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Nvidia hofft auf Tegra-Notebooks mit Windows 8

Von - Quelle: heise | B 2 kommentare

Schon heute stecken die Tegra-2-Chips in einer Vielzahl von Tablet-PCs - mit dem Tegra 3 sollen die CPUs dann auch "richtige" Notebooks antreiben

Die kommende Version von Microsofts Betriebssystem-Klassiker, ist noch weit von der Serienreife entfernt, und doch planen Hardware-Hersteller rund um den Globus bereits mit ihr. Verantwortlich dafür sind im Wesentlichen zwei Gründe, die auch noch miteinander zusammenhängen: Zum einen soll Windows 8 erstmals auch ARM-Architekturen unterstützen, zum anderen müsste das Betriebssystem dann auch wesentlich schlanker werden, damit es von den eher schwächlichen ARM-Chips ebenso schnell ausgeführt werden kann wie auf einem Intel i7.

Einer der Hersteller, der hierbei ganz vorn dabei sein möchte, ist Nvidia. Während es im eigentlichen Kerngeschäft, den Grafikkarten nicht gänzlich rund läuft, weil in die Prozessoren integrierte Grafikchips immer leistungsfähiger und populärer werden und darüber hinaus die kommenden Kepler-GPU wegen technischer Schwierigkeiten immer wieder verschoben werden musste, hat sich der Konzern mit den mobilen Tegra-Chips ein neues Standbein aufgebaut. So wird der SoC in zahlreichen Smartphones von LG, Motorola und Samsung verbaut. Und auch wenn der Tablet-Markt hinter den euphorischen Erwartungen vom Jahresanfang zurückgeblieben sein mag, kann Nvidia dennoch zahlreiche Geräte vorweisen, die die Tegra-Plattform verwenden – diese ist an manchen Stellen schon fast zu einer Referenz-Plattform für die kommende Tablet-Generation geworden.

Schon mit dem kommenden Tegra 3, der auch unter dem Codenamen Kal-El firmiert möchte Nvidia den Notebook-Markt ändern. Zunächst wird dieser Chip – wie bisher – in Tablets auf den Markt kommen. ASUS Transformer 2 wird noch in diesem Jahr mit einem Tegra-3-SoC erscheinen.

Allerdings wird für die Notebooks bestimmte Variante eine verbesserte Form des Tegra 3 sein, intern wird diese als Kal-EL+ bezeichnet. Vermutlich wird die Veränderung hierbei dann in einem Shrink des Chips bestehen. Denn hatte der Hersteller zunächst verlauten lassen den Tegra 3 auf der Basis der Cortex A15 und von Anfang an in einer Strukturbreite von 28 nm fertigen zu wollen, musste dieser Plan, vermutlich aufgrund technischer Schwierigkeiten bei der Umsetzung verschoben werden, sodass diese Änderungen dann dem Kal-El+ genannten Tegra 3 zu Gute kommen würden, der tatsächlich mit einem erheblichen Leistungszuwachs punkten und etwa Mitte nächsten Jahres auf den Markt kommen könnte. Dann könnte er auch Notebooks antreiben, die mindestens den Leistungsansprüchen von Einsteigergeräten genügen dürften.

Spannend wird dabei die Frage ob Nvidia hier nicht sein eigenes Geschäft torpediert. Schließlich würden erfolgreiche Tegra-Notebooks Geräten mit einer x86-Architektur Marktanteile abspenstig machen und somit unter Umständen dafür sorgen, dass weniger Grafikkarten des Herstellers in Notebooks verbaut werden würden.

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  • thomaz , 10. September 2011 04:59
    ohh. da hat einer zuviel superdupermann geguckt.
  • snooze , 10. September 2011 12:10
    "Spannend wird dabei die Frage ob Nvidia hier nicht sein eigenes Geschäft torpediert. Schließlich würden erfolgreiche Tegra-Notebooks Geräten mit einer x86-Architektur Marktanteile abspenstig machen und somit unter Umständen dafür sorgen, dass weniger Grafikkarten des Herstellers in Notebooks verbaut werden würden."
    Häh? - Seit wann benötigen Netbooks keine Grafik?
    -> Es ist doch viel mehr so, dass in einem Tegra-Gerät auch eine Nvidia-Grafik steckt.