II.

Wir haben für diesen Test mit Absicht erneut dieses Spiel gewählt, weil wir darin einen recht gelungenen Kompromiss zwischen Physik- und herkömmlichen Grafikeffekten sehen. Cryostasis setzt auf überproportional viel PhysX und Metro 2033 im Gegensatz dazu auf überladene Grafikausgabe.

Anhand der Grafik kann man sehr gut erkennen, dass eine Karte unterhalb einer GT 240 bzw. 9600 GT kaum Sinn macht, auch wenn sie rein theoretisch dazu in der Lage sein sollte, PhysX zu unterstützen. Eine 8400 GS bremst z.B. eine GTX 480 bereits um ca. 15% aus und wirkt somit sogar extrem kontraproduktiv, weil sie das System spürbar verlangsamt. Deshalb haben wir die Darstellung derartiger Ergebnisse bewusst verzichtet.

Bus-Frage: Welcher Slot reicht aus?

Eine immer wiederkehrende Frage ist die, welche Anbindung die PhysX-Karte besitzen sollte. Wir nutzen für den Test unser Board mit PCIe 2.0 und verschiedenen PCIe-Slots. So können wir durch einfaches Umstecken messen, wie sich die jeweiligen Karten auf unserem System in den einzelnen Slots schlagen:

Wir erkennen deutlich, dass bei der stärkeren Karte ein leichter Abfall des x4-Slots gegenüber den anderen beiden gemessen werden konnte. Der Unterschied zwischen x16 und x8 ist so marginal, dass man ihn faktisch vernachlässigen kann. Der Einsatz einer langsamen GT 220 stellt hingegen keinen der Slots vor Probleme, dafür ist die Karte einfach zu langsam. Eine GT 240 oder 9600 GT können wir mit Sicherheit verlustfrei in einem x4-Slot betreiben und auch eine GTX 285 wird nicht wesentlich langsamer. Trotz allem ist für stärkere Karten ein x8-Slot sicher das erstrebenswerte Minimum.

Einschätzung

Bliebe am Ende der Kostenfaktor. Man kann mit einer gebrauchten GTS 250 für ca. 80€ eine aktuelle HD 5870 dermaßen aufwerten, dass sie zumindest beim Einsatz von GPU-PhysX ein wenig schneller rendert, als eine einzelne GTX 480. Rechnet man jedoch die Kosten beider Karten zusammen, wird die Bilanz bereits negativ, denn diese zwei Karten sind zusammen teurer als die GTX 480 als Einzelkarte. Einen wirklichen Mehrwert erhält man nur durch den zusätzlichen Einsatz einer GTX 260 und besser. Hier stehen allerdings Kosten und Nutzen in keinem vernünftigen Verhältnis mehr, so dass dieses Feld wohl den wirklichen Enthusiasten vorbehalten bleibt. Lohnenswert wird es erst, wenn man eine der passenden Karten bereits besitzt, weil man zuvor aufgerüstet hat. Dann lohnt sich der Einsatz auf jeden Fall, auch wenn der Stromverbrauch bereits im Idle die Vernunft ohne Gewissensbisse beerdigt.

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