Der Fermi-Chip hält Einzug bei Workstation-Produkten. Eine der ersten Modelle ist die Quadro 5000. Kann diese Grafikkarte mit der etablierten FirePro V8800 von ATi mithalten?
Lange Zeit gönnte sich Nvidia eine Pause. Hersteller wie Kunden wurden bereits ungeduldig, weil außer kreativer Umbenennungen von bestehenden Produkten wenig Neues nachkam. ATi preschte stattdessen mit seiner Radeon 5000er Serie vor, deren Chips DirectX 11 beherrschen. Erst nach langer Verzögerung führte Nvidia seinen DirectX-11-Chip ein, der GF100 heißt beziehungsweise den Codenamen Fermi trägt.
Nachdem vor einiger Zeit die Spielekarten GeForce GTX 480 sowie GTX 460 vorgestellt wurden, gibt es nun auch die Workstation-Varianten, die Nvidia unter der Quadro-Familie zusammenfasst. ATi hat bereits seit dem späten Frühjahr seine FirePro-Produktpalette auf Vordermann gebracht.
Heute lassen wir die neue Quadro 5000 von Nvidia gegen ATis FirePro V8800 antreten und vergleichen diese mit ihren jeweiligen Vorgängermodellen. Da nicht alle unsere Leser mit Workstation-Modellen vertraut sind, wollen wir eine kurze Orientierung geben, indem wir den Zusammenhang zur 3D-Spielewelt herstellen:
Die Quadro 5000 basiert auf dem GF100/Fermi mit 352 Cores und entspricht damit in groben Zügen der GeForce GTX 465. Unterschiede sind in der Speicherausstattung und im Takt zu finden. In der ATi FirePro V8800 schlägt als Herz der Cypress XT (RV870), dem man ebenso auf der Radeon HD 5870 vorfindet.
Mit welchen Erwartungen gehen wir nun in diesen Test? Vergleicht man die Ergebnisse der Spielekarten, so zeigen diese ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Je nach Benchmark ist einmal ATi vorne, ein andermal Nvidia. In der Vergangenheit haben solche Eigenschaften zu ähnlichen Ergebnissen in der Workstation-Welt geführt. Wird es auch diesmal so sein oder gibt es einen eindeutigen Gewinner?
Nvidia hat bei der Vorstellung der Fermi-Architektur stark betont, dass diese Chiptechnologie nicht nur für Spiele entwickelt wurde. Man wollte gleichzeitig Strukturen schaffen, die den wissenschaftlichen Bereich und das Workstation-Segment ideal bedienen. Nun darf diese Aussage auf den Prüfstand gestellt werden.
Bevor wir uns den Testergebnissen widmen, stellen wir die Details zur Nvidia Quadro 5000 und der ATi FirePro V8800 ausführlich vor. Auch auf die erweiterten Anwendungsgebiete wollen wir eingehen.
- Einleitung
- Gesamtübersicht und Anwendungsgebiete
- Nvidia Quadro 5000 - Übersicht
- Nvidia Quadro 5000 - Features, Anschlüsse und Treiber
- ATi FirePro V8800 - Übersicht
- ATi FirePro V8800 - Anschlüsse
- ATi FirePro V8800 - Features und Treiber
- Testkonfiguration
- Ergebnisse - SPECapc Autodesk 3D Studio Max 9 1.2 (Applikation)
- Ergebnisse - SPECapc Autodesk Maya 2009 v1.0 (Applikation)
- Ergebnisse - SPECapc Newtek LightWave 9.6 (Applikation)
- Ergebnisse - SPECViewperf 11 (synthetisch)
- Fazit

Die Quadro 4000 dürfte was P/L angeht für Gelegenheitsnutzer deutlich interessanter werden, soll preislich ja im Revier der V8700 wildern.
deine Frage habe ich schon in den vorangegangenen zwei Vergleichstests beantwortet. Da kommt immer wieder das gleiche raus: Sie werden bewusst langsamer gemacht.
http://www.tomshardware.de/Nvidia-Quadro-FX-4800,testberichte-240277-10.html
Ist diesmal genau das gleiche.
Gruß
Uwe Scheffel
Tom's Hardware
Neu in 2011 ist das GPU-Rendering hinzugekommen und soll mit normalen Gamingcards sehr gut performen. Ich find den Test leider auch nicht sehr informativ. Ich möchte wirklich mal wissen wie eine Gaming-Karte mit 2GB VRAM (Sapphire HD5850 Toxic) gegen eine 2GB FireGL im Max abschneidet. VRAM ist angeblich sehr wichtig, da müsste man halt eine Gaming-Karte wählen die auch sehr viel VRAM besitzt, die sind zwar rar, aber trotzdem um Faktoren günstiger als die überteuerten Profiableger.
Wenn die Gamer-Karten künstlich langsamer gemacht werden, dann wären doch die WS-Karten für Entusiasten die absoluten Top-Karten, oder nicht? Der Preis dürfte doch dann auch nur eine 2.rangige Rolle spielen...
D.h. doch, dass nur dort die Spielekarten ausgebremst werden.
Unter den Benchmarks-Charts von 3DS Max habe ich eindeutig darauf verwiesen, dass es neuere Programmversionen gibt. Die Leute von SPEC haben ihre Benchmark-Scripts noch nicht darauf aktualisiert. Deshalb musste ich leider mit der alten Version 9 arbeiten, obwohl mir natürlich 2011 lieber gewesen wäre.
Gruß Uwe
ich wäre sehr dran interessiert wenn ihr da mal genauer nachschauen würdet. Mir ist auch klar, dass es eher nicht so viele Leser interessiert. Aber das ganze Rendering ist im Umbruch, gerade im Hinblick auf das GPU-Computing. Da ist aus meiner Sicht die Empfehlung die ihr hier abgebt, so pauschal nicht berechtigt.
Wenn man die Kosten einer Quadro Karte im Vergleich zu mehreren AMD X6 oder Intel I7-860 Rechnern setzt, so kann man doch sagen, dass man sich ne kleine Renderfarm für die Kosten einer einzigen Quadro-Karte leisten kann. Schlussendlich ist das Geld im Moment besser in mehrkernigen CPUs (Rechnern) angelegt, weil die ja schlussendlich ein fertiges Mentalray Bild/Animation rechnen müssen.
Dass man beim Konstruktionsprozess von einer flüssigen Preview profitiert, das möchte ich nicht bestreiten. Nur glaub ich, dass das auch mit einer potenten Gamingcard möglich sein müsste, weil sich ja Autodesk um die DirectX-Schnittstelle bemüht und den Exoten OpenGL gekickt hat. Zudem find ich es ne Sauerei, dass man (wenns stimmt) die Hardware (GPU-Potenzial) so ausbremst. Bei der CPU würde man das doch auch nicht akzeptieren. Dass man mal eben mehr als die Hälfte der Kerne der Hardware lahmlegt, nur weil AMD oder Intel mit einigen Programmen sich dumm und dämlich verdienen wollen ... .
Ne, geht gar nicht. Und dass ihr die Exotentreiber und das Seperatistentum auch noch lobt, find ich ehrlich gesagt, auch nicht grad objektiv. Das fördert doch nur die Nischen, wie früher wo man zu jedem Game einen Spezialtreiber gebraucht hat. Wie dumm ist denn. Mein Gott, wenn man das System beim PC angewandt hätte, würde heute nichts zusammen laufen. Diese Nischenpolitik die grad von Nvidia gefördert wird, ist doch höchst problematisch, ... was schlussendlich in horrenden Hardwarepreisen enden wird, wenns nicht eh schon so ist.
Im Bereich Konstruktion ist es immer noch so dass OpenGL eine viel größere Rolle spielt als DirectX. Autodesk ist hier eher ein Nischenprodukt, und ansonsten setzt nur SolidWorks von den größeren CAD-Programmen auf DirectX.
Soweit ich weiß bezahlt man bei den Quadro-Grafikkarten den Mehrpreis nicht für die Hardware, sondern für den Treiber. Wieviel Stunden Entwicklungsarbeit in einem für proE oder CATIA oder NX oder.... optimierten und zertifizierten(!) Treiber stecken möchte ich gar nicht wissen. Da der Markt hier auch nicht so groß ist bedeutet dies eben einen recht hohen Preis. Ich denke, dass die ganzen Gamer nicht erfreut wären, wenn die Treiber für Geforce und Quadro vereinheitlicht würden und diese die Treiberentwicklung für Workstations mitfinanzieren müssten.
Und prinzipiell ist es ja so, dass die Quadros und FirePros in Unternehmen eingesetzt werden, wo es auf ein paar hundert Euro mehr oder weniger nicht ankommt (wenn ich denke dass die letzte Workstation die bei uns angeschafft wurde 4000€ kostete, da waren die 800€ für die Grafikkarte der geringere Anteil).
mfg daengl
Autodesk ist kein Nischenprodukt sodern der Hersteller von den weitverbreitesten CAD-Programmen (AutoCAD und deren Derivate). Im Rendering/Animationen ist 3DS Max die weitverbreiteste Software (auch von Autodesk).
Mit welcher Logik kann man mit normaler Hardware auf einem PC 100000 Polygone flüssig geshadet drehen und im Profiprogramm der Mist schon mit 1000 Flächen zu ruckeln beginnt. Tschuldigung, da hab ich kein Verständnis für. Für die weitverbreiteten CAD-Programme sind doch keine Spezialtreiber nötig, damit das Ganze mit der DirectX-Schnittstelle schnell laufen würde, es sei denn man muss die Gamerkarten auf kreative Weise ausbremsen (reine Abzocke). Aus meiner sicht ist es auch nicht relevant, wenn CATIA und Solidworks unbedingt auf den Exoten OpenGL setzen möchte. Es geht doch nicht an, dass man generell alle Programme bestraft, egal ob sie auf die Exotenschnittstelle oder aufs weitverbreitete DirectX setzen, welche keinen hohen Treiberentwicklungsaufwand erfordern.
Und zum Preis ... seit wann musst du im Unternehmen für einen normalen Office-Rechner 10x mehr bezahlen, nur weils fürs Unternehmen und nicht für Heimnutzung gebraucht wird? Das ist doch ne total unsinnige Logik. Und für die 800€ bekommst allenfalls eine magere Quadro-Karte mit einem geringem Speicherausbau, die nicht mal ansatzweise die Performance einer Gamerkarte hat. Kannste nachschauen, was für ein bescheidenes Modell man für diesen Preis erhältst (GPU-Typ steht in Klammern).
http://www.tomshardware.de/Nvidia-Quadro-GT200,news-242630.html
Meine Aussage war auf CAD bezogen, und dort ist AutoCAD zwar noch verbreitet, aber lange nicht mehr Stand der Technik. Inventor vielleicht eher noch, spielt aber am großen CAD-Markt auch eher eine geringe Rolle verglichen mit proEngineer, NX und CATIA.
Nur weil ich perfekt deutsch spreche bedeutet es noch lange nicht dass ich auch chinesisch kann. CAD hat sich mit OpenGL entwickelt, lange bevor es DirectX gab. Der Aufwand ein CAD-System von OpenGL auf DirectX umzuprogrammieren wäre wahrscheinlich um einiges teurer als noch 10 Jahre Quadros und FirePros zu kaufen.
Ich finde die Aussage dass Gamer-Karten künstlich ausgebremst werden etwas komisch. Der Quadro-Treiber ist nun mal das Herzstück einer Quadro-Karte und man bezahlt auch den dementsprechenden Mehrbetrag. Da der Treiber aber kostenlos heruntergeladen werden kann muss eben auf eine andere Weise sichergestellt werden, dass dieser nur mit der für ihn bestimmten Hardware verwendet wird.
Im Bereich Produktentwicklung, Konstruktion und FEM-Simulationen ist DirectX der Exot und nicht OpenGL. Geschweige davon dass viele dieser Produkte auch auf UNIX-Maschinen laufen (müssen). Da einige Anbieter aber auf DirectX umgestellt haben müssen nun eben beide Schnittstellen unterstützt werden. Wobei ich mir vorstellen kann dass man mit Gamer-Karten und -Treibern bei DirectX-Software nicht wirklich weniger Leistung hat als mit einer Workstation-Karte (habe mich aber noch nicht genauer mit dem Problem auseinander gesetzt, da ich eigentlich nur mit OpenGL-Software arbeite).
Bei unseren Workstations ist auch die Grafikkarte nicht das entscheidende Argument, wir haben QuadroFX 1700 und 1800 im Einsatz, die sind ausreichend um unsere CAD-Modelle bis 300MB darzustellen, da sind eher die 16-32GB RAM für die Simulation bzw. das NC-Programmieren wichtiger.
Der Preis ist so eine Sache... Wieso kostet ein Lenovo Thinkpad viermal so viel wie ein Acer Aspire bei annähernd gleicher Leistung? Wieso würde ich mir trotzdem immer ein Thinkpad kaufen? Weil die Qualität, der Service und vor allem die Möglichkeiten die es mir bietet (Fingerprint-Reader, Dockingstation, ....) für mich passen.
mfg daengl
OpenGL ... ist einfach nicht mehr der Standard. UNIX ist und war nie bei den OS der Standard. Also wieso muss ich für diese Exotentreiber einen happigen Mehrpreis bezahlen, wenn ich nichts von dem Zeug haben möchte? Und ja, es gibt viele die behaupten dass Quadros in den neuen 3DS Max Versionen gar nichts bringen. Schon damals als man noch zwischen OpenGL und DX9 wählen konnte, war angeblich DX9 schneller.
Getestet wurde unter anderem auch mit den ATI-Karten und deren FireGL Ableger. Der Witz war, dass man die ATI-Karten softmoden konnte und dann ne FireGL hatte. Es aber dann mit Einzug der DirectX Schittstelle keinen Sinn mehr machte, weil die Gamerkarten genau gleich schnell waren.
Ich will nix behaupten, mich würde es selbst auch interessieren, deshalb hab ich hier reingeschrieben.
Wenn ich selbst bezahlen muss, zahl ich doch nicht für etwas was ich nicht brauche. In den Programmen die ich brauche, gibts die Standard-Schnittstelle DirectX, mit welcher Begründung wird mir diese Leistung beschnitten?
Ich glaube wir arbeiten in komplett unterschiedlichen Gebieten.
Erkläre doch bitte EADS/Airbus, VW, Audi, Mercedes, Porsche, GM, ... dass CATIA nur lächerlich im Vergleich zu AutoCAD und dann Audi, BMW, ZF, DAF, Deere dass pro/Engineer sowieso was unbekanntes ist ;-) . In der Automobilindustrie ist nur je nach Hersteller CATIA oder proEngineer zugelassen, in anderen Bereichen spielen SolidWorks und NX auch noch eine deutlich größere Rolle als Inventor und ähnliche Programme (von den geschätzt 50 verschiedensten Unternehmen mit denen ich bei meinen bisherigen beiden Arbeitgebern zu tun hatte arbeitet genau einer mit Inventor).
Im MCAD- und ECAD-Bereich ist OpenGL DER Standard. UNIX ist nicht der Standard, da hast du recht, hat aber noch eine sehr hohe Verbreitung. Du kannst ja bei NVIDIA anfragen ob sie nicht eine QuadroOpenGL und eine QuadroDirectX entwickeln möchten, damit du nicht mehr für die kleinen o.g. Weltkonzerne die Treiberentwicklung mitfinanzieren musst.
Die Leistung wird meiner Meinung nach nicht beschnitten, sondern "nur" nicht optimiert. Mit einer Geforce oder Radeon kaufst du eine Karte, welche für Spiele optimiert ist und nicht für Arbeit. Um eine Karte optimiert zum Arbeiten zu haben gibts die FirePro und Quadros. Ich sehe schon ein dass es für dich keinen Sinn macht dort 5 verschiedene Profile für CATIA, 3 für proE, .... drin zu haben, welche du nicht brauchst, aber ich denke nicht dass es billiger würde wenn die Hersteller die Produkte noch weiter in QuadroCATIA und Quadro3DSMax aufgliedern.
mfg daengl
PS: Ich muss meine Aussage von gestern korrigieren. SolidWorks verwendet ebenfalls OpenGL. Das bedeutet dass im MCAD-Bereich einzig Autodesk auf DirectX setzt.
http://de.wikipedia.org/wiki/AutoCAD
http://www.autodesk.de/adsk/servlet/index?siteID=403786&id=13557153
Kannst auch googeln unter "Weltmarktführer CAD Autodesk". Im Gegensatz zu anderen CAD-Programmen, deckt Autodesk alle Branchen ab.
Du überbewertest die grossen Firmen die sich irre teure Anlagen leisten können. Der allermeiste Anteil an CAD-Arbeitsplätzen sind KMUs die sich keine Wahnsinnsausstattung bei ihren Arbeitsplätzen leisten wollen/können. Ich denke du zahlst die Hardware deines Arbeitsplatzes nicht selbst, sonst würdest kaum so argumentieren.
Du verstehst es nicht. Es braucht keine QuadroDirectX, alle normalen Karten können DirectX. Die Frage ist, wieso man die Leistung bei normalen Grafikkarten im Profibereich beschneidet / bescheiden darf. Wäre es rechtens wenn deine CPU zuhause im Powerpoint plötzlich 10x langsamer wäre, nur weil du eine "Profianwendung" startest. Das würdest du ganz bestimmt schön schräg finden, denn die Hardware könnte es ja problemlos, die Treiber wären alle vorhanden. Aber der Hersteller deiner Software stellt dir einen Bremsklotz in den Treiber, damit du seine teuren Exoten kaufen musst.
Wie auch immer. Ich bin eigentlich eher an einem realen Test interessiert, als an einer Rechthaberei an der ich jetzt auch teilnehme und nicht unschuldig bin.
Da die Autodek-Produkte allesamt über DirectX-Schnittstelle betrieben werden, wäre bei der grossen Verbreitung sicher auch einmal ein aussagekräftiger Test interessant. Aus meiner Sicht wäre es mit der Treiberentwicklung nicht zu begründen, dass man eine Profikarte kaufen müsste. Ich sag ja nichts bei Produkten die OpenGL nutzen, da ist die Entwicklung für einen kleinen Markt einfach ineffizient und deshalb halt sehr teuer und der Preis berechtigt.
Sollte aber nicht so sein, wenn man ein Autodesk-Produkt kauft.
Wir haben auch AutoCAD-Lizenzen bei uns in der Firma. Nur sagt die Anzahl der Lizenzen nicht viel über die Verwendung der Software aus.
Du hast wahrscheinlich recht damit dass ich zu sehr im Bereich MCAD unterwegs bin, jedoch nicht damit dass ich die großen Firmen überbewerte. Mein erster Arbeitgeber war eine 5-Mann-Firma mit ausschließlich KMUs als Kunden und Partner, mein zweiter ein 200-Mann-Unternehmen mit Kunden von 5 Mitarbeitern angefangen bis zu sämtlichen Automobilisten im Prototypenbereich. Die KMUs die ich kenne setzen meistens auf SolidWorks, da diese Software sehr einfach zu bedienen und recht günstig ist, oder auf proE/CATIA/NX, weil dies in der jeweiligen Branche/beim Kunden und Auftraggeber gängig ist. Trotzdem haben viele der Unternehmen auch AutoCAD-Lizenzen (hauptsächlich aus historischen Gründen, vor etwa 15 Jahren war AutoCAD ja wirklich Stand der Dinge). Lediglich im Anlagenbau und in der Architektur bin ich bisher auf eine reale Verwendung der Autodesk-Produkte gestoßen.
Auf der Arbeit bezahle ich nicht selbst, aber Zuhause schon. Und trotzdem steht dort Hardware im Wert von >4000€ (2800€ Notebook + 2x Bildschirm + Festplatten, Netzwerk-Hardware...., den bizhub C252P gar nicht mitgerechnet). Genauso überlege ich mir je nach beruflicher Laufbahn nächstes Jahr eine Quadro 5000 für Zuhause anzuschaffen. Und auch für ein kleines Unternehmen sind solche Investitionen nicht untragbar, schließlich werden da ja nicht 10 Arbeitsplätze gleichzeitig ausgestattet, und schlußendlich wird sowieso alles abgeschrieben.
Es kann wirklich sein dass ich es nicht verstehe, vielleicht sehe ich es auch falsch. Ich versuche meine Auffassung des Ganzen anhand eines Beispiels zu erklären und vielleicht kannst du mir meinen Denkfehler aufzeigen:
Workstation-Karte kostet 1000€, davon 300€ für die Hardware, 700€ für den für alle möglichen Anwendungen (direkt Anwendungen, nicht nur OpenGL und DirectX) optimierten Treiber.
Gamer-Karte kostet 500€, davon 300€ für die fast identische Hardware und 200€ für den für DirectX und vielleicht einige wenige Spiele optimierten Treiber.
Ich kaufe zweitere und lade mir von der Homepage des Herstellers den Workstation-Treiber herunter, welcher beide Karten gleich unterstützt -> ich habe 500€ eingespart, der Hersteller jedoch 500€ weniger für die Entwicklung der speziellen Workstation-Treiber. Deshalb baut der Hersteller in den Workstation-Treiber eine Funktion ein, dass dieser nur mit der Workstation-Karte funktioniert, da bei dieser der Treiber auch bezahlt wurde.
Wo liege ich jetzt falsch?
Der direkte Vergleich würde mich auch interessieren. Dass dieser Artikel nicht wirklich aussagefähig ist denke ich auch. Nur sollten bei diesen Karten die OpenGL-Fähigkeiten wirklich nicht vernachlässigt werden, auch wenn du das nur für einen kleinen Markt hältst.
Bei deinem letzten Absatz komme ich nicht ganz mit was du möchtest? Einen reinen DirectX-Treiber für die Workstation-Karten, der günstiger ist? Einen für Anwendungen optimierten Treiber für Gamer-Karten?
mfg daengl
PS: Auch wenn wikipedia keine anerkannte Quelle ist, hier etwas zur Verbreitung anderer MCAD-Systeme:
CATIA wird vor allem in der Luftfahrt- (u.a. Boeing, Airbus) und Automobilindustrie (u.a. Daimler, Volkswagen-Konzern) sowie deren Zulieferern (Continental AG) als Standard-CAD-System eingesetzt, wird aber auch von Unternehmen im Energie- und Transportbereich (z.B. Alstom) angewendet.
SolidWorks ist konzipiert für die mechanische Konstruktion in kleinen und mittleren Unternehmen und findet Verwendung in Maschinenbau, Werkzeugbau, Blechbearbeitung, Industrie- und Konsumgüter-Design, Schiffbau, Medizintechnik und Anlagenbau. Im Bereich Design nimmt die Bedeutung von SolidWorks stark zu. SolidWorks wird laut Hersteller von mehr als 1.200.000 Konstrukteuren und Entwicklern in Industrie und Bildungseinrichtungen weltweit eingesetzt.
CoCreate Modeling ist das ausgereifteste und robusteste explizte 3D-CAD-System auf dem Markt mit etwa 80 Prozent Marktdurchdringung in diesem Segment.
Eigentlich meinte ich eine Quadro 4000, die 5000 wäre doch auch mir etwas zu teuer.
mfg daengl
PS: gibts hier eigentlich keine Edit-Funktion?
Für aktuelle Tesla Karten zahlt man gut und gerne 8-10x mehr als für das Pendant der Gamerkarte. Man hat dann auch deutlich mehr Speicher, muss man fairerweise erwähnen.
Er ist verschwindend klein im Vergleich zum gesamten Markt der dedizierten Grafikkarten. Nicht bei den CAD-Anwendungen, ich denke das hält sich in etwa die Waage. Wobei die Tendenz in Richtung DirectX doch gegeben ist. Autodesk ist sicher nicht der einzige Sofwarehersteller der von OpenGL zu DirectX wechselt. Jetzt kommt die DX-Beschleunigung in den Browsern (nicht nur IE9), da wird in Zukunft OpenGL noch ne viel kleinere Nische darstellen, das kannst du mir glauben.
Ich konstruiere mit einer popeligen HD4870. mein Eindruck ist der, dass das Teil unfassbar lahm in AutoCAD läuft. Wieso das der Fall ist, keinen Schimmer. In 3DS Max ist es deutlich besser, dort hat man anständige Performance auch mit komlizierten Geometrien (viele Polygone). Ich frag mich wie das entstehen kann, dass das in AutoCAD so lahm läuft wenn doch wie bei 3DS Max auch auf DirectX setzt? Sehr kryptisch gibt sich Autodesk(AutoCAD) bei den zertifizierten Treibern. Da angeblich nicht alle Bedingungen erfüllt sind, erhalten ausnahmslos alle Gamerkarten keine Zertifizierung. Da fragt man sich doch, wie das entstehen kann? Stecken da Hersteller der Grafikkarten und Softwarehersteller unter einer Decke?
Ich möchte auch ne neue Karte kaufen, weiss aber nicht was ich kaufen soll. A) Weil das GPU-Rendering im Kommen ist und das angeblich auf Gamerkarten ähnlich gut läuft. Da ich mehrere schnelle Rechner besitze und ich auch mit GPU-Rendering Animationen erstellen möchte, ist es für mich schon ein Kostenpunkt wenn ich mehrere Karten kaufen muss/möchte. angenommen ich erhalte mit einer 300€ teuren Gamerkarte die gleiche Renderperformance wie mit meiner Quadro oder FireGL (2000€), sind das schlussendlich mehrere 1000€ die ich in den Sand setze. Wenn die Performance vor allem durch die Shadern bestimmt wird, ja bitte dann bin ich mit der 6x teureren Quadro-Karte viel schlechter bedient, weil die ja noch die GPU der vergangenen Generation verbaut hat. Halbe Leistung für 6x mehr Geld, super!
B) Frag ich mich, wo denn sonst die Vorteile sind und wieso ich mit der Radeon ausgerechnet in AutoCAD ne relativ magere 3D-shading-Performance hab? Und, und ...
für mich ist das alles nicht durchschaubar. Und für viele User auch nicht, wenn man so in den Foren liest. Hatte gehofft, dass mit einem solchen Artikel mal etwas mehr Licht in die ganze Sache kommt. Immerhin bemüht sich ja der Autor um eine Antwort. Find ich schon mal gut. Ich werd den Eindruck nicht los, dass hier massiv abgezockt wird.
Eines vorweg: im Artikel wird die Nvidia Quadro 6000 als ein Monster mit sinnlos viel Videospeicher dargestellt. Eine solche Aussage verkennt das ganze Konzept hinter Fermi. Es geht nicht darum, ein paar Wireframes mit hoher Bildwiederholrate auf dem Bildschirm darzustellen.
Die Fermi Architektur soll vor allem Simulationsdaten, Videoverarbeitung und 3D-Berechnungen in finaler Qualität auf der Karte erledigen. Dafür müssen die Daten aber auf die Grafikkarte geladen werden, damit nicht der ganze Geschwindigkeitsvorteil wieder kaputt geht. Eine normale Workstation stößt heute mit 24GB RAM Ausbau recht schnell an ihre Grenzen, aber 6GB für die selbe Aufgabe auf der Grafikkarte sind plötzlich zu viel??? Ich glaube kaum!! Es gibt einen Grund, warum die Tesla Boards sogar 12GB onboard haben...
So, nun zum eigentlichen Thema:
Die Workstation Grafik steckt wieder mal absolut in der Kriese, weil man dem Kunden keinen konkreten Mehrwert aufzeigt, sondern immer noch versucht die Leute mit gefakten Pseudo Benchmarks zu täuschen.
Sorry, wenn das etwas deutlich ist, aber ich als Kunde bin einfach nur noch generft!
Ich beziehe mich jetzt mal auf 3dsmax, denn damit arbeite ich.
Nach einem Test der Nvidia Quadro FX 4800 gegen meine gute alte Geforce 9600 GT werde ich erstmal keine Quadro kaufen, denn:
1. Ich konnte keinen Leistungsunterschied bei der arbeit mit komplexen Modellen feststellen, der die hohen Kosten einer Quadro gerechtfertigt hätte. (DirectX 9 Modus, weil eine Quadro mit OGL bei 3dsmax 2011 super lahm ist und keine quad polys anzeigt)
2. Der beworbene Support für 10Bit/Channel RGB läßt sich in 3dsmax und Composite nicht nutzen.
3. Ich auch bei der Quadro Karte Z-Buffer Flickern bei naheliegenden Polygon-Flächen hatte - genau wie bei der Consumer Karte...
6GB Video Ram wären ein echtes Argument für GPU basierte 3D-Rendering software, aber bei einem Sprung von 400 EUR zu 4000 EUR muß man da sehr genau Rechnen, ob sich das auch lohnt ;-)
viele Grüße
nw42