EU blockt die Übernahme von Sun durch Oracle
Geht es nach den US-Kartellwächtern, darf Oracle Sun übernehmen. Die EU-Kommission hat jedoch Bedenken – es geht um die Open-Source-Datenbank MySQL.

Von Seiten der beiden Firmen war der Deal schon im April dieses Jahres unter Dach und Fach: Für rund 7,4 Milliarden US-Dollar will Oracle Sun Microsystems aufkaufen (siehe »Oracle übernimmt Sun Microsystems«). Auch die US-Kartellbehörde hat dem Zusammenschluß der beiden Konzerne bereits zugestimmt (siehe »Oracle darf Sun übernehmen«), doch nun stellt sich die EU-Kommission quer: Sie hat offiziell Einwände gegen die Übernahme erhoben.
Die Bedenken der Brüsseler Kartellwächter: Durch die Übernahme von Sun würde auch die Open-Source-Datenbank MySQL an Oracle übergehen – immerhin einer der größten, kommerziellen Anbieter von Datenbanken. Und diese Kombination will die EU-Kommission nicht gutheißen: »Nach einer ersten Prüfung bestehen erhebliche Bedenken hinsichtlich der Vereinbarkeit der geplanten Übernahme [...] da das Vorhaben auf dem Markt für Datenbanken wettbewerbsrechtliche Probleme aufwirft«, meldete die Kommission bereits im September. »Wenn das weltweit führende Unternehmen im Bereich proprietäre Datenbanken das weltweit führende Unternehmen im Bereich Open-Source-Datenbanken zu übernehmen gedenkt, muss die Kommission die Auswirkungen auf den Wettbewerb in E
uropa äußerst sorgfältig prüfen. Insbesondere muss sie sicherstellen, dass die Kunden nach der Übernahme nicht mit einem geringeren Angebot oder höheren Preisen konfrontiert werden«, so EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. Bis zum 19. Januar 2010 will die EU-Kommission eine Entscheidung fällen.
Laut US-Medien ist Oracle-CEO Larry Ellison »stinksauer«. Offiziell erklärt Oracle, die Kommission zeige ein »grundlegendes Missverständnis für den Wettbewerb bei Datenbanken und die Dynamik von Open-Source-Produkten«. MySQL sei Open Source und deshalb von niemandem zu kontrollieren.
Bild: Techfever Network
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Wäre ich auch wenns um meine Millionen geht. Was interessieren mich Endkunden und der Pöbel im allgemeinen.