Nachricht aus dem Grab per RFID
Makaber oder sinnvoll? Die Firma Objecs hat RFID-Sender im Portfolio, die am Grabstein angebracht werden und über kurze Strecken kurze Nachrichten an die Handys der Hinterbliebenen schicken können.
Der Tod ist nicht das Ende. Wer meint, der Welt auch nach dem Ableben noch etwas mitzuteilen zu haben, kann sich jetzt auch längeres Rederecht kaufen. Die US-Firma Objecs bietet mit seinen "enhanced Memorial Products" die Möglichkeit, per RFID-Transponder kurze Nachrichten am Grabstein anzubringen bzw. darin einzubetten. Ob man dabei witzige Anekdoten über das eigene Leben abspeichert oder die etwas ausführlichen technischen Daten (Familie, Werdegang, Geburts- und Sterbedatum) ist einem selbst überlassen.
Zur Preisen ab 225 US-Dollar stehen entweder eine Grabstein-Applikation oder ein Amulett namens Rosetta Stone zur Auswahl. Der Hersteller verspricht, dass der Grabstein auch in 300 Jahren noch seine Botschaft an die Folgegenerationen funken kann. Dabei sollte man dann aber auch dafür sorgen, dass die Pacht für die Grabstätte regelmäßig entrichtet wird, denn die läuft gemeinhin weit kürzer.
Entscheidet man sich für das Amulett in geschliffener Granit-Optik, kann man sich darauf mit sechs verschiedenen Symbolen beschreiben (Computer-Freak, Künstler, Vater), die die Firma Life Symbols nennt und als "moderne Hieroglyphen" beschreibt. Im Preis inbegriffen ist auch ein Etui aus Filz und Leder dazu. Der Rosetta-Stone soll sogar eine Haltbarkeit von 3200 Jahren haben. Das verdankt er aber nicht etwa einer extrem verkleinerten Atom-Batterie sondern einfach der durchschnittlichen Lebenserwartung von in Granit geschliffenem Text.
Um die Nachricht abzurufen, soll man sein Handy (oder anderes Lesegerät) einfach an den Grabstein halten, Voraussetzung dafür sind allerdings NFC-fähige (near field communication) Mobiltelefone. Diese werden voraussichtlich ab Ende 2010 verfügbar sein. Alternativ kann man die Objektnummer im web unter http://PWdb.mobi eingeben und so die Botschaft abrufen.
Wer weitere Fragen zu den Memorials hat, kann sich in der (englischsprachigen) FAQ umsehen. Antworten zu Sinn und Unsinn dieser Geschäftsidee finden sich dort allerdings nicht.
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Hehe, wenn heute nicht heute wäre würde ich ja sagen, dass das voraus setzt, dass es in 300 Jahren noch Lesegeräte für RFID gibt. So sage ich, coole Idee.
@gudi:
Das ist nicht der obligatorische Aprilscherz, da wirst Du wohl weiter suchen müssen.
Die Überschrift des Artikels ist mal wieder typisch...
Ich hätte da noch eine weitere Geschäftsidee: skull-facebook oder Leichen-VZ...
April April
Nein, dieses Gadget soll es angeblich wirklich geben und wurde auch auf den Heiseforen vor etwa einer Woche mal aufgegriffen.
Auch wenn heute der 1.April ist, so ist dieser Artikel kein Aprilscherz!
(Bin ja ,al gespannt, wann THG den Aprilhammer auspackt...)
Lustig, wer hat denn die seite gemacht wenns ein Aprilscherz ist? Hat da einer langeweile gehabt
Passende Software dazu: 3D-Friedhofssimulator
Da fällt mir dann ganz spontan das zu ein: http://www.ndr2.de/programm/stenkelfeld170.mp3
In Amerika produzieren die Firmen doch das ganze Jahr über April-Scherz-Artikel.
Für diesen hier wird es sicher auch ein paar Amis geben die es kaufen.
Hab davon schon am 23.03. beim Bestatter gelesen. Also wenn dann ist das ein seeeh lang lancierter Aprilscherz...
Bin Selber bestatter bzw in 3 Monaten gelernte Bestattungsfachkraft, ihr glaub garnicht was es in der Bestattungsbranche für ideen gibt. Das ist ja das ding noch Harmlos. Zb gibt es so ein Art Handy glaube das nennt sich memorial phone das wird mit in dem Sarg beigelegt und man kann den Verstorbenen Anrufen... Aber nach ca 1 Jahr ist der Akku leer %-D
@bleikrone
Lass mich raten: Eine "Erfindung" der Amerikaner...
Wenn die könnten, würden die sogar Klopapier vergolden und als Luxusartikel verkaufen...
Und die Umwelt wirds auch freuen, wenn nach ca 2-4 Jahren der Sarg unter der Erdlaast zusammenbricht und die Giftstoffe in diesem "Memorial Phone" ins Erdreich gelangen...
Oder sind die Memorial Phones einfach nur Altgeräte, umgelabelt und mit neuerem Akku ausgestattet, die man so nicht umweltgerecht entsorgt bekommt und anderweitig dann immer noch für ein hübsches Sümmchen verkaufen will und dann unauffällig mit im Grab versenken will. Eine Umweltbehörde wird sich i.d.R. hüten, die Grabesruhe zu stören...
Was kommt als nächstes?
"Geben Sie Ihrem Verstorbenen etwas Exklusives mit: Etwas mit Energie und Charme! - Das Plutoniumkügelchen! Restebestand aus Ihrem lokalen AKW." - Und irgendwann fängt der Friedhof das Leuchten an...
Naja, bluray, Blattgold gibt es aber schon länger
Wie heißt es so schön bei den Simpsons (zumindest hab ich den Gag dort zum ersten Mal wahrfenommen):
We put the 'fun' in Funerals.
april april
wer wechselt die batterie in dem grabstein?
april aprilwer wechselt die batterie in dem grabstein?
RFID braucht keine Batterie? (Erreger)
RFID braucht keine Batterie? (Erreger)
aber wenn das ding verschiedenen nachrichten senden soll dann schon
So ein Quark, bei RFID wird durch die elektromagnetische Welle mit so und so viel Hertz eine Spule aufgeladen, es kommt zu induzierter Spannung, die einen Kondensator auflädt und somit kann der Chip dann senden...
aber wenn das ding verschiedenen nachrichten senden soll dann schon
Das lässt sich bestimmt auch mit einem Flip-Flop oder irgendein anderer Logikbaustein realisieren der nach jeder Nachricht auf die nächste umschaltet
Ich mag die Idee, auch wenn ich nicht glaube das ein RFID Chip so eine lange Lebensdauer besitzt.