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Firmware-Update verdoppelt die Schreibleistung der OCZ-Octane-SSDs

Von - Quelle: OCZ | B 2 kommentare

OCZ hat eine neue Firmware für die SSDs seiner neuen Octane-Serie bereitgestellt, das deren Random-Write-Performance teilweise mehr als verdoppeln soll.

Normalerweise ist ein Firmware-Update auch bei SSDs eher ein Schrauben an Kleinigkeiten und wird generell eher zum Beheben von Fehlern genutzt, aber manchmal dreht der Anbieter dabei auch an der Performance-Schraube. Wenn man allerdings OCZ Glauben schenken darf, dann legen die Octane-SSDs mit dem Firmware-Wechsel von der Version 1.12 auf die Version 1.13 ab sofort den Turbo ein: Nach dem Update soll die Random-Write-4K-IOPS-Performance teilweise mehr als doppelt so hoch sein. Das war auch dringend nötig, denn einer der wichtigsten Kritikpunkte unseres Tests der OCZ Octane war der unterdurchschnittliche Datendurchsatz.

Die Octane-Serie ist OCZs erste SSD-Familie mit dem hauseigenen Everest-Controller. Der Everest wird von dem südkoreanischen Unternehmen Indilinx hergestellt, das im März letzten Jahres von OCZ übernommen wurde. Damals wurde aber klar angesagt, dass die Controller (speziell der SF-2281) des Langzeitpartners Sandforce trotzdem weiterhin in den Laufwerken des Unternehmen – einschließlich der SSD-Flaggschiffe der Vertex-3-Familie – genutzt werden sollen.

Als Zyniker könnte man nun durchaus spekulieren, dass OCZ die Octane mit einer eingebremsten Firmware auf den Markt brachte, um Sandforce (erstmal) nicht zu verärgern und erst jetzt die volle (?) Leistung des Chipsatzes freigegeben hat. Aber vielleicht hat man bei der "originalen" Firmware ja auch nur königlich geschlampt...


Alte Random-Write-4K-Performance (FW v1.12)
Neue Random-Write-4K-Performance (FW v1.13)
OCZ Octane 128 GByte
7.700 IOPS
18.000 IOPS
OCZ Octane 256 GByte
12.000 IOPS
25.000 IOPS
OCZ Octane 512 GByte
16.000 IOPS
26.000 IOPS


Jedenfalls kann die neue Firmware v1.13 mitsamt der OCZ Toolbox für Windows ab sofort bei OCZ heruntergeladen werden. OCZ warnt aber, dass es sich dabei um ein destruktives Flash-Update handele, bei dem alle auf der SSD gespeicherten Daten verloren gehen – ein Backup wäre also dringend angebracht. Das Update via Toolbox funktioniert dann logischerweise auch nicht, wenn die Octane als Systemplatte genutzt wird. Für das Update muss sie zudem mit Microsofts Standard-AHCI-Treiber (MSAHCI) angesprochen werden und darf nicht als "Drive0" erscheinen. Die kompletten Release Notes findet man auf der OCZ-Webseite.

Die nächste Charge der an die Händler auszuliefernden Octane-SSDs soll dann bereits mit der neuen Firmware bestückt sein. Der Nachfolger des Everest-Chipsatzes – eher nüchtern "Everest 2" genannt – soll die IOPS-Performance dann noch einmal deutlich steigern und beim Schreiben und Lesen eine Ramdon-4K-Leistung von 90.000 bzw. 105.000 IOPS erreichen.

Kommentarbereich
2 Kommentare anzeigen.
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  • Fehlerteufel@1336458256@guest , 26. Januar 2012 06:41
    Ich nehme an die Spalte "Neue Random-Write-4K-Performance" bezieht sich auf Firmware v1.13 und nicht 1.12
  • SpalterG , 26. Januar 2012 08:54
    Ja.. Da steht zweimal 1.12. Rechts sollte wohl 1.13 stehen.